15 Kilometer mit Blick auf die Alpen

Weil es oben auf der Alb so schön ist, haben die Wanderfreunde Betzingen ihren zweiten permanenten Wanderweg offiziell eröffnet. Rund 80 Wanderer machten sich auf die 15-Kilometer-Rundstrecke.

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51 permanente Wanderwege existieren in Baden-Württemberg, zwei davon befinden sich nun auf St. Johanner Gemarkung: "Die Strecken haben viel zu bieten", meinte Mark Lutz bei der Eröffnung der zweiten Rundstrecke am Samstag in der Gächinger Ortsmitte. Dort, wie auch in Würtingen, ist aus gutem Grund der offizielle Ein- und Ausstieg möglich: In den jeweiligen Filialen der Metzgerei Failenschmid werden nämlich die Startkarten verkauft, die nach absolvierter Wanderung abgestempelt werden - so wies bei den Internationalen Volksläufen eben auch ist.

Denn bei den Wanderwegen handelt es sich im Prinzip um nichts anderes als um einen Volkslauf, der permanent absolviert werden kann - je nach Zeit und Lust, ohne Sollvorgaben und gegebenenfalls auch mit Nordic Walking-Stöcken. Ein Angebot, das rege angenommen wird: Rund 400 Stempel werden pro Jahr am ersten permanenten Wanderweg ausgegeben, der vor fünf Jahren eröffnet wurde und über 13 Kilometer führt. Mit einer ähnlichen Resonanz rechnet Mark Lutz nun auch für den Panoramaweg, der in zwei Varianten absolviert werden kann: Zum einen in der langen mit einer Wegstrecke von 15 Kilometern, die kürzere geht über sechs Kilometer. "Die Strecke ist länger als erwartet", gab Lutz bei der Eröffnung zu. "Denn die Gegend bietet so viele Möglichkeiten, die Wanderwart Robert Rist alle unterbringen wollte." Besonderen Wert hat er darauf gelegt, die Hügel zu integrieren: "Er hat darauf geachtet, dass man oft einen schönen Ausblick hat", beschreibt Mark Lutz die Intension. Immerhin reicht der Blick an schönen Tagen bis in die Allgäuer und Schweizer Alpen - ein solcher war am Samstag möglich.

Ein halbes Jahr dauerte die Vorbereitung mit Streckenauswahl und Beschilderung des Deutschen Volkssportverbandes im IVV : "Die haben wir generell nur an vorhandene Pfosten und Bäume angebracht, an denen bereits etwas hängt." Dabei habe man vor allem eng mit der Gemeinde St. Johann zusammengearbeitet, die laut Lutz sehr entgegenkommen und kooperativ gewesen sei. Auch die Zusammenarbeit mit der Metzgerei Failenschmid als Anlaufstelle für die Wanderer sei hervorragend.

Die kommen längst nicht nur aus der Region und dem Ländle, sondern aus ganz Deutschland. Haben sich die Wanderer dann am Ende des Jahres genügend Stempel erwandert, gibt es ein kleines Dankeschön-Präsent. Für die zum Teil erwartungsvollen rund 80 Premieren-Wanderer auf dem Panoramaweg gabs am Samstag ein Begrüßungs-Vesper und eine Verpflegungsstation auf der Strecke.

Die war nur auf Grund der Eröffnung eingerichtet, permanent befinden sich aber Kontrollstellen entlang der Routen - allein vier Stück sind es auf der 15-Kilometer-Strecke. In die Startkarte sind entsprechend Nummern und Buchstabenkombinationen einzutragen. Beide permanente Wanderwege, die bestens ausgeschildert sind, können selbstverständlich auch von Wanderern genutzt werden, die sich keinen Stempel abholen wollen. "Die Strecke laufe ich öfters mal", meinte ein Gächinger Zaungast bei der kleinen Eröffnungsfeier und ist ganz baff. "Das sind wirklich 15 Kilometer?" Jawohl, kann Mark Lutz bestätigen - die Strecke ist ausgemessen.

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