Eisiger Großeinsatz

Merklingen.  Großeinsatz bei einer Alarmübung der Freiwilligen Feuerwehr Merklingen: Einsatz in der Ortsmitte bei Temperaturen von minus 17 Grad.

Beim Abbruch eines Gebäudes in der Merklinger Ortsmitte bricht durch Schweißarbeiten im ersten Obergeschoss ein Feuer aus: So lautete die Durchsage von Feuerwehrkommandant Manfred Weberruß, als er am Samstag um 19.52 Uhr Alarm zu einer Übung der Freiwilligen Feuerwehr Merklingen auslöste. Die gleiche Information wie an die eigenen Männer geht an die überörtliche Freiwillige Feuerwehr. Nur wenige Minuten später stehen Einsatzfahrzeuge aus Merklingen, Heroldstatt und Laichingen vor Ort.

Hilferufe waren aus dem Gebäude zu hören und zwei Personen wurden noch vermisst, als die Feuerwehr vor Ort war. Eine Person sollte sich im ersten Stock und eine weitere im Dachgeschoss befinden. Rund 30 Feuerwehrleute bemühten sich bei Eiseskälte und teilweise eisglatten Flächen am Fahrbahnrand, das Feuer so schnell wie möglich in den Griff zu bekommenen und die vermissten Personen zu bergen.

Für die Übung bei minus 17 Grad ordnete Weberruß an, dass Wasser nur im Brandraum eingesetzt werden darf: "Alle anderen Leitungen bleiben trocken wegen Frostgefahr." Schläuche wurden zwar ausgerollt, doch im Außenbereich müsse das Wasser konstant laufen, sonst würde es sofort in den Schläuchen einfrieren: "Wir hätten hier starre Eisschläuche liegen und das große Problem, sie anschließend wieder aufzuräumen", erklärte der Kommandant. Deswegen werde im Außenbereich bei dieser Übung auf den Wassereinsatz verzichtet. Im Notfall, und das sei das Wichtige, wäre Wasser vorhanden und würde auch bei solchen Minustemperaturen fließen.

Gegen 21.30 Uhr war für die Mannen der Feuerwehr die Übung beendet.


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Autor: BRIGITTE SCHEIFFELE | 06.02.2012

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