AUFGEBLÄTTERT
Lucian - vielmehr als Liebe
Isabel Abedi, Kinder- und Jugendbuchautorin, hat einen neuen Roman vorgelegt: "Lucian". Die Geschichte handelt von Rebecca, die bei ihrer Mutter und bei Spatz, der Lebensgefährtin ihrer Mutter, lebt, als sie einen Riss in der Brust spürt. Sie ahnt noch nicht, was es zu bedeuten hat. Aber bald darauf begegnet sie einem Jungen, der seine Erinnerung verloren hat. Allerdings hat er Träume, in denen er Rebeccas Vergangenheit und Zukunft sieht. Wie magisch fühlt sie sich von ihm angezogen und verliebt sich Hals über Kopf. Bald wird ihre Beziehung gestört - als er nämlich vom bevorstehenden Tod Rebeccas zu träumen beginnt. Beide machen sich auf die Suche nach der Wahrheit und nach einer Lösung, ihren Tod zu verhindern. Ein Wettrennen mit der Zeit beginnt. Das Schicksal scheint unabdingbar, als Rebeccas Mutter sie einfach nach Amerika bringt, wo sie künftig bei ihrem leiblichen Vater leben soll. Es passieren erstaunliche Dinge. So taucht ihr ehemaliger Englischlehrer plötzlich an ihrer amerikanischen Schule auf. Auch scheint das Opernmädchen, ihre kleine Halbschwester, mehr über das Geheimnis Lucians zu wissen, als es zunächst den Anschein hat. Und was ist mit ihrem ersten Freund? Als Rebecca kurzerhand abhaut, macht sich ihre Mutter auf die Suche nach ihr.
Meiner Meinung nach ist "Lucian" einer der schönsten Liebesgeschichten, die seit langem geschrieben wurden. Aber auch die Spannung kommt nicht zu kurz, immer wieder klingt an, dass Rebecca der Tod droht. Bis zum Schluss bleibt offen, wer Lucian ist und was seine Bestimmung ist. Die Autorin hat ihren Roman mit Liebe zum Detail geschrieben. Sie stellt mit der lesbischen Mutter der Hauptfigur ein gleichgeschlechtliches Elternpaar vor - eher ungewöhnlich in der Jugendliteratur. Trotz alledem: "Lucian" ist keine typische Teenie-Geschichte. Spannend und romantisch bis zum Schluss. Zawhea Totin, 17 Jahre
