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Alex Ziegler fährt nicht zur Leichtathletik-EM

Mit 93 Athleten fährt der Deutsche Leichtathletik-Verband zu den Europameisterschaften in Zürich. Nicht dabei ist der Dischinger Hammerwerfer Alexander Ziegler. Nach Silber bei der Deutschen Meisterschaft in Ulm wurde er nicht nominiert.

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Alexander Ziegler  Foto: 
Alexander Ziegler, der frischgebackene deutsche Vizemeister von der LG Staufen und sein Trainer Fred Eberle haben es wohl schon geahnt. Dennoch sind beide enttäuscht. Denn offensichtlich wurde nicht in jedem Fall mit denselben Maßstäben gemessen. „Sicher, ich habe die A-Norm des DLV von 77,50 m nicht erfüllt, sondern nur die B-Norm mit meinen 76,29 m. Aber  Bundestrainer Helge Zöllkau und der Teamleiter Wurf, Jürgen Schult, haben meine EM-Teilnahme befürwortet. Mit dieser Entscheidung ist sicher der Entwicklung unserer Disziplin kein guter Dienst erwiesen worden“, zeigte sich Alexander Ziegler enttäuscht.

Der Dischinger Hammerwerfer zeigte Unverständnis für die Entscheidung des Verbands: „Die Vorgehensweise des DLV erscheint wenig durchsichtig. Mir sind die Kriterien nicht klar, die da zugrunde gelegt worden sind. Schade, dass man das nicht nachvollziehen kann.“ So sei etwa eine Kugelstoßerin für die EM nominiert worden, obwohl sie mit 17,84 m die A-Norm des DLV (18,00 m) ebenfalls nicht erfüllt hatte.

Enttäuschter Athlet

In der aktuellen europäischen Bestenliste steht sie mit ihrer Leistung an 13. Stelle. Hammerwerfer Markus Esser, knapper Sieger bei der DM in Ulm, nimmt mit 76,64 m Platz 14 ein, Alexander Ziegler mit 76,29 m Rang 19.

Für den Staufen-Athleten ist die Saison damit auf jeden Fall beendet. Mitte nächster Woche fliegt er zurück an seinen Studienort in die Vereinigten Staaten: „Jetzt muss ich mich zuerst einmal um den Umzug nach Lexington kümmern, wo ich an der Universität von Kentucky einen halben Lehrauftrag angenommen habe, auf den ein Forschungsauftrag folgen wird“, sagt Ziegler, der nicht nur auf dem Rasenplatz sein Talent unter Beweis stellt.

Trotz der verpassten EM-Teilnahme zeigt sich der Dischinger zufrieden: „Ich habe ein starkes Jahr gehabt mit verbesserten Werten. Ulm war ein toller Wettkampf. Danke an dieser Stelle meinen Fans aus Dischingen, Heidenheim und Gmünd, die mich so großartig unterstützt haben.“
 
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