Häberle-Fonds fördert begabte Musikschüler

Laichingen.  Der Häberle-Fonds fördert künftig begabte Laichinger Schüler der Musikschule. Zudem wird eine Oboe vom Hilfsfonds für die Musikschule angeschafft. Der Stifter hat seinen Fonds auf 135 000 Euro aufgestockt.

Wie das goldene Füllhorn, dessen herrliche Früchte nie ausgehen, kommt Bürgermeister Friedhelm Werner als Verwalter des Hilfsfonds von Prof. Dr. Siegfried G. Häberle vor. "Der Hilfsfonds wurde nie leer", sagt Werner. Deshalb konnte er, sofern die Förderkriterien erfüllt waren, bei Anfragen auf Mittel aus dem Häberle-Fonds stets Zusagen erteilen. "Oftmals konnte ich sogar mehr Mittel geben, als die Bittsteller wollten." In den Genuss des Fonds sind bisher Schüler oder Schülergruppen gelangt, die durch besondere Spitzenleistungen aufgefallen sind, Lehrer, die für außerordentliche Schulprojekte, wie Musicalaufführungen, Finanzspritzen brauchten, oder Schüler, denen mit Hilfe des Häberle-Fonds beispielsweise der von den Eltern nicht finanzierbare Schullandheimaufenthalt ermöglicht wurde. Auch Gewaltprävention, speziell das Projekt "Klasse 2000" wird inzwischen vom Hilfsfonds gefördert, sowie die frühkindliche Förderung im Kindergarten. "Kindergartenkinder sind besonders aufnahmefähig", erklärt Ruth Häberle, die Ehefrau des Stifters und ehemalige Lehrerin.

Jetzt hat der Wirtschaftswissenschaftler im Ruhestand seinen Fonds auf 135 000 Euro aufgestockt und ein weiteres Förderprogramm ins Spektrum aufgenommen: Ein Stipendium soll besonders begabten Schülern der Musikschule Blaubeuren-Laichingen-Schelklingen dabei helfen, ihr Talent zu nutzen - sofern die Eltern finanziell nicht dazu in der Lage sind. Die Stipendiaten, ausschließlich Laichinger, werden vom Musikschulleiter Tim Beck vorgeschlagen, er erhält dafür vorerst ein Budget von rund 2000 Euro. Etwa ein Jahr lang sollen die Betroffenen so gefördert werden, "dann sieht man weiter", sagt Werner. Beck ist über diese Förderung durch den Häberle-Fonds sehr erfreut: "Es tut einem weh, wenn man so begabte Kinder ziehen lassen muss, weil die Eltern die jetzt im Februar erhöhte Gebühr nicht mehr bezahlen können. Aber jetzt können wir ja helfen."

Ebenfalls aus dem Häberle-Fonds wird eine Oboe für die Musikschule angeschafft. "Die Oboe verbindet Klassik und Blasorchester und ist ein ganz besonders schön klingendes Instrument", meint der Laichinger Bürgermeister. Die Musikschule wird nun, nach Anschaffung dieses Instruments, die studierte Oboistin Ruth Unterkofler als Fachkraft einstellen. Die Oboe soll als Schulinstrument sowie im Jugendorchester der Musikschule eingesetzt werden.

Dass der Fonds in den Jahren seines Bestehens immer weiter ausgedehnt wurde, habe er auch dem Engagement von Bürgermeister Friedhelm Werner zu verdanken, lobt das Stifterehepaar: "Herr Werner zeigt ein ausgesprochen gutes Gespür dafür, wer Unterstützung vom Fonds bekommen und welchen Anforderungen er dienen soll." Werner sei ein hochqualifizierter Verwalter. Der Stifter, der selbst wenig in die Öffentlichkeit tritt, fühle sich von ihm bestens öffentlich vertreten.


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Autor: SABINE GRASER-KÜHNLE | 06.02.2012

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