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Heideköpfe machen es spannend

Nach der Siegteilung (9:3 und 7:8) der Heidenheimer Baseballer in Bonn ist die Viertelfinalserie der Play-offs völlig offen.

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  • Werfer Aljosha Schattmann biss sich wieder einmal richtig in die Partie hinein und war im ersten Spiel einer der Garanten des Sieges. 1/2
    Werfer Aljosha Schattmann biss sich wieder einmal richtig in die Partie hinein und war im ersten Spiel einer der Garanten des Sieges.
  • Am Schlag lief es für die Heidenheimer Baseballer in beiden Spielen gut – hier gratulieren die Teamkollegen Catcher Simon Gühring, der einen Punkt nach Hause brachte. 2/2
    Am Schlag lief es für die Heidenheimer Baseballer in beiden Spielen gut – hier gratulieren die Teamkollegen Catcher Simon Gühring, der einen Punkt nach Hause brachte. Foto: 
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Bei extrem wechselhaftem Wetter, letztlich aber annehmbaren Spielbedingungen gingen die beiden Teams am Samstag im Bonner Rheinaue-Stadion mit einer halben Stunde Verspätung in Spiel eins. Und dieses weckte bei den Heidenheimern gleich unangenehme Erinnerungen an die letztjährige Serie gegen Bonn. Die Defense hatte ebenso wie Werfer Aljosha Schattmann etwas Anlaufprobleme und bei zwei Mann auf Base bedankte sich Bonns Daniel Lamb-Hunt mit einem Homerun zum 3:0.

Doch schon im zweiten Inning zeigten die Heideköpfe, dass sie dieses Jahr wohl über die beste Schlagreihe in der Vereinsgeschichte verfügen. Bei einem Aus eröffnete Robert Gruber gegen Capitals-Pitcher Moritz Sckaer eine beeindruckende Hit-Serie. Shawn Larry tat es ihm gleich und Johannes Schäffler folgte per Walk. Ein langes „at bat“ von Johannes Krumm endete ebenfalls mit einem Hit und brachte die ersten beiden Punkte. Es folgte ein Freilauf für Justin Wilson, dann schlugen Aaron Hornostaj, Andrew Smith, Mitch Frank, Simon Gühring und noch mal Gruber weitere fünf Hits in Folge zum 7:3 für Heidenheim.

Noch war lange zu spielen, aber Schattmann wurde in der Folge immer stärker, ließ nur noch vereinzelt Hits zu und gestattete den Platzherren gerade mal einen Walk. Dabei konnte er sich auf eine sehr starke Defense verlassen, vor allem Shortstop Smith, der neue 3rd-Baseman Hornostaj und Centerfielder Wilson agierten extrem sicher, am ersten Base kam diesmal Gruber zum Einsatz, der mit seiner Reichweite einige Bälle noch „herausfischte“.

Nur im Angriff agierten die Heidenheimer nun etwas nachlässig, ließen mehrere gute Chancen liegen. So sprangen bei insgesamt hervorragenden 18 Hits nur noch zwei weitere Zähler im fünften und achten Durchgang heraus, der Sieg, den im letzten Inning Peter Dankerl als Werfer sicherte, geriet aber nie mehr in Gefahr.

Spiel der verpassten Möglichkeiten

Mit Spannung blickte dann alles der zweiten Partie entgegen, in der es die Heideköpfe mit Bonns starkem Werfer Charley Olson zu tun bekamen. Gerade mal 0,7 Hits pro Inning hatte der US-Boy in der Punkterunde zugelassen. Doch die Heideköpfe ließen sich nicht beeindrucken, im zweiten Durchgang legte Gühring mit einem Double los, nach einem Aus und einem Freilauf für Larry war es dann der hintere Teil der Heidenheimer Line-up mit Schäffler und Krumm, der mit zwei Hits die ersten Punkte hereinbrachte.

Im dritten Inning legten die HSBler gleich nach. Smith landete einen Hit, Franke wurde abgeworfen und auf einen weiteren Basehit von Gühring erzielte Smith mit einem mutigem Slide das 3:0. Larry gelang dann etwas ganz Ungewöhnliches, ein Opfer-Flugaus, das gleich zwei Punkte brachte. Bonns Centerfielder Jonathan Schemmel fing zwar den Ball aus der Luft, knallte dann aber mit Leftfielder Lamb-Hunt zusammen, was zwei Heidenheimer ausnützten.

