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Silvesterlauf: Zusatzschicht im Dauerregen

Nicht nur Läufer, auch Radfahrer gingen auf die jeweiligen Strecken beim Mergelstetter Silvesterlauf. Als eine Art "Führungsfahrzeug begleiteten sie die jeweils Schnellsten – und wiesen ihnen auch den Weg. Doch was, wenn der Radfahrer falsch abbiegt?

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Dieses Missgeschick passierte beim 5,4-Kilometerlauf (wurde in einer Art Rechteck gelaufen) der Frauen. In der fünfköpfigen Spitzengruppe, die dadurch fehlgeleitet wurde, war auch Tanja Majer von der TSG Giengen. „Wir sind zu früh abgebogen“, stellte die 23-Jährige rückblickend fest.

Abseits der offiziellen Strecke ging es für die Gruppe teilweise über Wurzeln und durch Schlamm. Darin blieb ein Schuh einer Mitläuferin sogar stecken, erzählt Majer. Das „Führungs-Fahrrad“ musste stellenweise sogar getragen werden. Zurück auf der vorgegeben Strecke musste die Gruppe feststellen, dass sie nicht mehr vorne, sondern hinten lag.

Zunächst sei nicht ganz klar gewesen, was passiert war, doch letztlich war man sich in der Gruppe einig: Wir sind offensichtlich falsch gelaufen. „Wir haben trotzdem das Tempo hochgehalten und das Rennen als Trainingslauf angesehen“, erklärt Majer. Letztlich habe die Gruppe „1,5 Kilometer“ zu viel absolviert, schätzt die Giengenerin, wodurch die Chance auf eine bessere Platzierung dahin war. Und mehr noch. Annika Renner (auch von der TSG Giengen), die ebenfalls in der Spitzengruppe vertreten war, und sie hätten den Sieg unter sich ausgemacht, ist Majer überzeugt.

Dies sei allerdings nur schwer zu sagen, erklärt Ulrike Kinzler vom Organisationsteam, dem der Fehler äußerst leid tat. Verständnis gab es daher für die Enttäuschung der fehlgeleiteten Läuferinnen. Allerdings habe sie sich damit schnell abgefunden, sagt Tanja Majer und fügt an, dass man eben auch solch einer Situation „positives rausziehen“ müsse.

Auch bei ihr kamen dabei Erinnerungen an den Heidenheimer Stadtlauf im Sommer 2012 hoch. Damals lief eine Spitzengruppe beim Marathon den falschen Weg, wodurch der Lauf nach den Richtlinien des Leichtathletik-Verbands nicht gewertet werden konnte. „Das kann man natürlich nicht miteinander vergleichen“, betont Tanja Majer allerdings. Ein Marathon erfordere eine sehr viel intensivere Vorbereitung.

Als nächstes startet Majer bei den baden-württembergischen Meisterschaften Ende Januar in Karlsruhe. Und vielleicht entpuppt sich das Missgeschick von Silvester ja als gutes Omen . . .

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