Publikum strömt zum Auftakt

Göppingen.  Die achten Märklintage und die Modellbahn-Ausstellung lockten gestern schon am ersten Tag ein internationales Publikum nach Göppingen. Die Organisatoren sind mit dem Zuspruch sehr zufrieden.

Gestern am frühen Nachmittag im Stauferpark: Die Parkplätze sind bereits gut belegt. Die Kennzeichen der Autos lassen es erahnen: Aus der Schweiz, Österreich, den Niederlanden und aus Polen sind Modellbahn-Fans nach Göppingen gekommen - aber auch aus allen Gegenden Deutschlands. Immer wieder rollen Pendelbusse von den anderen Veranstaltungsorten heran. Schon um 9 Uhr morgens hatte sich am Eingang eine Schlange gebildet. Der Mythos Modellbahn zieht.

"Wir sind mit den Besucherzahlen des ersten Tages sehr zufrieden", sagte Märklins Marketing-Leiter Lars Schilling kurz vor Kassenschluss am Abend. Alles habe gut geklappt. Der Zuspruch habe die Erwartungen bestätigt, wenn nicht sogar leicht übertroffen. Genaue Zahlen konnte er noch nicht nennen. An den drei Messetagen hatten die Veranstalter aber mit 60 000 Besuchern kalkuliert. Gestern dominierten zumindest bis zum Nachmittag noch die eher älteren Modellbau-Fans. Am Wochenende rechnet Schilling aber auch noch mit einem Ansturm von Familien mit Kindern.

Die zum achten Mal stattfindenden Märklintage werden in diesem Jahr ergänzt von der Internationalen Modellbahn-Ausstellung (IMA), die bisher in München zuhause war und nun ihre Premiere in Göppingen feiert. Die Hohenstaufenstadt soll die Messe auch in Zukunft behalten - allerdings im Wechsel mit Köln, wo die Messe im November 2012 die Zelte aufschlagen wird. "Vor allem die Werfthalle ist für Göppingen als Messestandort ein ungeheurer Gewinn", sagte Schilling.

Die Branche ist stark vertreten. Am Stand der Firma Faller basteln die geduldigsten Messebesucher mit der Pinzette ihren Miniatur-Wald, am Märklin-Stand lassen sich die Enthusiasten das Verfahren zum Bedrucken von Modellen erklären. Hingucker waren die vielen Anlagen in unterschiedlichen Spurweiten. Hobbymodellbauer geben sich ein Stelldichein: Beispielsweise am Stand des N-Clubs. Thomas Stoll, der seit 30 Jahren begeistert mit dabei ist, beichtet, dass er in seiner Wohnung ein ganzes Zimmer für die Modellbahn in diesem Maßstab geopfert hat.

Doch nicht nur auf dem Messegelände am Dr.-Herbert-König-Platz dominierten die Eisenbahn-Fans. Im Göppinger Bahnhof waren die echten Ungetüme aus anderen Zeiten die Stars. Loks dampften um die Wette. Wer wollte und die Geduld mitbrachte, konnte sogar ins Führerhaus reinschnuppern oder dort mitfahren. Die Fans fachsimpelten, filmten und fotografierten, was die Kameras hergaben. Noch bis Sonntagabend haben sie dafür Zeit, dann zieht die Modellbahn-Karawane wieder ab.


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Autor: ARND WOLETZ | 17.09.2011

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