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Ringen: Nattheims Trainer kritisiert Schiedsrichter

Nattheims Trainer Antonio Iannaccone fühlt sich vom Kampfrichter benachteiligt. Diskussion nach Kampfende.

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Gesprächsbedarf: Antonio Iannaccone (rechts) mit Kampfrichter Andrey Nagorniy.

Dieses Thema zieht sich durch alle Sportarten und durch alle Klassen. Entscheidungen von Kampf-, Schiedsrichtern oder Obmännern sorgen immer wieder für Diskussionen. Nattheims Trainer Antonio Iannaccone etwa fühlte sich vom Kampfrichter Andrey Nagorniy (KV 95 Stuttgart) benachteiligt, was er diesem nach Kampfende auch unmissverständlich sagte.

So musste Nattheims Muhammed Tasdelen im ersten Kampf gegen Alexandru Petcu bei einer eigenen 9:8-Führung kurz vor Schluss doch noch eine Schulterniederlage hinnehmen. „Muhammed war zwar in der Brückenlage, er war aber nicht auf den Schultern“, sagte Iannaccone über die Szene, die sich in der Nähe der Nattheimer Coachingzone abgespielt hat. Petcu habe seinen Arm unter Tasdelens Schultern gehabt. „Somit konnte er ihn nicht schultern“, so der Nattheimer Trainer, der deutlich Kritik äußerte: „Der erste Kampf wurde vom Kampfrichter verpfiffen.“

Herbrechtingens Coach Bernd Biller konnte die betreffende Situation dagegen nicht beurteilen („Von unserer Position aus konnte man das nicht sehen“). Hätte der Kampfrichter einfach weiterlaufen lassen, hätte Tasdelen einen Mannschaftspunkt gewonnen, ist sich Iannaccone sicher. So aber bekamen die Herbrechtinger vier Mannschaftspunkte zugesprochen.

Auch im Kampf von Federico Manea gegen Eduard Kruse vermisste der Nattheimer Coach ein energisches Eingreifen des Kampfrichters. Immer wieder traf Kruse Manea mit dem Kopf. „Der Kampfrichter hat Kruse wegen Unsportlichkeit fünfmal ermahnt, aber nie eine Verwarnung ausgesprochen“, bemängelt Iannaccone. Letztlich gewann Manea 7:0 und bekam zwei Mannschaftspunkte zugesprochen. Bei einem 8:0 wären es aber deren drei gewesen. „Es waren insgesamt zwei, drei grobe Fehlentscheidungen dabei“, so Iannaccone.

Andrey Nagorniy erklärte dagegen, dass er zwar durchaus Fehler mache, am Samstag seien aber keine groben dabei gewesen. Zudem fügte er an, dass Kampfrichter es nicht allen Seiten recht machen könnten. Dies ist allerdings auch Nattheims Coach Iannaccone bewusst, der anmerkte: „Natürlich wird das Kriegsbeil auch wieder begraben. Das sind eben die Emotionen.“

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