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Mit großen Sorgen in die neue Runde

Nach einer großartigen Saison 2013, in der sogar die Aufstiegsrelegation zur 1. Liga erreicht wurde, gehen die Zweitliga-Turnerinnen des HSB mit großen Sorgen in die neue Saison. Durch verschiedene Ausfälle ist das Team derzeit ziemlich dezimiert, so wird der erste Wettkampftag am Samstag in Ulm eine ganz harte Nuss werden.

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Das Team der HSB-Turnerinnen für die neue Zweitligasaison: (auf dem Balken von links) Elisa Kuen, Jessica Schiele, Carolin Wiedmann; (vorn) Amelie Bock, Lea Fussenecker, Elisa Horn, Solveig Herrmann und Nicole Fritz.

Vor fünf Wochen stand die Heidenheimer Mannschaft noch bestens vorbereitet und mit enorm gesteigerter Leistung da. „Die Mädels haben in der neuen Halle richtig Gas gegeben und ich war mir sicher, dass wir einige der Konkurrenten in der 2. Liga hinter uns lassen“, so Trainerin Judith Schneider.

Doch wenige Tage vor dem ersten Wettkampf sieht es nun ganz anders aus. Vor knapp drei Wochen gab Lisa Bauder ihr Karriereende bekannt – die knapp 15 Jahre alte Turnerin zählte zu den absoluten Stammkräften des Zweitligateams. Diese Nachricht kam unerwartet und in den letzten Zügen der Vorbereitung. Dennoch konnten die HSBler noch reagieren und so standen Amelie Bock und Jessica Schiele bereit, die Lücken zu schließen.

Zehenbruch führt zu Ausfall

Beim Testwettkampf, der vergangenen Samstag im Voith-Sportzentrum geturnt wurde, zeigten Nicole Fritz, Elisa Kuen, Lea Fussenecker und Solveig Herrmann gute Leistungen. Aber dann kam das Aus für Amelie Bock und für Solveig Herrmann, die sich im Laufe der Woche beide schwere Verletzungen zuzogen. Herrmann hat sich einen Zeh gebrochen und muss vier bis sechs Wochen Pause einlegen, Bock hat es ebenfalls am Fuß erwischt, ein Start am Samstag in Ulm dürfte auch bei ihr so gut wie ausgeschlossen sein. Dadurch werden nun mit Carolin Wiedmann und Elisa Horn aus der zweiten Mannschaft zwei ganz junge Turnerinnen beim ersten von drei Zweitligawettkämpfen für Heidenheim an den Start gehen.

Wie immer steigt am Ende der Tabellenletzte direkt ab, die Teams auf den Plätzen sechs und sieben müssen in die Relegation. „Vergangenes Jahr wollten wir unbedingt die Relegation vermeiden, diesmal wären wir froh, wenn Platz sechs oder sieben herausspringt“, sagt Schneider und hofft, dass ihre Mannschaft beim ersten Wettkampf nicht ganz am Ende der Tabelle steht. Die beiden weiteren Wettkämpfe finden erst im Herbst statt und natürlich können die HSB-Damen – dann hoffentlich wieder vollzählig – dabei wieder aufholen. Da bei den Turnerinnen die Mannschaftspunkte nach Platzierung vergeben werden, wäre ein letzter Rang zum Auftakt allerdings eine schwere Hypothek für die weitere Saison.

Verstärkung aus dem Ausland? Nein, Danke!

Trotz der Ausfälle kam eine kurzfristige Verstärkung aus dem Ausland für die Heidenheimerinnen nicht in Betracht. „Wir ziehen das jetzt durch und schauen, was heraus kommt“, sagt die Trainerin. Vor den Wettkämpfen im Herbst müsse man dann die Lage dann neu beurteilen. Damit ist der HSB ist wieder der einzige Verein, der nur mit „Eigengewächsen“ an den Start geht. Der TV Überlingen beispielsweise hat sogar drei Ungarinnen in der Mannschaft, zwei davon sind allerdings derzeit verletzt.

Zu den weiteren direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt zählt Schneider den nachgerückten VfL Kirchheim, der allerdings mit zwei Österreicherinnen antritt, und den KTV Dortmund, der auch ohne Ausländerin, aber mit einigen Turnerinnen aus Halle ins Rennen geht. Die weiteren Gegner der Heidenheimerinnen in dieser Saison sind das Turnteam Köln, der TSV Tittmoning II, Dresdner SC und TV Herkenrath.

Am Wochenende erneut Wettkampftag

In der Ulmer Kuhberghalle zeigen am Wochenende wieder die Turnerinnen aller deutschen Topligen ihr Können, der Wettkampf ist für die Spitzenathletinnen gleichzeitig die letzte Chance, sich für die Europameisterschaft in Sofia (Bulgarien) zu qualifizieren. Den Auftakt macht die 2. Liga am Samstag um 12 Uhr, die Erstligaturnerinnen mit Gastgeber SSV Ulm sind dann ab 17 Uhr zu sehen. Am Sonntag ab 11 Uhr ist schließlich die 3. Liga an der Reihe.

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