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Der größte Mensch im Landkreis: Mike Nahar mit 2,10 Meter

Mike Nahar dürfte mit 2,10 Meter der wohl größte Mensch im Landkreis Heidenheim sein. Er ist Basketballtrainer beim HSB und erklärt, wie er mit dem Riesig-Sein zurecht kommt.

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  • Im Basketball ist Mike Nahar eindeutig der Größte. 1/2
    Im Basketball ist Mike Nahar eindeutig der Größte. Foto: 
  • Der 46-Jährige ist Trainer beim HSB und mit seinen 2,10 Metern fehlen von seinem Kopf bis zum Korb gerade einmal 95 Zentimeter. Da hat eine 1,78 Meter große Volontärin selbst mit hohen Schuhen keine Chance. 2/2
    Der 46-Jährige ist Trainer beim HSB und mit seinen 2,10 Metern fehlen von seinem Kopf bis zum Korb gerade einmal 95 Zentimeter. Da hat eine 1,78 Meter große Volontärin selbst mit hohen Schuhen keine Chance. Foto: 
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Schuhgröße 50 ist doch eine andere Hausnummer als die durchschnittliche 43, die deutsche Männer sonst haben. Dabei ist der vermutlich größte Wahl-Heidenheimer gar kein Deutscher, sondern Holländer. Und die wiederum gelten bekanntlich als das größte Volk der Welt.

Doch auch hier gibt es einen Haken, denn Mike Nahar ist nur halber Holländer. Sein Vater stammt nämlich aus Surinam, einem Land in Südamerika, das laut Aussage des Sohnes nicht wirklich viele Menschen kennen. „Für sein Herkunftsland ist mein Papa mit 1,89m schon groß. Und auch meine Mama – die ist 1,83m – ist sehr groß für ihre Generation“, erklärt der 46-Jährige. Doch Mike bleibt mit Abstand der Größte in der Familie: Die Schwester ist „nur“ 1,78m, der Bruder 1,97m.

Nahar war schon immer etwas größer als andere in seinem Alter, „aber nicht viel“, lenkt er ein. Zum Glück, wie er sagt: „So wurde ich nicht einfach nur als Verteidiger unter den Korb gestellt, sondern konnte als Aufbauspieler alles mitnehmen.“

Die Rede ist vom Basketball-Spielen, seiner großen Leidenschaft. Damit hat er bereist im Alter von acht Jahren angefangen und in der Pubertät war es schließlich so weit: „Mit 15 bin ich innerhalb von einem Jahr plötzlich zwölf Zentimeter gewachsen. Mit 16 habe ich nochmal einen Schub gemacht und seit ich 17 bin, bin ich so groß, wie ich jetzt bin: 2,10 m.“ Sport-Seiten im Internet sagen sogar 2,12m.

Basketball – Was auch sonst?

Seine Größe, vor allem aber sein Talent, haben dem Hünen in der Basketball-Welt einige Türen geöffnet. „Ich wollte immer Profi werden“, sagt Nahar inbrünstig. Und dieses Ziel rückte mit jedem Jahr ein Stückchen näher: Regionalauswahl U18, holländischer Nationalspieler, Stipendium als Profi-Basketballer in den USA an der Wright State University in Dayton (Ohio), Euro-League-Player für Portugal, Griechenland, Italien und Belgien. Auch in der deutschen Bundesliga war Nahar bereits vertreten: „Mit GHP Bamberg bin ich 2005 deutscher Meister geworden.“

2006 kehrte er nach Holland zurück und hängte mit 38 Jahren auch seine Profi-Karriere an den Nagel. Die Familie hatte Priorität. „Aber ich habe weiter in Sport und Bewegung gearbeitet.“ Nahar machte seine A-Lizenz als Basketball-Trainer, trainierte die holländische Jugend-Nationalmannschaft und war Co-Trainer der Erwachsenen-Nationalmannschaft, arbeitete als Personal-Trainer, als Fitness-Coach in einer Drogenentzugsklinik, als Ernährungsberater, gab und gibt Basketball-Camps für Jugendliche und so weiter.

„Ich habe mir in Holland viel aufgebaut, aber irgendetwas hat immer gefehlt“, so Nahar. Das habe nicht zuletzt daher gerührt, dass er als Profi viel unterwegs war und immer neue Kulturen kennengelernt hatte. Übers Internet lernte er schließlich durch Zufall seinen HSB-Vorgänger Faizal Pasaribu kennen, tauschte sich mit ihm aus und wurde sein Nachfolger.

Das heißt, er ist im gesamten Jugendbereich tätig – von der jüngsten Mädchen- und Jungenmannschaft bis hin zu den Damen, die er als Cheftrainer betreut. Tagsüber ist er außerdem bei „Kinder in Bewegung“ im Einsatz.

„Ich mag Heidenheim. Ich brauche keine große Stadt. Von hier aus ist man schnell in Stuttgart oder München und von Zuhause aus ist alles mit dem Rad oder dem Auto machbar.“ Außerdem sei ihm Süddeutschland lieber als der Norden. „Da sieht alles genau so aus wie in Holland“, witzelt er.

Immer ein bisschen anders

Doch egal, ob Heimatland oder Wahlheimat, mit seiner Größe fällt Nahar überall auf: „Ich werde bestimmt fünf bis zehn Mal am Tag gefragt, wie groß ich eigentlich bin und die Leute wollen Fotos mit mir machen.“

Dann kommt er sich immer ein bisschen wie eine Attraktion vor. „Aber für mich ist meine Größe ganz normal. Ich bin es ja nicht anders gewöhnt.“ Es sei eben alles ein bisschen größer: zwei Zentimeter mehr am Unterschenkel, am Oberschenkel, an der Taille etc. „Im Supermarkt kann man sich schneller finden. Auf Festivals oder Konzerten hat man immer den besten Überblick.“

Wenn er durch Türen geht, muss er allerdings den Kopf einziehen. Schuhe oder Jeans in seiner Größe zu finden, ist auch kein Vergnügen: „Ich kann nicht einfach in den Laden gehen und einkaufen. In Deutschland ist alles für Menschen zwischen 1,70 und 1,90Meter gemacht. Da falle ich eben raus.“ Doch mit seinem Bett, das mit 2,40Metern eine Sonderanfertigung ist, und mit seinem Auto, einem Seat Alhambra, ist der Riese sehr zufrieden. Und er sagt: „Ich fühle mich wohl in meiner Haut und würde nicht tauschen wollen.“

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Sie sind gefragt

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