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Heideköpfe treffen im Play-Off-Viertelfinale auf Bonn

Wer setzt sich durch, die starken Schlagleute der Heideköpfe oder die herausragender Werfer der Capitals? Im Stadion in der Rheinaue beginnt am Samstag um 13 Uhr das Viertelfinale zwischen den Baseballern aus Bonn und Heidenheim, das zweite Spiel der Best-of-five-Serie folgt gegen 16 Uhr.

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Andrew Smith soll als bester Schlagmann die Heideköpfe heute in Bonn anführen.  Foto: 

Natürlich könnte es am Ende auch ganz anders kommen, aber wenn man allein die Statistiken betrachtet, wird sich zwischen den Bonn Capitals und dem HSB ein Duell zwischen Pitching und Batting abspielen. Die Heidenheimer kamen als Mannschaft in der Punkterunde auf eine Trefferquote von 29,8 Prozent, sammelten in 24 Spielen grandiose 27 Homeruns.

Bonn kam am Schlag auf einen Schnitt von 27,5 Prozent und erzielte zwölf Homeruns in 28 Spielen. Bei den Werfern sieht's andersherum aus. Die Pitcher der Capitals ließen durchschnittlich (ohne Fehler der Feldverteidigung) 3,90 gegnerische Punkte zu, bei den Heideköpfe waren es 4,81 Zähler.

Nun sind Statistiken immer nur ein Anhaltspunkt, außerdem sind die Werte in der Nord-Gruppe der Bundesliga nur bedingt mit denen im Süden zu vergleichen. Trotzdem lässt sich wohl sagen, dass sich die Heidenheimer Werfer steigern müssen, um in Bonn bestehen zu können, die Schlagreihe muss beweisen, dass sie sich auch gegen dieses exzellente Pitching durchsetzen kann.

Natürlich spielt auch die Abwehr eine große, am Ende vielleicht sogar die entscheidende Rolle. Nominell sind hier beide Teams etwa gleich stark, die Frage ist, wer in den Play-off-Spielen die besseren Nerven hat.

Im vergangenen Jahr waren dies die Bonner, die sich trotz der tollen Heidenheimer Aufholjagd am Ende in fünf Spielen durchsetzten, nachdem 2010 noch die Heideköpfe in drei Spielen gewonnen hatten. Nun kommt's zum dritten Aufeinandertreffen in Folge, und beide Mannschaften gehen etwas ersatzgeschwächt ins erste Spiel der Play-offs.

Bei Heidenheim ist Top-Werfer Martin Dewald wohl wieder einsatzfähig, allerdings wird er kaum über ein ganzes Spiel gehen können. Auch Johannes Krumm ist noch leicht angeschlagen. Bei Bonn fällt im Pitching-Bereich USA-Rückkehrer Max Schmitz mit einer Schulterverletzung aus und ein großes Fragezeichen steht hinter Tim Henkenjohann. Der einstige deutsche Top-Werfer kam in dieser Saison bisher nur sehr wenig zum Einsatz.

Im ersten Spiel wird Capitals-Coach Mirko Heid auf Moritz Sckaer bauen, der 2011 im entscheidenden fünften Spiel triumphierte. „Vergangenes Jahr hatten wir eine Chance und die wollen wir auch dieses Mal wieder nutzen. Und dass Heidenheim schlagbar ist zeigen die fünf Niederlagen aus den letzten acht Spielen“, so der recht optimistische Heid.

Für die Heidenheimer gilt es trotzdem, die erste Partie heute zu gewinnen, denn im Spiel mit US-Pitchern wartet ein ganz harter Brocken. Bonns Charley Olson wird mittlerweile „die Festung“ genannt. Bei 9:1 Siegen in der Punkterunde ließ er in 97 Innings nur 14 Earned Runs zu und verbuchte beeindruckende 108 Strike-outs.

Auf jeden Fall wollen die Heideköpfe nicht wie im vergangenen Jahr mit zwei Niederlagen aus der ehemaligen Bundeshauptstadt heim kehren. „Ich würde auch dann nicht in Panik geraten, aber der Druck wäre schon sehr groß“, erklärt Heidenheims Trainer Troy Williams, der bis zuletzt an der richtigen Aufstellung fürs erste Spiel bastelte.

Ob in der Bonner Rheinaue heute alles wie geplant über die Bühne gehen kann, ist angesichts der Wetterprognosen allerdings fraglich. Vielleicht müssen auch ein oder gar beide Spiele auf den morgigen Sonntag verschoben werden.

Weiter geht die Serie auf jeden Fall heute in einer Woche mit Spiel drei im Heideköpfe-Ballpark, sollten ein viertes oder gar fünftes Spiel notwendig werden, würden diese am Sonntag, 22. Juli, ebenfalls in Heidenheim stattfinden.

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