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Baseball-Bundesliga: Heideköpfe verlieren in Mannheim

Viel schlimmer hätte es für die Heidenheim Heideköpfe bei ihrem zweiten Spieltag der neuen Baseballsaison nicht kommen können: Bei eisigen Temperaturen, Nieselregen und nach sehr umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen verlor der HSB in Mannheim nicht nur mit 4:9 und 3:5 beide Spiele, sondern auch zwei Leistungsträger.

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Bei so einer Aktion passiert es: Johannes Schäffler warf den Ball tief aus dem Outfield zur Homeplate und zog sich – sicherlich bedingt durch die Kälte am Sonntag – eine Verletzung am Arm zu.  Foto: 

So muss Neuzugang Mitch Franke voraussichtlich am Knie operiert werden, er zog sich vermutlich einen Knorpelschaden zu, die genaue Diagnose steht noch aus. Das gilt auch für Outfielder Johannes Schäffler, der sich aber auf jeden Fall schwerwiegend am Wurfarm, beziehungsweise in der Schulter verletzt hat.

Die durch den Spielplan völlig aus dem Rhythmus geratenen Heidenheimer Baseballer starteten erfolgversprechend in die mit Spannung erwartete Partie bei den Mannheim Tornados. Andrew Smith gelang ein Triple gegen Tornados-Starter Jan-Niclas Stöcklin und Simon Gühring brachte seinen Teamkollegen mit einem weiten Opfer-Flugball zur 1:0-Führung über die Homeplate.

Heideköpfe-Starter Sean Begley pitchte souverän durchs erste Angriffsrecht der Tornados, musste im zweiten Spielabschnitt aber drei Hits zulassen. Gepaart mit zwei Fehlern der eigenen Verteidigung führte dies zum 4:1 für Mannheim. Geschockt von diesem Rückstand kam die bis dato so vielversprechende Heideköpfe-Offensive bis ins siebte Inning komplett zum Stillstand. Stöcklin knüpfte an die bereits in 2011 gezeigte Leistung gegen Heidenheim an (als ihm im Trikot der Mainz Athletics ein 1:0-Sieg gelang) und Mannheim erhöhte im sechsten Spielabschnitt mit guten Schlägen auf 7:1. Trainer Troy Williams brachte Aljosha Schattmann, der die gut aufgelegte Mannheimer Offensive auch nur mit Mühe drosseln konnte.

Im achten Durchgang wurde es trotzdem noch einmal spannend: Shawn Larry und Johannes Schäffler gelangten gegen einen sichtlich müde werdenden Stöcklin mittels Freiläufen auf Base und drei aufeinander folgende Hits von Wilson, Smith und Gühring brachten zwei Punkte, ein Fehler des Mannheimer Shortstops auf Schlag von Johannes Krumm einen weiteren. Beim Stand von 4:7, Bases Loaded und einem Aus traf Robert Gruber den Ball voll, doch die Kugel flog – symptomatisch für den gesamten Spieltag – genau in den Handschuh von Tornados-Shortstop Jeff Beachum, der keine Mühe hat das Double-Play zu vollenden und den Angriff der HSBler zu beenden.

Die Mannheimer ließen sich jetzt nicht mehr die Butter vom Brot nehmen, punkteten noch zweimal durch Dyer und Lutz. Der eingewechselte Tornados-Werfer Christian Schuler gab lediglich noch ein Double gegen den an diesem Tag besten Heidenheimer Schlagmann Shawn Larry ab, brachte die Partie aber sicher zum 9:4 nach Hause.

Im zweiten Spiel gerieten die Heideköpfe ihrerseits im Auftaktinning mit 0:1 in Rückstand, als der über den gesamten Spieltag überragend schlagende Sascha Lutz seinen Teamkollegen Beachum nach Hause brachte. Die Antwort der Heideköpfe folgte prompt: Robert Gruber gelangte gegen Tornados-Starter Philipp Höhlein mittels Freilauf auf Base und Alex Lauterbach schlug einen sehenswerten 2-Run-Homerun, dessen Anerkennung allerdings von Schiedsrichter Patrick Meister verweigert wurde, da der Ball außerhalb der Spielfeldbegrenzung im Rightfield über den Zaun geflogen sei. Eine Entscheidung, die die HSBler ziemlich fassungslos machte. Durch ein Double von Shawn Larry gelang zwar trotzdem der Ausgleich und fehlerbegünstigt die 2:1-Führung auf Schlag von Philip Schulz - dennoch wurden hier Punkte aberkannt, die sich im weiteren Spielverlauf fehlen sollten.

Heideköpfe-Werfer Patrick Lawson agierte weiter gut, konnte den Ausgleich im vierten Inning jedoch nicht verhindern. Gegen den eingewechselten Tornados-Pitcher Matt Kemp schafften die Heidenheimer im fünften Durchgang – als Resultat von vier Freiläufen – einen weiteren Punkt, mussten im sechsten Inning aber drei Zähler hinnehmen als Marvin Appiah ein „klassischer Mannheim-Homerun“ über die zu kurze Leftfield-Begrenzung gelang.

Die Heideköpfe-Offensivbemühungen in der Folge waren nicht von Erfolg gekrönt – wiederum fanden gute Schläge irgendwie den Weg in den gegnerischen Handschuh. So durften die Tornados nach einigen Jahren wieder einmal – alles in allem nicht unverdient – einen Doppelsieg gegen die Heideköpfe feiern. Heidenheim Heideköpfe: Wilson (CF); Smith (SS), Gühring (C), Franke (3B), Krumm (3B), Gruber (1B/LF), Lauterbach (DH/1B), Dankerl (1B/P), Larry (RF), Schäffler (LF), Schulz (2B), Begley (P), Schattmann (P), Lawson (P)

Sieg im Pokal

Immerhin gab es am Wochenende etwas erfreuliches für die Heidenheimer Baseballer: Am Samstag trat die Mannschaft zur erste Runde des baden-württembergischen Pokalwettbewerbs bei den Heidelberg Hedgehogs an und fertigte den Drittligisten mit 17:1 ab.

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