Auf der anderen Seite hinterließ Heideköpfe-Werfer Patrick Lawson in den ersten fünf Innings einen ganz souveränen Eindruck, sammelte fünf Strike-outs und ließ nur einen Hit zu. Die Gastgeber wirkten frustriert, verpassten durch einen haarsträubenden Fehler im Baserunning den ersten Punkt und ihr bester Schlagmann, Bradley Roper-Hubbert, ließ sich bei einem Aus an der Homeplate zu einem unfairen Bodycheck gegen den wieder starken HSB-Catcher Gühring hinreißen.

Doch anstatt dies auszunützen und noch ein paar Punkte drauf zu legen, wurden die Heideköpfe wieder nachlässig, vergaben unter anderem durch drei „caught stealing“ weitere Chancen. Ab dem sechsten Spielabschnitt ließen bei Lawson die Kräfte nach, er kassierte die ersten beiden Punkte und wurde schließlich im siebten Inning von Martin Dewald abgelöst. Doch dessen Verletzung scheint immer noch nicht ausgeheilt zu sein, er wirkte von Anfang an gehemmt.

Beim Stand von 6:3 für Heidenheim schlug erneut Lamb-Hunt einen Homerun zum Ausgleich. Dewald biss auf die Zähne und die Heidenheimer gingen im neunten Inning nach Hits von Wilson und Smith noch einmal 7:6 in Front. Drei Aus hätten nun den Sieg bedeutet, doch es begann schon mit einer sehr umstrittenen Entscheidung, bei der Roper-Hubbert am ersten Base „safe“ gegeben wurde. Zwei Aus schaffte Dewald noch, musste dann aber mit Schmerzen im Arm vom Feld. Allzweckwaffe Hornostaj übernahm für ihn, doch nach einem „wild pitch“ erzielte Roper-Hubbert den Ausgleich und es ging in die Verlängerung.

Auch hier hatten die Heidenheimer ihre Chancen, doch trotz zwei Hits in Folge gelang im zehnten Inning kein Punkt. Hornostaj hielt sich in der ungewohnten Position tapfer, im zwölften Inning konnte er aber den Siegpunkt der Bonner nicht mehr verhindern. Mit 13 Hits hatten die Heideköpfe auch im zweiten Spiel mehr gelungene Schläge als die Gastgeber, allerdings gaben die Werfer zu viele Freiläufe (7) ab. So kamen die Bonner, bei denen Olson die kompletten zwölf Innings als Werfer bestritt, wieder zurück ins Spiel. Weiter geht's am kommenden Samstag (13 Uhr) im Heideköpfe-Ballpark, Spiel vier folgt dann am Sonntag (13 Uhr) und falls eine fünfte Partie nötig wird, fände diese am Sonntag gleich im Anschluss statt.

Bonn Capitals – Heidenheim Heideköpfe 3:9/8:7; Hits: 10:18/10:13; Errors: 3:2/2:3; Schiedsrichter: Schliep. Lauffen, Meister; Zuschauer: 300 Heidenheim: Wilson (CF; 5 Hits bei 10 Schlagversuchen, 1 Walk), Hornostaj (3B; 3/11, 1 Walk, 2 RBI), Smith (SS; 5/8; 3 Walks, 4 RBI), Franke (DH; 1/8, 1 RBI), Gühring (C; 4/11, 1 Double, 1 Walk, 2 RBI), Gruber (1B; 3/11), Larry (RF; 4/8, 2 Doubles, 2 Walks, 2 RBI), Schäffler (LF; 2/10, 1 Walk, 1 RBI), Krumm (2B; 4/9, 3 RBI), Lauterbach (DH; 0/4), Dankerl (3B; 0/1), Schulz (PR) – Pitcher: Schattmann (8 Innings, 0 Earned Runs, 3 Strike-outs), Dankerl (1 I, 0 ER), Lawson (6 I, e ER, 6 SO), Dewald (2.2 I, 3 ER, 1 SO), Hornostaj (2.2 I, 1 ER, 1 SO)
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