Merckle verkauft Mepha an US-Konzern Cephalon

Ulm.  Der Ulmer Unternehmer Ludwig Merckle verkauft den Schweizerischen Generika-Hersteller Mepha an das US-Unternehmen Cephalon (Frazer, US-Bundesstaat Pennsylvannia). Der Kaufpreis beträgt 590 Mio. US-Dollar. Umgerechnet sind das rund 420 Mio. Euro.

"Ich bin mit dem (Verkaufs-) Ergebnis zufrieden", sagte Ludwig Merckle am Montag gegenüber SÜDWEST PRESSE ONLINE, ohne Details zu nennen. "Die Mepha hat sich in den vergangenen Jahren auch dank des Engagements und der hervorragenden Arbeit ihrer Mitarbeiter beeindruckend entwickelt. Mit Cephalon ist ein starker internationaler Partner gefunden worden, unter dessen Führung die Mepha die besten Chancen hat, ihren außerordentlichen Wachstumskurs weiter fortzuführen",  erklärte Merckle. Wie er weiter betonte, sind die Verkaufsprozesse von Ratiopharm und Mepha unabhängig voneinander.

Der führende Hersteller von Nachahmer-Medikamenten (Generika) in der Schweiz hatte bis Anfang des vergangenen Jahres noch zur Ulmer Ratiopharm-Gruppe gehört. Weil die Banken aber im Zuge der Finanzkrise der Merckle-Gruppe die Familie verpflichteten, Ratiopharm zu verkaufen, um die Schulden zu tilgen, wurde Mepha ausgegliedert.

Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen, das rund 1000 Mitarbeiter beschäftigt, 500 davon in der Schweiz, einen Umsatz in der Größenordnung von 280 Mio. Euro erzielt. Das US-Unternehmen Cephalon kam 2008 mit rund 3000 Mitarbeitern, davon rund 100 in Deutschland,  auf einen Umsatz von 1,97 Mrd. Dollar, was  nach dem heutigen Kursniveau 1,4 Mrd. Euro  entspricht.

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Autor: Alexander Bögelein | 01.02.2010

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