Banken verlängern Merckle-Kredit

Ulm.  Die Gläubigerbanken der schwer angeschlagenen Merckle-Gruppe haben den im Januar vereinbarten Überbrückungskredit bis Juni verlängert. Das teilte die Merckle-Dachgesellschaft VEM mit.

 Danach soll der Überbrückungskredit von einem längerfristigen Sanierungskredit abgelöst werden, um einen geordneten Verkauf des Ulmer Arzneimittelherstellers Ratiopharm zu ermöglichen. Mit dem Verkaufserlös der 100-prozentigen VEM-Tochtergesellschaft Ratiopharm sowie anderen Beteiligungen sollen die VEM-Schulden von mehr als 4 Mrd. verringert werden.

Bei dem Treffen aller Gläubigerbanken, der Vertreter der Familie Merckle sowie den drei berufenen Treuhändern stellte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG erste Ergebnisse ihres Sanierungsgutachtens vor. Der Geschäftsverlauf der operativ tätigen Unternehmen der VEM/Merckle-Gruppe sei erfolgreich. Neben Ratiopharm hält die VEM auch einen Anteil an Heidelberger Cement.

Ebenfalls zur Merckle-Gruppe gehört der Mannheimer Pharmahändler Phoenix. Der Branchenführer in Europa steigerte 2008 den Umsatz um 4,6 Prozent auf 22,6 Mrd. . Wie das Unternehmen weiter mitteilte, tritt Michael Keppel (44) als Chefsanierer in die Phoenix ein. Er soll auch den Phoenix-Treuhänder Harald Wiedmann unterstützen. (amb)

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