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Chance auf Punktgewinn vertan

Bei der Reserve der Volleyball-Hochburg Durmersheim kann man verlieren, besitzt die zweite Mannschaft der Hausherren doch viel Zweitliga-Erfahrung. Trotzdem ärgerte sich Dettingens Trainer Dennis Kunz über die 1:3-Niederlage.

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Bis Mitte des dritten Satzes sah es für die Dettinger Volleyballer – hier kommt Stephan Kaiser (ganz links) mit einen Schmetterschlag durch – beim Auftritt in Durmersheim gut aus, aber dann machten sich wieder dieselben Probleme wie im alten Jahr breit.  Foto: 

Nach dem langfristigen Ausfall des starken Mittelblockers Andi Schneiders und der Abwesenheit von Kristian Grimm auf der Zuspielposition musste Kunz wieder einmal umstellen, immerhin kehrte Daniel Schwarz nach seiner Handverletzung zurück. Der Trainer selbst übernahm das Zuspiel.

In Erwartung der gefährlichen Aufschläge der Hausherren wollte der TSV in der Oberligapartie gegen die TuS Durmersheim zu Beginn mit Felix Fröscher und David Wörner die Annahme stark machen, dies funktionierte aber nicht. Die Einheimischen setzten die Dettinger wie erwartet unter Druck, die Annahme fand überhaupt keine Abstimmung. Daraus resultierten etliche direkte Fehler, ansonsten konnten keine wirkungsvollen Angriffe aufgebaut werden, häufig blieb man am Block hängen. Kunz nahm beim Stand von 2:9 eine Auszeit, die einen Zwischenspurt einläutete, der aber vom überragenden Durmersheimer Angreifer jäh beendet wurde. Erst beim Stand von 7:15 gelang den Gästen ein Blockpunkt. Die eigenen Angriffe wurden nicht konsequent zu Ende gebracht, letztlich wurde der TSV beim 12:25 regelrecht überrollt.

Kampf um jeden Punkt

Kunz musste handeln und er brachte Marcus Kaiser für Wörner, um auf der Außenposition mehr Durchschlagskraft zu erhalten. Und tatsächlich kam der TSV besser ins Spiel. Von Beginn an wurde um jeden Punkt gekämpft, die Kaiser-Brüder und vor allem Schwarz setzten sich immer wieder durch. Schwarz brachte sein Team mit drei gelungenen Aufschlägen 19:16 in Front, in der Abwehr um den starken Libero Fennell wurde um jeden Ball gekämpft. Zwar kam Durmersheim am Ende nochmals heran, aber mit 25:23 schaffte Dettingen den verdienten Satz-Ausgleich.

Mit der gleichen Aufstellung ging es in den dritten Durchgang, der erfolgversprechend begann. Stephan Kaiser, Adam Peller und gleich darauf Schwarz blockten den starken Durmersheimer Außenangreifer, der TSV ließ sich auch durch zwei unglückliche Aktionen nicht aus dem Konzept bringen und zog über 10:8 auf 15:12 davon. Dabei konnte sich der junge Peller mehrfach mit Aktionen über die Mitte auszeichnen. Ein höherer Vorsprung wurde durch einfache Fehler verpasst, dennoch sah es bis zum 18:15 gut aus.

Gala der Durmersheimer

Dann folgte erneut eine Gala des stärksten Durmersheimers, der in dieser wichtigen Phase seine ganze Routine ausspielte und die Hausherren zum 21:21-Ausgleich führte. Zudem musste bei Dettingen Felix Fröscher verletzungsbedingt vom Feld. Der TSV ließ dennoch nicht locker, ging durch den eingewechselten Wörner am Aufschlag nochmals 23:21 in Führung. Aber in der hektischen Schlussphase verschenkten die Dettinger ihre Chancen auf den Satz- und damit auch auf einen Punktgewinn doch noch – das 23:25 war ein ganz bitteres Satzergebnis.

Im vierten Spielabschnitt konnten die TSVler die Enttäuschung darüber nicht ablegen, wirkten unsicher und leisteten sich schon zu Beginn viele leichte Fehler. Kurz sah es so nach einem Durchmarsch der Hausherren aus, dann besannen sich die Gäste, holten durch Wörner und Stephan Kaiser zum 6:9 auf. Anschließend zeigten sich aber wieder Schwächen in der Annahme und nach dem 14:18 lief beim TSV überhaupt nichts mehr zusammen. Mit 16:25 gingen schließlich Satz und Match verloren, Dettingen kehrte ohne den erhofften Punkt aus Durmersheim zurück.

Spielertrainer Kunz hadert

Spielertrainer Kunz haderte sehr mit dem Ende des dritten Satzes: „Wir haben nach einem miserablen Start wieder gut ins Spiel gefunden und mit Durmersheim auf Augenhöhe gespielt. Leider haben wir im dritten Satz am Ende wieder Angst vor der eigenen Courage bekommen. Ich dachte nach dem gewonnen zweiten, dass wir dieses Problem der Hinserie im Griff hätten, aber da lag ich wohl falsch. Wenn wir diesen Satz gewinnen, haben wir einen Punkt sicher und hätten uns viel Selbstvertrauen für die kommenden Wochen mitnehmen können. So stehen wir wieder mit leeren Händen da und haben erneut einen Verletzten.“

TSV Dettingen: Fennell, Felix und Peter Fröscher, Hornung, Stephan und Markus Kaiser, Kreis, Kunz, Peller, Schleicher, Schwarz, Wörner

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