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Und wieder der verflixte fünfte Satz

Den Zuschauern in der Dettinger Lindenhalle wurde einmal mehr eine Achterbahnfahrt der Gefühle geboten. Der gastgebende TSV verlor nach einem spektakulären Regionalliga-Spiel 2:3 gegen den MTV Ludwigsburg.

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Gegen den starken Aufsteiger aus der Barockstadt begann die Mannschaft von Trainer Dennis Kunz mit Wörner und Felix Fröscher auf Außen und ansonsten der gewohnten Aufstellung. Zunächst gerieten die TSVler 3:6 in Rückstand, waren aber stabil im ersten Angriff und blieben stets in Reichweite.

Mit Schleicher am Aufschlag gelangen dann fünf Punkte in Folge zur 17:15-Führung. Beim 19:18 nahm Kunz einen Doppelwechsel vor, um den Druck hoch zu halten. Dabei kamen Peller für Hornung und er selbst für Kaiser aufs Feld. Zunächst funktionierte diese Maßnahme und der TSV setzte sich auf 21:18 ab.

Dann aber scheiterten die Dettinger Angreifer ein ums andere Mal am starken Gästeblock und sahen sich mit 21:23 im Rückstand. Es folgte der Auftritt von Konstantin Vogel, der mit drei ganz starken Aufschlägen den ersten Satz in trockene Tücher brachte.

Anstatt Schwung und Selbstsicherheit mit in den nächsten Satz zu nehmen, zeigte die Mannschaft aber wieder Konzentrationsschwächen. Schnell lag der TSV 1:5 zurück und über den ganzen Satz hinweg hatte der Angriff trotz guter Arbeit des Annahmeriegels um Libero Fennell Probleme, am Netz zu punkten. Zu langsam und durchsichtig gestaltete sich das Dettinger Spiel, der gut stehende Block der Gäste bot wenige Lücken.

Auch die Versuche, beim 13:17 mit Vogel für Wörner und bei 18:23 mit Peller für Fröscher mehr Druck im Aufschlag und am Netz neue Kräfte zu bringen, änderte nichts, so ging der zweite Abschnitt 19:25 verloren.
Und im dritten Satz ging es so weiter. Fast kein Ball mehr fand den Weg am Block vorbei und wenn doch, stellte er für die Feldabwehr der Gäste kein Problem dar.

Schnell stand es 1:7 und wenn doch einmal ein Angriff erfolgreich war, machten die Dettinger danach meist einen direkten Fehler im Aufschlag, im Block oder in der Feldabwehr. Mühelos setzte sich der MTV ab, mit 14:25 war der dritte Durchgang eine deutliche Klatsche für den TSV.

Die Pausenansprache geriet dementsprechend deutlich, aber auch der Beginn von Satz vier ging völlig an den Dettingern vorbei. 0:5 stand es nach wenigen Minuten und beim 1:7 aus Dettinger Sicht zog Kunz die letzte Option, wechselte sich selbst im Zuspiel für Hornung ein. Beim 1:10 glaubte in der inzwischen sehr ruhigen Lindenhalle keiner mehr an den TSV, aber nach einem sehr umkämpften Ballwechsel ging plötzlich ein Ruck durch das Team. Stephan Kaiser ging zum Aufschlag und brachte sein Team auf 5:11 heran.

Nach der nächsten Rotation mit Fröscher am Service stand es nur noch 11:12 und als Schwarz seine Serie am Aufschlag beendet hatte, waren die Dettinger mit 18:15 in Führung. In der Abwehr wurde nun fast alles geholt und der Gegner am Netz stellte plötzlich kein Hindernis mehr dar. Immer wieder Schleicher und Schwarz über die Mitte sowie Fröscher über Außen und Kaiser auf Diagonal konnten von Kunz dank einer stabilen Annahme sehr variabel eingesetzt werden. Die Stimmung in der nun tobenden Halle tat ihr Übriges und beim 23:17 stand der TSV kurz vor dem Satzausgleich.

Dann aber kippte das Spiel wieder. Kunz wollte die Serie der Gäste unterbrechen, ungerechtfertigterweise verwehrte ihm der Schiedsrichter aber eine Auszeit. Sieben Punkte später stand der MTV vor dem Matchgewinn, aber Stephan Kaiser schaffte den Ausgleich zum 24:24. Danach folgte Dramatik pur. Vogel machte am Aufschlag einen direkten Punkt zum Satzball für Dettingen, dem er aber einen Fehlaufschlag an die Netzkante folgen ließ.

Im Gegenzug hatte der MTV nach einem Netzroller-Ass wieder Matchball, aber auch den wehrten die Dettinger ab. Mit Kaiser am Aufschlag machte der TSV dann zwei Punkte in Folge und kam über das 28:26 in den Entscheidungssatz.

Dieser begann ausgeglichen, aber die Gäste aus Ludwigsburg hatten sich wieder stabilisiert und bei den Dettingern war der Aufschlag insgesamt zu schwach. Der MTV konnte dadurch seine Punkte wieder relativ einfach erzielen. Dem TSV gelang es beim 9:14 erst zu spät, den Spielaufbau des Gegners unter Druck zu setzen, so gingen der Satz und das Spiel mit 12:15 an die Ludwigsburger.

„Die Mannschaft hat heute einen sehr starken ersten Satz gezeigt, dem aber wieder ein heftiger Einbruch folgte. Nach zwei desaströsen Sätzen haben wir aber dem Publikum und auch uns selbst gezeigt, wie unser Spiel aussehen kann. Dieses Aufbäumen und Stemmen gegen eine deutliche Klatsche war großartig und auch die Zuschauer haben uns mit ihrer Unterstützung wieder aufgebaut“, fasste Kunz die Partie zusammen.

So gab es wieder nur einen Punkt für Dettingen, das nach dem Eninger Überraschungssieg gegen Mimmenhausen nun schon sieben Punkte Rückstand auf Rang neun hat.

TSV Dettingen: Fennell, F. und P. Fröscher, Hornung, St. Kaiser, Klein, Kunz, Peller, Schleicher, Schwarz, Vogel und Wörner
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