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Reitturnier in Aufhausen: Nico Fackler holt sich den großen Preis

Vier Tage voller Springprüfungen sind vorbei. Der Sieger vom RV Arberg freute sich nach dem S**-Stechen vor allem über seinen Ehrenpreis.

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Mit seiner elfjährigen Stute Lokslija (im Bild) belegte Nico Fackler vom RV Arberg bei der Springprüfung Klasse S** den dritten Platz. Mit Hengst Checker wurde er sogar Erster.  Foto: 

Sieger beim großen Preis von Aufhausen zu werden und dazu noch mit dem zweiten Pferd Rang drei zu belegen – das hatte Nico Fackler nicht erwartet. „Es ist viel besser gelaufen als ich es mir vorgestellt hatte. Ich war nämlich krank und konnte gar nicht richtig trainieren“, erklärt der Reiter vom RV Arberg nach dem S**-Springen. Doch sein Team habe ihn so tatkräftig unterstützt und die Pferde für ihn auf Trab gehalten, dass es am Ende für Platz eins mit Hengst Checker und Rang drei mit Stute Lokslija reichte.

Über seinen Ehrenpreis, ein neues Fahrrad, freute sich Fackler besonders: „Das ist super, weil ich erst letzte Woche ein neues kaufen wollte. Unseres ist nämlich vor kurzem abhanden gekommen.“ Und auf Turnieren sei so ein Rad ein wirklich praktisches Fortbewegungsmittel.

Zurück ins Geschehen: Nach hochklassigem ersten Durchgang mit 13 Reitern folgte ein äußerst spannendes Stechen – wenn auch ganz ohne Lokalmatadore. Den Zuschauern stockte in regelmäßigen Abständen der Atem oder es ging ein Raunen rund um den Platz, wenn ein Reiter einen Fehler machte oder knapp davor war.

Der Erste wird auch noch Dritter

Fackler kam auf Checker in 36,36 Sekunden ohne Fehler durch den Parcours. Werner Ehinger vom RFC Lützelburg auf Stute Ayscha zeigte ebenfalls einen souveränen Auftritt. Auch wenn es teilweise klapperte, ließ er alle Stangen liegen und wurde schließlich in 37,70 Sekunden Zweiter.

Für seinen finalen Ritt auf Loklija ließ sich Fackler am Ende recht viel Zeit. Erst nachdem Turniersprecher Jochen Lainer bereits zweimal den Sirtaki und Roberto Blancos „Ein bisschen Spaß muss sein“ angespielt hatte, tauchte er auf. Lainer kündigte den Arberger mit den Worten „Er ist bereits Erster, jetzt kann er sich nur noch selber schlagen“ an. 37,81 Sekunden ohne Fehler bescherten ihm nach einem einwandfreien Durchlauf schließlich noch den dritten Platz.

Wenige Reiter aus dem Landkreis

In der Springprüfung der Klasse M** startete eine von wenigen Lokalmatadoren des Turniers: Jana Klapczynski. Die 19-Jährige vom RFV Niederstotzingen hatte sich vor der Prüfung das Ziel gesetzt, fehlerfrei und schnell durch den Parcours zu kommen. „Ich habe ein gutes Gefühl. Gestern bin ich beim M*-Springen schon Zweite geworden und heute im Stil L Vierte. Es ist also bisher ein super Wochenende“, so die Reiterin am Sonntag.

Doch Klapczynski riss mit Chantino bereits beim ersten Hindernis und wurde mit insgesamt 4,75 Fehlerpunkten und 77,21 Sekunden nur Achte. „Ich hätte mit mehr Schwung anreiten müssen. Das war ein Leichtsinnsfehler, aber die macht jeder mal“, lautete ihr Fazit.

Recht zufrieden mit dem Verlauf des restlichen Turnier-Wochenendes und den Meldungen zeigte sich am Ende auch die Turnierleitung. „So wie am Sonntagnachmittag hätte es die ganzen vier Tage sein sollen. Aber das Gute ist, der letzte Tag bleibt meistens am besten im Gedächtnis“, so Gudrun Junginger aus der Meldestelle.

Zwar sei man in den vergangenen Jahren immer vom Wetter verwöhnt gewesen, doch großartig etwas dagegen tun könne man ja ohnehin nicht. Turnierleiterin Andrea Zimmermann fasste zusammen: „Wir haben das Beste draus gemacht.“


Am Samstag gewann Lisa-Sarina Riek vom RFV Waldstetten die Sprungprüfung mit Idealzeit der Kl. A**. Die Springprüfung Kl. L entschieden Frederik Riß (TRG Gärtlesackerhof) und Dietmar Bschorr junior (RTG RH Holzheim) für sich, der auch die Punkte-Springprüfung Kl. M* gewann, ebenso wie Philipp Huber vom RFV Königsbronn. In der Springprüfung Kl. S* siegte Bernhard Karle (RSG Fohrenhof), in der L-Stilprüfung Julia Remmele (RTG Offingen), die auch die Springprüfung Kl. L für sich entscheiden konnte, ebenso wie Hans-Peter Ruhberg (RFV Essingen). Bei der Springpferdeprüfung Kl. L ritt sich Ramona Kunze (RC Langenau) an die Spitze, wie auch in der darauf folgenden Springprüfung Kl. M**.

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