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HSB-Turnerinnen: „Zu Hause macht es doppelt Spaß“

Die HSBlerinnen bereiten sich momentan intensiv auf ihren zweiten Bundesliga-Wettkampf am Wochenende vor heimischer Kulisse vor. Ziel ist es, den Platz im Mittelfeld zu festigen.

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Hochkonzentriert übt die 13-jährige Lia Nemeth (links) vor dem Bundesliga-Wettkampf am Samstag am Stufenbarren. Nicole Fritz hat zwar mehr Erfahrung, trotzdem nehmen beide die Hilfestellung von Trainerin Judith Schneider gerne an.  Foto: 

Wenn der Matten-Boden unter den Füßen bebt, eine Athletin nach der anderen im Flickflack vorbeifliegt und einem vor lauter Umschwüngen am Stufenbarren schon ganz schwindlig wird, dann sieht man vermutlich gerade beim Training der HSB-Kunstturnerinnen zu. Ein Teil von ihnen bereitet sich derzeit unter Aufsicht und Anleitung von Trainerin Judith Schneider im Voith-Sportzentrum auf den zweiten Bundesliga-Wettkampf der Saison am Wochenende vor.

Denn in der Karl-Rau-Halle messen sich am Samstag von 12 bis 19.30 Uhr zunächst die zweite und dann die erste Liga in den Disziplinen Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Boden. Am Sonntag von 11 bis 13.30 Uhr sind dann die Damen aus der dritten Liga an der Reihe.

Zu diesem Stelldichein von Turnerinnen der ersten bis dritten Bundesliga erklärt Schneider: „Bei den Damen treten in jeder Liga jeweils acht Mannschaften gegeneinander an.“ Zweier-Begegnungen wie bei anderen Sportarten gebe es nicht. „Jede Mannschaft wird völlig unabhängig von den anderen an der eigenen Leistung gemessen“, so die 55-Jährige, die seit fast 20 Jahren Trainerin beim HSB ist.

Im Mittelfeld behaupten

Ihr Team steht nach dem ersten Wettkampftag in Waging am See in der zweiten Bundesliga auf Platz vier: „Damit liegen wir im Mittelfeld und dort wollen wir auch bleiben.“ Beim Heimwettkampf am Wochenende sowie beim Abschluss im November in Dresden müsse man aber immer die Teams auf den Relegationsplätzen im Auge behalten: „Wir müssen schauen, wen die so einsetzen, um noch nach vorne zu kommen.“

Denn mit der Relegation verhält es sich im Turnen so: Der Erste steigt direkt in die höhere Liga auf, Platz zwei und drei nehmen an der Aufstiegsrelegation teil, Platz vier und fünf verbleiben sicher in der Liga, die Teams auf Sechs und Sieben müssen in die Abstiegsrelegation und der Achte steigt direkt ab. Ab kommendem Jahr wird es allerdings keine Relegation mehr geben, dafür werden vier Wettkampftage für alle Mannschaften angesetzt.

An Abstieg will Schneider nicht denken: „Wir haben uns in die zweite Bundesliga hoch geturnt und wollen da auch bleiben.“ Die Heidenheimerinnen haben ganz unten angefangen, 2006 gelang dann der Sprung in die Regionalliga, wo 2007 der Meistertitel folgte und damit der Aufstieg in die zweite Bundesliga, weil es damals noch keine dritte gab. 2009 stieg die Mannschaft zwar ab, doch schon im Jahr darauf ging es wieder nach oben.

Seither hat sich der HSB in der zweiten Bundesliga gefestigt, stand sogar drei Mal in der Relegation zum Aufstieg in die erste Liga. „Das ist aber nochmal eine andere Hausnummer, da fehlt doch noch ein bisschen“, so die Trainerin. Bedingungen wie in den Sport-Hochleistungszentren zu schaffen, sei mit reiner Vereinsarbeit schlichtweg unmöglich. Außerdem werde in der ersten Liga extrem aussortiert und viel Einzeltraining gemacht. „Wir wollen aber möglichst viele zu den Wettkämpfen mitnehmen und es soll ja auch Spaß machen.“

Das beste Beispiel hierfür ist wohl Nicole Fritz. Die 26-Jährige turnt seit 19 Jahren beim HSB und hat alle Höhen und Tiefen miterlebt. Mittlerweile hat sie das Trainings allerdings von sechs Mal pro Woche auf zwei Mal reduziert – bedingt durch den neuen Wohnort und die neue Arbeitsstelle.

Trotz anderer Prioritäten versucht sie, die Liga-Wettkämpfe immer mitzunehmen. Am schönsten sind für sie dabei die Auftritte vor heimischer Kulisse: „Das ist schon was Besonderes, weil Oma, Opa, Mama, Papa, Freunde und alle kommen. Man ist zwar noch aufgeregter als sonst, aber es macht auch doppelt so viel Spaß.“

Am Samstag turnt zudem die 13-Jährige Lia Nemeth mit. Sie freut sich auf die vielen Verwandten, die kommen werden, um ihr zuzusehen. „Ich will einfach eine gute Übung turnen und mein Bestes geben“, so die Herbrechtingerin, der vor allem der Barren liegt. Zur Mannschaft gehören neben Fritz und Nemeth auch Lia Frasch, Sarah Nolle und Elisa Kuen vom HSB sowie drei Turnerinnen aus Holzgerlingen, Tabea Friedl, Muriel Romero und Tabea Preisendanz.

Auch die Weltmeisterin kommt

Neben dem Auftritt der HSBlerinnen ist am Wochenende natürlich die erste Liga interessant. Hier werden sogar die neue Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer und die WM-Dritte Tabea Alt zu sehen sein. Alt startet für den aktuellen Tabellenführer MTV Stuttgart, Schäfer für den direkten Verfolger, die TG Karlsruhe-Söllingen.

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