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Heideköpfe sind auf Finalkurs

Grand-Slam-Homerun nennen es die Baseballer, wenn ein Spieler bei voll besetzten Bases den Ball über den Zaun schlägt und somit vier Punkte auf einmal einfährt – dieses sehr seltene Kunststück gelang den Heidenheim Heideköpfe am Wochenende bei den 14:4 und 7:1-Erfolgen in Stuttgart gleich zweimal. Damit fehlt nun nur noch ein Sieg zum Einzug ins Finale.

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Das höchste Gefühl für den Schlagmann: Andrew Smith von den Heideköpfen umrundet nach seinen Grand-Slam-Homerun die Bases. In den ersten beiden Spielen der Halbfinalserie bei den Stuttgart Reds gelang den Heidenheimern zweimal so ein Kunststück, tags darauf jubelte Jamie McOwen.  Foto: 

Die HSB-Baseballer gingen leicht favorisiert in die Halbfinalserie gegen die Stuttgart Reds, dennoch wurde gegen den mit sieben ausländischen Ex-Profis aufgerüsteten Klub aus der Landeshauptstadt ein enges Rennen erwartet. Doch schon im ersten Spiel am Freitagabend auf dem Bad Cannstatter Schnarrenberg machten die Heideköpfe schnell klar, dass sie voll konzentriert bei der Sache sind. Gegen Stuttgarts Werfer Thomas de Wolf (belgischer Nationalspieler) kam Sascha Lutz per Hit auf Base und durch ein Double von Andrew Smith zum 1:0 nach Hause, Smith punktete dann noch nachdem dem Catcher der Ball durchrutschte.

Heidenheims Pitcher Luke Sommer und die aufmerksame Defense hatten die Stuttgarter in den ersten beiden Innings gut im Griff, im dritten Durchgang erhöhten die HSBler dann auf 4:0. Jamie McOwen per Hit und Charlie Calamia pber Bunt kamen auf Base, bei zwei Aus legte dann Philip Schulz überraschend einen Bunt hin, der ihn sicher auf die erste Base brachte und die Stuttgarter zu einem Fehler provozierte; Luke Sommer schickte noch einen Hit zum vierten Punkt hinterher. Zudem mussten in diesem Inning de Wolf verletzt aus dem Spiel, er fehlte den Platzherren auch als Schlagmann. Für ihn übernahm der Ex-Heidenheimer Marcel Hering den Pitcher's Mound.

Trotzdem war noch war nichts entschieden, im Rückschlag kam Sommer nach zwei Walks in Bedrängnis, die drei folgenden Hits sowie einige umstrittene Schiedsrichterentscheidungen bescherten den Gastgebern den 4:3-Anschluss. Wieder fanden die Heideköpfe die richtige Antwort, Doubles von Smith und Larry, die beide einen Sahnetag erwischt hatten, ein Bunt-Single von McOwen und ein Fehler der Stuttgarter sorgten wieder für eine beruhigendere 6:3-Führung.

Bis zum siebten Spielabschnitt gelang beiden Teams je ein Punkt, dann machten die Heideköpfe ernst: Hits von Calamia, Pecci, Schulz und Lutz, ein Error und ein Walk für Larry bedeuteten das 10:4 und geladene Bases. Dann Smith Maß und donnerte den zweiten Wurf von Hering weit über den Rightfieldzaun. Das war der Grand-Slam-Homerun zum 14:4 und – nachdem den Reds im Rückschlag gegen den eingewechselten Werfer Robert Gruber nichts mehr gelang – auch der vorzeitige Sieg.

Im zweiten Spiel am Samstag erwischten die Heideköpfe einen noch besseren Start. Bei einem Aus kamen Larry per Hit sowie Smith und Gühring per Walk auf Base. Centefielder McOwen ließ sich da nicht bitten, die kleine Lederkugel zischte ungefähr 20 Meter über die Leftfield-Begrenzung und es stand 4:0 für Heidenheim. Das war natürlich ein denkbar schlechter Start für Stuttgarts Werfer Nick Renault – vergangenes Jahr noch bester Pitcher der gesamten Liga – und ein weitere Knacks für die schon angeschlagene Moral der Reds.

So hatte man auch in der Folge nie das Gefühl, die HSBler würden das Spiel noch einmal aus der Hand geben. Werfer Tyler Lockwood spulte sein Programm ziemlich souverän runter, ließ in sieben Innings nur drei Hits und drei Walks zu. Nächstes Highlight war ein Homerun von Luke Sommer im fünften Inning, im Rückschlag gelang dann den Gastgebern der Ehrenpunkt.

Bei zwischenzeitlich starkem Regen plätscherte die Partie dann vor sich hin, Renault fing sich wieder und bestritt das komplette Spiel, bekam teilweise auch viele Strikes bei ganz tiefen Würfen. Im fünften Durchgang kamen der erneut starke Larry (3 Hits, 1 Walk) und Smith auf Base, Gühring und Sommer schlugen die Punkte zum 7:1 für die Heidenheimer nach Hause. Es folgten noch einige schöne Defensivaktionen – vor allem von McOwen im Centerfield und Shortstop Charlie Calamia, dessen spektakulärster Wurf zwar nicht zum Aus am ersten Base führte, aber dennoch für Begeisterung bei den Fans beider Lager sorgte. In den letzten beiden Spielabschnitten übernahm Johannes Krumm als Werfer und brachte den 7:1-Sieg sicher ins Ziel.

Weiter geht es nun am Freitag, 8. August (18 Uhr), im Heideköpfe-Ballpark. Mit einem Sieg wäre der Einzug ins Finale um die deutsche Meisterschaft perfekt, sonst wird die Serie am Samstag, 9. August (14 Uhr), fortgesetzt, ein mögliches fünftes Spiel würde am Sonntag (13 Uhr) in Heidenheim stattfinden. In der zweiten Halbfinalserie spricht alles für die Solingen Alligators, der Nord-Meister konnte beide Spiel bei Titelverteidiger Regensburg klar gewinnen (5:1 und 9:2).

Stuttgart – Heideköpfe 4:14 / 1:7
Hits: 11:26, Errors: 5:1, Zuschauer: 350 Heideköpfe: Lutz (LF; 2 Hits bei 5 Schlagversuchen, 1 RBI, 2 Runs), Larry (RF/LF; 5/7, 3 Walks, 2 Doubles, 1 RBI, 5 Runs), Smith (3 B; 3/8, 1 Walk, 2 Doubles, 1 Homerun, 5 RBI, 5 Runs), Gühring (C; 3/8, 1 Walk, 1 Double, 3 RBI, 1 Run), McOwen (CF; 5/9, 1 Homerun, 4 RBI, 2 Runs), Calamia (SS; 2/8, 2 Walks, 2 Runs), Pecci (1 B, 2/9, 1 Run), Schulz (2 B; 2/7, 1 Walk, 1 Run), Sommer (P/DH; 2/7, 1 Homerun, 4 RBI, 2 Runs), Gruber (P/RF; 0/4) – Pitcher: Sommer (6 Innings, 3 Walks, 4 Strike-outs, 3 Earned Runs), Gruber (1 Inning, 1 Strike-out), Lockwood (7 Innings, 3 Walks, 6 Strike-outs, 1 Earned Run), Krumm (2 Innings, 2 Strike-outs)

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