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Motocross in Gerstetten: Die "Bauern" von der Rennstrecke

Ohne sie wäre ein sicheres Rennen unmöglich: Die Streckenpfleger sorgen für einen optimalen Zustand des Motocross-Ackers.

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  • Dieser Trecker beackert ein ganz eigenes Territorium . . . 1/2
    Dieser Trecker beackert ein ganz eigenes Territorium . . .
  • . . . denn seine Fahrer sorgen für die Sicherheit der Motorsportler: Achim Weber (links) und Bernd Junginger tun es gerne. 2/2
    . . . denn seine Fahrer sorgen für die Sicherheit der Motorsportler: Achim Weber (links) und Bernd Junginger tun es gerne. Foto: 
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1850 Meter erdiges Bergauf-Bergab: Zahlreiche rührige Helferlein des MSC hatten dafür gesorgt, dass der Natur-Parcours am Sontberger Weg zum Rennwochenende gut beieinander war.

Zwei davon leisten seit Jahren während der Veranstaltung eine besonders wichtige Arbeit, ohne die ein sicherer Sport unmöglich wäre: Bernd Junginger schwingt sich auf den Sitz eines 12,5-Tonnen-Raupenbaggers und sein Kollege Achim Weber auf jenen des 200-PS-Treckers.

Bulldog und Baumaschine beim Motocross? Was zunächst – zumindest für Szene-Fremde – etwas skurril anmutet, erklärt sich wie folgt: „Unser Tun ist echt sicherheitsrelevant, denn es ist eine entscheidende Frage, wie die Modellierung von Kanten, Kurven und Sprüngen gestaltet ist“, berichtet Baggerfahrer Bernd Junginger, der auch im „echten Leben“ als Baumaschinenführer arbeitet. Schon wenige Zentimeter mehr oder weniger können dabei entscheidend sein. Da sich durch die Beanspruchung die Oberfläche und Konturen permanent verändern, bessert er auch während der Renntage gegebenenfalls nochmals nach. Hauptsächlich aber ist er vorher im Einsatz. Seit zehn Jahren schwingt Junginger bereits die Baggerschaufel im Auftrag des MSC. Die genauen Anweisungen hierfür erhält er vom Rennleiter, „nach einigen Läufen bekommt man aber selbst den Blick dafür“.

Wichtig sind auch die Jungs von der Freiwilligen Feuerwehr, die für einen optimalen Feuchtigkeitsgehalt des Untergrundes sorgen. Ist dieser zu nass, findet eine Schlammschlacht statt; ist er zu trocken, legt sich der aufgewirbelte Staub auf die Schutzbrillen. Das Resultat? Blindflug. 50 000 Liter Wasser werden während des Wochenendes vergossen. Die Strecke wird also mit mächtig Aufwand und Ressourcen in Schuss gehalten.

Dafür sorgt denn auch Traktorfahrer Achim Weber, dessen Vehikel – Leihgabe eines örtlichen Landmaschinenhandels – mit einem Gerät ausgestattet ist, das der Laie eine Walze, der Landwirt indes eine Kreiselegge nennt. Tatsächlich dient diese normalerweise zur Vorbereitung des Saatbeets – auf einem „richtigen“ Acker. Webers Aufgabe ist es, das aufgelockerte, quasi umgepflügte, Erdreich im Startbereich wieder zu verfestigen – und so zu gewährleisten, dass die Reifen wieder ausreichend Traktion finden. Vorher wurde das lange händisch per Schaufel erledigt. Den Vorteil erklärt er dann auch gleich: „Die neue Methode bringt uns Vorteile beim Wässern – denn so kann der aufgelockerte Boden die Feuchtigkeit dann deutlich besser aufnehmen.“

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