Ratiopharm: Vier Bieter noch im Rennen

Ulm. 

Weil bis heute verbindliche Angebote für den zum Verkauf stehenden Arzneimittelhersteller Ratiopharm abgegeben werden müssen, hielten es Finanzdienste für wahrscheinlich, dass auch gleich eine Entscheidung für den Käufer falle. Denn für die verschuldete VEM-Holding der Familie Merckle spiele der Preis eine entscheidende Rolle. Nun konnte Ludwig Merckle die Entschuldung jedoch weitgehend vorantreiben (wir berichteten), so dass der Bieterprozess aus Sicht von Dow Jones Newswires erst in den kommenden Wochen zu Ende geführt wird.

Wie der Nachrichtendienst gestern berichtete, sind vier Bieter im Rennen: der US-Pharmakonzern Pfizer, der israelische Weltmarktführer bei Generika (Nachahmermedikamenten) Teva sowie der schwedische Finanzinvestor EQT und der isländische Generikaproduzent Actavis. EQT und Actavis strebten ein gemeinsames Angebot an, für das die Beteiligungsverhältnisse an Ratiopharm zu klären seien. Die Finanzszene erwartet für das vom verstorbenen Adolf Merckle gegründete Unternehmen einen Preis von 2,8 Milliarden Euro. Gebote bei drei Milliarden Euro seien nicht zu erwarten. Ratiopharm erzielte zuletzt einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 300 Millionen. Ratiopharm beschäftigt 2300 Mitarbeiter in Ulm/Blaubeuren. Die Transaktion soll bis Ende März abgeschlossen sein. kö


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