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Special Olympics: Gold für Alexander Schneider

Bei der Kanu-AG hat er angefangen: Nun zeigte der Herbrechtinger Kanusportler Alexander Schneider bei den Special Olympics in Los Angeles (USA) sein Können und gewann eine Gold- sowie eine Silbermedaille.

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Die Special Olympics sind die Olympischen Spiele für Sportler mit geistiger und mehrfacher Behinderung. In 25 Sportarten gingen 6500 Athleten aus 165 Ländern an den Start – darunter auch Alexander Schneider aus Herbrechtingen.

Das Motto der Spiele „Lasst mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, so lasst mich mutig mein Bestes geben“ soll die Idee unterstreichen, dass der eigentliche Wettkampf kein Kampf gegeneinander sondern viel mehr ein Wettkampf miteinander ist.

Die Wettbewerbe beginnen jeweils mit Vorprüfungen: Um jedem Teilnehmer eine möglichst gleiche Chance zu bieten, werden die Athleten in jeder Sportart im Vorfeld auf ihre sportliche Leistungsfähigkeit getestet und in Leistungsklassen eingeteilt.

Deutschland war mit 138 Athleten aus 64 Einrichtungen und Vereinen vertreten. Außerdem waren sogenannte Unified-Partner im deutschen Team mit an Bord. Das sind Athleten ohne Behinderung, die zusammen mit behinderten Athleten um Medaillen kämpfen.

Die Lebenshilfe Heidenheim hatte dabei drei Athleten für die deutsche Delegation angemeldet. Das Kriterium der Special Olympics Deutschland (SOD) für die Teilnahme zu diesen Weltspielen sah allerdings vor, dass aus jeder Einrichtung ein Athlet die Chance bekommen soll, in die USA zu fliegen. So durfte aus dem Kreis Heidenheim letztlich nur Kanut Alexander Schneider zusammen mit seinem Vater Manfred und seinem Trainer Hannes Hartmann-Held teilnehmen.

Noch vor den großen Wettkämpfen in Los Angeles gab es ein Trainingscamp der deutschen Teilnehmer in Hof bei Nürnberg. Dort trainierten die Athleten intensiv und lernten ihre Unified-Partner besser kennen.

Bei den Spielen in Kalifornien sicherte sich Schneider in seiner Leistungsklasse im Einzelkanu (500 m) mit einer Zeit von 3:32,78 Minuten die Goldmedaille vor Daniel Gietka aus Polen (3:36,14 min) und Antonio Exarchopoulos aus Griechenland (3:37,21 min). Außerdem holte Schneider mit seinem Partner in einer Zeit von 1:09,37 min die Silbermedaille im Doppel über die 200 m. Im Einzelkanu über dieselbe Distanz wurde der Herbrechtinger im stärksten Teilnehmerfeld mit 1:22,79 min Fünfter.

Bei den Siegerehrungen der jeweiligen Leistungsklassen werden übrigens alle Athleten geehrt, als Anerkennung für ihre Leistungen. Insgesamt 110 Medaillen brachten die deutschen Athleten mit nach Hause, davon 46 Gold-, 25 Silber- und 39 Bronzemedaillen.

Alexander Schneider kam über seinen Betreuer Hartmann-Held überhaupt zum Kanufahren, nachdem er an einer Kanu-AG teilnahm. Beim Faltbootclub Heidenheim trainiert Schneider seit Jahren und wurde auch bei den Nationalen Special Olympics unterstützt. Sein sportliches Talent zeigte der 30-Jährige schon früh: Schneider ist neben dem Kanufahren noch als Kletterer aktiv und besitzt den schwarzen Gürtel im Taekwondo.

Seit August 2014 absolviert der sportliche Athletabsolviert ein Praktikum im Schlosshotel. Bald beginnt er seine Ausbildung als Fachwerker für Gebäude und Umweltdienstleistung.

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