Die möglichen Interessenten und ihre Absichten
Ulm.
Pfizer (New York), Pharma-Weltmarktführer (2008: 63,2 Mrd. EUR Umsatz inkl.Wyeth, 134 500 Beschäftigte) könnte Ratiopharm aus der Portokasse bezahlen, angesichts eines Ergebnisses vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von mehr als 25 Mrd. Dollar. Bei Pfizer laufen wichtige Patente aus. Der US-Konzern hat seine Generikatochter Greenhill, ist in Europa damit aber noch nicht vertreten.
Sanofi-Aventis (Paris), kapitalstark (2008: 28 Mrd. EUR Umsatz, 7,2 Mrd. Gewinn) verliert bis 2013 bei vier der zehn umsatzstärksten Arzneien ihren Patentschutz, baut Generikasparte auf, kaufte zuletzt für 6,2 Mrd. EUR zu.
Teva, Generika-Weltmarktführer Teva (Israel), 41 900 Mitarbeiter (inkl. Barr Pharmac.), sehr kapitalstark, in Deutschland nur minimal vertreten (AWD Pharma, Radebeul), will Geschäft in Europa durch Zukäufe verdreifachen. An der Ratiopharm-Basis geht die Sorge um, Teva gehe es in erster Linie um den Marktanteil von Ratiopharm, weil die Israelis weltweit über Fabriken verfügen.
EQT, schwedischer Investor, brachte u.a. Tognum (Friedrichshafen) an die Börse,kapitalstark, kooperiert mit Generika-Konzern Actavis (Island, 2008 Umsatz 1,6 Mrd. EUR, 11 000 Mitarbeiter), der durch Zukäufe wachsen will. amb
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01.02.2010
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