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Regionalliga: TSV Dettingen startet in Saison

Die Dettinger Volleyballer freuen sich auf ihre zweite Saison in der Regionalliga. Auch wenn die personelle Situation besser sein könnte, geht die Mannschaft - gestärkt durch die Erfahrungen aus der vergangenen Runde - den Kampf um den Klassenerhalt optimistisch an.

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Zusammenhalt ist die halbe Miete: Die Dettinger Volleyballer wissen, dass auch in ihrer zweiten Regionalligasaison guter Teamgeist gefragt ist.  Foto: 

„Viel Neuland und zwei Baustellen“ titelte die Heidenheimer Zeitung vor knapp einem Jahr, als die Dettinger das Abenteuer Regionalliga angingen. Inzwischen ist die vierthöchste Spielklasse kein Neuland mehr, die Baustellen sind aber nicht weniger geworden.

„Es ist in unserer Region einfach sehr schwer, Spieler her zu bekommen“, erklärt Trainer Dennis Kunz, den es dabei nicht einmal so sehr stört, dass seine Truppe mit quasi unverändertem Kader – der vergangene Runde ohnehin kaum zum Einsatz gekommene Zuspieler Kristian Grimm musste sich aus beruflichen Gründen abmelden – ins zweite Regionalligajahr startet. Problematisch ist eher die Situation der einzelnen Spieler.

Davon abgesehen, dass viele TSVler weite Anfahrtswege auf sich nehmen müssen und bei einigen Beruf und Sport immer schwerer unter einen Hut zu bringen sind, hat auch das Verletzungspech zugeschlagen. So zog sich Felix Fröscher beim Hobby-Handballspiel mehrere Bänderrisse zu und Andi Schneider hat weiter große Knieprobleme – mit beiden wird so schnell nicht zu rechnen sein. Kunz selbst hat's heftig am Sprunggelenk erwischt, dadurch ergibt sich ein Engpass auf der Zuspieler-Position. Hier muss der erst vergangene Runde aus der zweiten Mannschaft aufgerückte Florian Hornung die Hauptlast tragen.

Zudem hat Stephan Kaiser, der wohl wichtigste Angreifer im Team, seine Meisterprüfung abgelegt und konnte deshalb in der Vorbereitung nur wenig trainieren. Nachwuchstalent Adam Peller gehört nicht mehr dem baden-württembergischen Kader an, was angesichts der Konkurrenz von Nationalspielern auf seiner Position kein Beinbruch ist, ihm aber die Möglichkeit nimmt, ohne Einschränkungen zwischen erster und zweiter Mannschaft zu pendeln. Kunz legt Wert darauf, dass sich der junge Spieler weiter entwickeln und in der zweiten Mannschaft auf verschiedenen Positionen spielen kann, deshalb werden seine Einsätze für die „Erste“ eingeschränkt sein.

Immerhin: Marcus Kaiser hat eine Stelle in Salach angetreten, für ihn fällt die lästige Fahrerei weg. Überhaupt haben die Dettinger in den letzten Jahren so viel erlebt, dass sie sich von der aktuellen Situation nicht schocken lassen. „Wir freuen uns wieder auf die Regionalliga“, betont Kunz, der mit Auswahlspieler Felix Mayer und Zuspieler Johannes Kamper zwei weitere Nachwuchskräfte langsam heranführen möchte. Die beiden spielen auch in der zweiten Mannschaft, die als SG Volley Alb einen Spitzenplatz in der A-Klasse anstrebt. Dazu stellt die SG eine dritte Herrenmannschaft in der B-Klasse und zwei Damenteams in der A-Klasse.

Regionalliga wird wieder ein harter Kampf

In der Regionalliga stellt sich Kunz wieder auf einen harten Kampf gegen den Abstieg ein. Vermutlich müssen drei Mannschaften den Gang in die Oberliga antreten, wie immer hängt das auch von der Entwicklung in den oberen Spielklassen ab. Oder von möglichen Rückzügen, die es leider immer wieder gibt. So haben nach der vergangenen Saison gleich zwei Mannschaften auf einen Platz in der 3. Liga verzichtet – der TSV Hausen und sogar der Tabellendritte TV Bühl II. Deshalb wurde die Regionalliga zunächst auf zwölf Mannschaften aufgestockt, die Runde beginnt auch zwei Wochen früher als 2013.

Für Kunz eine unverständliche Vorgehensweise, er hätte lieber ein Team mehr aufsteigen lassen. „Das bedeutet einen Aufwand, den man in der Regionalliga eigentlich nicht betreiben kann“, ärgert sich der TSV-Trainer mit Blick auf vier zusätzliche Spieltage und weitere weite Fahrten.

Mittlerweile hat Hausen ganz zurückgezogen, damit hat sich die Lage wieder etwas entspannt. Trotzdem bleibt's beim Rahmenterminplan, sodass die Dettinger bereits am Sonntag starten und keine Chance hatten, bei Turnieren ihren Rhythmus zu finden.

Fokus auf Athletik in der Vorbereitung

„Angesichts der langen Saison habe ich in der Vorbereitung mehr Wert auf die Athletik gelegt. Schön war das für die Jungs natürlich nicht, aber sie haben voll mitgezogen“, so Kunz. In der zurückliegenden Spielzeit retteten sich die Dettinger ziemlich spektakulär am letzten Spieltag mit einem Sieg beim Tabellenzweiten Mimmenhausen, das später in der Aufstiegsspielen scheiterte.

An gleicher Stelle beginnt am Sonntag (16.30 Uhr, Bildungszentrum Salem) die neue Runde für die TSVler. Kunz zählt die Mimmenhausener wieder zu den Spitzenteams ebenso wie die Bühler Bundesligareserve und Fellbach II, zu beachten ist auch Aufsteiger Ludwigsburg, das auf der Suche nach neuen Spielern derzeit die ganze Region Stuttgart abgrase. Direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt werden Eningen, Aufsteiger Heidelberg-Rohrbach und der FT Freiburg sein. Zwei Spiele werden die Dettinger auch wieder in der Heidenheimer Landkreishalle austragen.

Der Kader für die neue Saison:
Zuspiel: Florian Hornung (Dennis Kunz)
Mittelblock: Daniel Schwarz, Jens Schleicher, Andi Schneider, Adam Peller
Außenangriff: Felix Fröscher, Marcus Kaiser, David Wörner, Alexander Kreis, Konstantin Vogel
Diagonalangriff: Stephan Kaiser; Libero Sascha Fennell, Peter Fröscher

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