Partner der

Motocross: Routinier Christian Brockel holt den Sieg

Gute Bedingungen fanden die Aktiven auf der Gerstetter Strecke vor, wo die vorletzten Läufe zur deutschen Meisterschaft ausgetragen wurden.

|
Vorherige Inhalte
  • Vollgas – und los: Beim Motocross in Gerstetten ging's am Wochenende rund. Weitere Fotos unter www.hz-online.de/bilder 1/5
    Vollgas – und los: Beim Motocross in Gerstetten ging's am Wochenende rund. Weitere Fotos unter www.hz-online.de/bilder Foto: 
  • So sehen Sieger aus: Das DM-Open-Podium mit Gewinner Christian Brockel, Filip Neugebauer (2.) und Tim Koch, der Dritter wurde. 2/5
    So sehen Sieger aus: Das DM-Open-Podium mit Gewinner Christian Brockel, Filip Neugebauer (2.) und Tim Koch, der Dritter wurde. Foto: 
  • Sportliche Höhenflüge gab es zu sehen – im Wortsinn wie auch sprichwörtlich . . . 3/5
    Sportliche Höhenflüge gab es zu sehen – im Wortsinn wie auch sprichwörtlich . . . Foto: 
  • Erst hoch den Lenker – dann hoch die Tassen: DM-Open-Sieger Christian Brockel beim Überqueren der Ziellinie. 4/5
    Erst hoch den Lenker – dann hoch die Tassen: DM-Open-Sieger Christian Brockel beim Überqueren der Ziellinie. Foto: 
  • Hat gut lachen: BW-Pokal-Sieger Elias Stapel. 5/5
    Hat gut lachen: BW-Pokal-Sieger Elias Stapel. Foto: 
Nächste Inhalte

Die meisten der Motocross-Begeisterten, die sich am Sonntag zur 44. Ausgabe des Motorsport-Spektakels am Sontberger Weg eingefunden hatten, rechneten für die beiden Läufe in der Königsklasse DM Open mit einem Zweikampf zwischen dem jungen, aufstrebenden Dominique Thury aus dem Erzgebirge und dem erfahrenen Tschechen Filip Neugebauer, Führender in der Gesamtwertung der Rennserie.

Doch ein echter Routinier zeigte auch in Gerstetten nochmals auf, dass er und seine KTM noch lange nicht eingerostet sind: Bereits in den Trainingsläufen hatte der  32-jährige Christian Brockel  mit Bestzeiten aufgezeigt und verdeutlicht, dass auch in den beiden Finalläufen mit ihm zu rechen sein würde.

Und so kam es denn auch. Nach dem Start und eifrigen Positionskämpfen in der ersten Kurve setzten sich zunächst KTM-Pilot Dominique Thury an die Spitze – und Neugebauer hängte sich dicht an dessen Hinterrad. Der zweimalige deutsche Meister Brockel lag zunächst auf Rang vier, arbeitete sich aber rasch auf den dritten Platz vor.

Der für seinen technisch versierten Fahrstil bekannte Brockel verkürzte in der Folge Runde um Runde seinen Rückstand auf das Führungsduo und legte mehrmals Bestzeiten in die Gerstetter Erde. Neugebauer attackierte indes mehrmals den führenden Thury, ehe es dem Kawasaki-Piloten schließlich gelang, sich am Berg an die Spitze zu setzen.

Ein echtes Herzschlagfinale

Dominique Thury, Verfolger des Tschechen in der Gesamtwertung, sah sich nun zum Angriff gezwungen, konnte aber nicht mehr aufschließen, sondern verlor pro Runde etwa eine Sekunde auf Brockel, der – wie der Stadionsprecher euphorisch über den Sontberger Weg bellte – ein „Wahnsinns-Rennen“ ablieferte und in der vorletzten Runde Thury überholte. In der letzten gab es denn ein packendes, hauchdünnes Finish: Nur knapp ein halber Meter trennte Brockel letztlich vom Sieg.

Im zweiten Lauf trumpfte der Routinier dann richtig auf. Bereits nach einer Runde hatte er seine Verfolger rund drei Sekunden abgenommen, fuhr Bestzeit um Bestzeit, vergrößerte die Abstände zu Neugebauer und Thury immer weiter. Der Sachse konnte nun unbedrängt an der Spitze sein Rennen fahren, dahinter zog Neugebauer nun etwas zurück – reichte es dem Gesamtwertungs-Spitzenreiter doch aus, vor seinem Rivalen Thury die schwarz-weiße Flagge zu sehen.

