Durchweg positiv

Region Neuffen.  Zufriedenstellende Zahlen präsentieren die Bankvorderen Hans Roth und Thomas Krießler bei der Jahresbilanz der Volksbank Hohenneuffen.

. Die internationalen Finanzmärkte reagieren nach der Aussage von Thomas Krießler "extrem nervös". Börsenkurse schießen in den Keller, wenn mal wieder eine Rating-Agentur ein Land, Banken oder auch Unternehmen abgewertet haben.

Apropos Rating: "Während alle großen deutschen Banken im vergangenen Jahr alle herabgestuft wurden, sind die genossenschaftlichen Banken im Land von A+ auf AA- aufgewertet worden", sagt Bankvorstand Hans Roth. Der Grund dafür: "Während alle Großbanken Schwierigkeiten hatten, überhaupt an Geld zu kommen, sind wir überliquide", so sein Kollege Krießler. Will heißen: 2011 hatten die Spareinlagen der Kunden der Volksbank Hohenneuffen die vergebenen Kredite überstiegen.

In Zahlen ausgedrückt ergibt sich folgendes Bild: Das "betreute Kundenvolumen" erfuhr mit einer Summe von rund 700 000 Euro ein Plus von knapp sechs Prozent. Besonders die Vermittlung von Bauspar-, Versicherungs- und Wertpapierprodukten boomte nach der Aussage der beiden Vorstandsvorsitzenden der genossenschaftlichen Bank rund um den Hohenneuffen. Noch deutlicher nahmen die Kundeneinlagen zu, die um 8,1 Prozent auf rund 280 000 Euro anstiegen und die Kundenkredite gar um 9,3 Prozent auf fast 200 000 Euro. "Das ist ein außerordentliches Wachstum, weit über die durchschnittlichen Werte in der Branche hinaus", so Roth.

Das Neukreditvolumen der Volksbank Hohenneuffen habe im vergangenen Jahr 52 Millionen Euro betragen - was einem Zuwachs von fast 16 Millionen entspreche. Verteilt haben sich die rund 500 Kredite sowohl auf die Wohnbaufinanzierung, aber auch auf das Firmenkundengeschäft. Das Betriebsergebnis zeige sich laut Hans Roth schließlich im direkten Vergleich zwischen Ertrag und Kosten mit rund 3,4 Millionen Euro und einer Steigerungsrate von rund einem Prozent. Der Jahresüberschuss 2011 betrage somit voraussichtlich etwa 800 000 Euro - "und damit können wir wieder eine Dividende von fünf Prozent ausschütten", sagt Thomas Krießler.

Positiv bewerten die beiden Banker die Umfrage, die im vergangenen Jahr an 1300 Kunden verschickt wurde. Der Rücklauf sei mit 55 Prozent überdurchschnittlich gut gewesen, die Kundenzufriedenheit mit einer Note von 2+ ebenfalls. "Kleinere Beanstandungen werden wir angehen", sagt Roth. Bemängelt worden sei etwa die Diskretion in wenigen der insgesamt acht Filialen der Volksbank Hohenneuffen. Beschäftigt sind dort 93 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit. Ihnen gegenüber stehen mittlerweile rund 11 000 Kunden, was im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 100 bedeutet.

Als richtig und gut habe sich im Übrigen auch die Einrichtung des Telefon-Service-Centers in Großbettlingen im Jahr 2008 erwiesen: Jeden Monat würden durchschnittlich etwa 4500 Anrufe dort eingehen, "mehr als 60 Prozent der Anfragen können mit nur einem Telefonat erledigt werden", so Krießler. Damit sei das Ziel erreicht worden, dass die Mitarbeiter vor Ort in den Filialen mehr Zeit für die Beratung der Kunden haben.

Projekte, die für die Volksbank Hohenneuffen 2012 anstehen: Die Filiale in Raidwangen soll modernisiert, renoviert, umgebaut und verkleinert werden. Mit mindestens 200 000 Euro Kosten rechnen die Bankvorstände - die Maßnahme werde aber letztendlich dazu führen, die laufenden Kosten zu senken.


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Autor: NORBERT LEISTER | 08.02.2012

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