Hochkarätiges zum Frauenfrühstück In dieser Saison auch Männer angesprochen
Balzheim. Gleich zwei hochrangige Politiker holen die Organisatorinnen des Ökumenischen Frauenfrühstücks nach Balzheim: Bundesministerin Annette Schavan und der baden-württembergische Staatssekretär Ingo Rust.
Helga Kuhnt hat einfach angerufen, mit der Sekretärin gesprochen. Und schon tags darauf hatte sie das erhoffte Ja-Wort. So wird also Annette Schavan (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung, am Samstag, 31. März, beim Ökumenischen Frauenfrühstück über "Kirche und Politik2 referieren. Warum sie? "Frau Schavan war im Sommer 2011 in Balzheim", erläutert die Gemeinderätin. Auf dem Weg zu den verschiedenen Besichtigungsterminen sei man ins Gespräch gekommen. Das habe den Ausschlag gegeben.
Ganz so schnell ging es bei Ingo Rust nicht. "Ich kannte ihn persönlich, wusste von seiner kirchlichen Bindung." Helga Kuhnt musste in diesem Fall ein paar Mal zum Hörer greifen, um die Zusage des SPD-Staatssekretärs im Stuttgarter Finanzministerium zu bekommen. Letztendlich klappte auch dies. Sein Thema am 25. Februar: "Als Christ in der Politik - Anfechtung und Hoffnung". Barbara Neuhauser betont für diese beiden Termine, dass man als Veranstalter in diesem Fall nicht auf Frauen festgelegt sei. Männer sind also willkommen. Zusammen mit Helga Kuhnt und Claudia Gai ist sie eine der drei Organisatorinnen des Ökumenische Frauenfrühstück der Evangelischen Kirchengemeinde Balzheim, dem sie das Jahresmotto "Miteinander Politik, Kirche, Familie" gegeben haben. Ihre Hoffnung: "Dass auch Interesse bei den Männern geweckt ist."
Die beiden anderen Veranstaltungen im Herbst seien im sozialen, im psychologischen Bereich angesiedelt. "Es ist wichtig, auch so etwas anzubieten." Sie planten mindestens ein bis zwei dieser Themen im Jahresprogramm ein. "Da können sich die Frauen selber mitteilen, aus dem Leben berichten", hat Helga Kuhnt festgestellt.
Weiterer Vorteil: "Die meisten Referenten kennen wir und wissen, das wird gut", erläutert Barbara Neuhauser. Diesen wiederum müsse man abnehmen können, "dass sie hinter ihren Ausführungen auch stehen." Bereiche könnten sich auch mal überschneiden: "Wir versuchen, Themen immer wieder neu aufzubauen."
Und wie reagieren die Besucherinnen darauf? "Wir haben einen festen Stamm, ebenso gibt es Teilnehmerinnen, die sich für bestimmte Themen interessieren." Auch junge Frauen wollen die drei einbeziehen. Freilich: Die Konkurrenz sei groß. "Es wird sehr viel geboten", sagt Helga Kuhnt. Sie anzusprechen, sei schwierig. Das Thema müsse wirklich ansprechend sein.
Im Schnitt zählen die Macherinnen zwischen 15 und 20 Damen. Manche melden sich nicht an, kommen spontan. Helga Kuhnt erinnert sich an den Beginn Mitte der 90er Jahre: "Da gab es noch keine solche Veranstaltung ringsum und wir hatten ein riesiges Einzugsgebiet." Lange habe es nicht gedauert, bis solche Veranstaltungen auch woanders angeboten worden seien. Auch habe sich das anfänglich evangelische in ein ökumenisches Frauenfrühstück gewandelt.
Natürlich hänge Arbeit dran: einkaufen, einladen, den Raum vorbereiten. Doch hinterher herrsche immer Euphorie, "wenn man die Begeisterung der Frauen sieht", freut sich Barbara Neuhauser. Mit dem Gefühl einen schönen, gemütlichen Vormittag verbracht zu haben, etwas mitgenommen zu haben, sollen diese nach Hause gehen. Finanziert wird das Ökumenische Frauenfrühstück übrigens über Spenden. Und noch eines liegt Helga Kuhnt, Claudia Gai und Barbara Neuhauser am Herzen: "Wir sind ein offener Kreis."
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Autor: MANUELA RAPP | 03.02.2012
Helga Kuhnt, Barbara Neuhauser und Claudia Gai (von links) organisieren das Ökumenische Frauenfrühstück in Balzheim. Foto:Manuela Rapp
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