127 statt 166 Entlassungen

Weniger Märklin-Mitarbeiter müssen gehen

Göppingen. 

 Die IG Metall habe sich mit der Geschäftsführung darauf geeinigt, dass nur 127 der 651 Mitarbeiter in Göppingen das Unternehmen verlassen müssen. Das Sanierungskonzept des Insolvenzverwalters Michael Pluta sah eigentlich die Entlassung von 166 Mitarbeitern in Göppingen vor. Das sagte die zweite Bevollmächtigte der IG Metall Göppingen, Renate Gmoser. Insgesamt sollen unternehmensweit fast 400 der 1417 Stellen gestrichen und die Niederlassung in Nürnberg geschlossen werden.

Außerdem hätten sich die Beteiligten darauf verständigt, dass die verbleibenden Mitarbeiter künftig 37 Stunden die Woche arbeiten müssen, sagte Gmoser. Zusätzlich kann die Geschäftsführung je nach Auftragslage die Arbeitszeit um bis zu 130 Stunden pro Jahr je Arbeitnehmer erhöhen. Die Beschäftigten müssen zudem auf ein Teil ihres Geldes verzichten. Zum einen werde die anstehende Tariferhöhung um 2,1 Prozent ausgesetzt; auch die Einmalzahlung falle weg. Zum anderen bekommen die Mitarbeiter nur die Hälfte ihres Urlaubs- und Weihnachtsgeldes, sagte Gmoser.

Diese Eckpunkte seien bereits von den Verhandlungspartnern unterschrieben worden. Bis Ende April soll der Tarifvertrag stehen. Derzeit erfolge noch die „Feinjustierung“, sagte die zweite Bevollmächtigte der IG Metall. (dpa)


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