„Nique“ Thury aber hatte kurz vor dem Ziel dann nochmal richtig Pech: Ihm rutschte an einer Bergpassage das Vorderrad weg – und er dann noch auf den fünften Rang zurück.

In der Tageswertung belegte Christian Brockel schließlich den ersten, Neugebauer den zweiten und der ebenfalls stark gefahrene Thüringer Tim Koch den dritten Rang. Für die Gesamtwertung zur deutschen Meisterschaft ist somit in Gerstetten noch keine Entscheidung gefallen – die wird es erst am kommenden Wochenende bei den letzten Läufen im sächsischen Thurm geben.

Ebenfalls am Sonntag waren in Gerstetten auch 37 Piloten im Zweitakt-Cup ans Startgatter gerollt. Hier steuerte der erst 17-jährige Nachwuchsfahrer aus Oberfranken Martin Winter seine KTM im ersten Lauf mit Abstand am besten durch Hügel und Täler. Er nahm seinen Verfolgern Sebastian Thum (Oettingen) und Patrick Zipf (Buseck) nach kurzem Gefecht zu Beginn im ersten Lauf einige Sekunden ab.

Im Finale konnte sich zunächst Konkurrent Zipf an die Spitze des Feldes setzten, aber Winter konterte alsbald und brachte auch hier seinen Sieg souverän ins Ziel. Folglich gehörte ihm denn auch der Pokal der Tageswertung.

Nick Aiple, am Sonntag einziger Starter des MSC Gerstetten, konnte sich an seinem 16. Geburtstag kein Geschenk machen: Im zweiten Lauf brach ihm der Lenker, er musste aufgeben.

Die dritte Veranstaltung am Sonntag, die Läufe in der Kinder-Klasse DM 65, gewann haushoch der zwölfjährige Sebastian Meckl aus Oberbayern. Die Motocross-Szene kann sich darauf freuen, in den kommenden Jahren Zeugen des weiteren Werdegangs eines jungen Ausnahmetalents werden zu dürfen.

Motocross am Samstag

Bereits am Samstag standen die Läufe zur baden-württembergischen Meisterschaft auf dem Programm. Neben den Rennen der Schüler, Jugendlichen und Junioren war hier der Fokus des Publikums hauptsächlich auf den BW-Pokal gerichtet.

Hier duellierten sich der Sigmaringer Elias Stapel mit Christof Erne (Allensbach) seinem Kontrahenten im Kampf um die Spitze: Erne gelang es, den ersten Lauf knapp für sich zu entscheiden.

Im Finaldurchgang erwischte der 18 Jahre alte Stapel einen guten Start und konnte seinen Verfolger zunächst weit hinter sich lassen. Erne jedoch steckte nicht auf, kämpfte sich ehrgeizig sukzessive wieder heran – konnte aber letztlich Stapel und auch den zweitplatzierten Maximilian von Heuß-Blößt nicht mehr erreichen.

Für den MSC-Gerstetten waren bei der baden-württembergischen Meisterschaft die Brüder Fabian und Max Strobel sowie Tony Bauer angetreten. Mit Rang zehn zauberte Fabian Strobel eine hervorragende Leistung auf die bestens hergerichtete Rennstrecke. Sein Bruder wurde 26, Tony Bauer schloss als 38. ab.

Auch einige Stürze waren während der Trainingsläufe und der Rennen zu verzeichnen, denn – wie es der Stadionsprecher lakonisch feststellte – „Motocross ist eben kein Hallenhalma“. Glücklicherweise gingen diese jedoch offensichtlich ohne schwerere Verletzungen aus.

Lesen Sie jetzt die eZeitung schon ab 0,99 € / Monat
Die digitale 1:1-Ausgabe der Heidenheimer Zeitung steht Ihnen ab 4 Uhr morgens mit allen Nachrichten der Region zur Verfügung. » zum Angebot

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Feuerwehr rettet schwer verletzten Mann von Hausdach

Am Samstagnachmittag geriet ein Mann auf einem Dach seines Hauses an der Fuchssteige in Schwierigkeiten. weiter lesen