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TVS und SHB vor wegweisendem Wochenende

Württembergliga: Mit unterschiedlichen Gemütsverfassungen gehen die SG Herbrechtingen/Bolheim und der TV Steinheim ins jeweils letzte Heimspiel der regulären Saison. Ein Nachschlag ist nicht ausgeschlossen.

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Fast im Gleichschritt marschieren die Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim (SHB) und der TV Steinheim durch die Spielzeit. Beide hatten nach der Hinrunde eine schwache Bilanz von jeweils vier Siegen und zehn Niederlagen vorzuweisen. In der Rückrunde sieht's dagegen besser aus: Beide Teams gewannen fünf Mal, die SHB verlor aber sieben, Steinheim dagegen „nur“ sechs Mal, bei einem Unentschieden. Und genau dieser eine Punkt mehr könnte am Ende den Unterschied ausmachen. Momentan belegen die Steinheimer den ersten Nicht-Abstiegsplatz (12./19:33 Punkte), Aufsteiger Herbrechtingen/Bolheim direkt dahinter den Relegationsrang (18:34).

Trotz des nur geringen Punkte-Unterschieds könnten die Gemütslagen wohl nicht unterschiedlicher sein. Ob es denn noch Spaß macht? „Das ist eine mutige Frage“, antwortet Sandro Jooß. Es sei eine „intensive Phase“, umschreibt der SHB-Trainer vor dem letzten Heimspiel der regulären Saison gegen Bad Saulgau am Sonntag (17 Uhr, Bibrishalle) die Situation. „Wir wussten, dass es so kommen könnte und müssen uns damit auseinandersetzen“, so der 33-Jährige zur Tabellensituation.

Die Liga sei, von dem bereits als Meister feststehenden TV Weilstetten und dem ersten Absteiger TV Reichenbach abgesehen, ausgeglichener als in den vergangenen Jahren. In der Vorsaison belegten eben die Reichenbacher mit 17 Punkten den Abstiegs-Relegationsrang. Die SHB hat jetzt schon 18 Zähler. Vielleicht werden sogar 20 Punkte nicht reichen, stellt Jooß eine neue Rechnung auf.

Heimsieg für SHB Pflicht

Durch die „schwächste Leistung in der Rückrunde“ (Jooß) und die damit verbundene 22:27-Niederlage in Langenau haben sich die SHBler selbst in eine schlechte Ausgangslage gebracht. Der Coach sah dabei „viel zu viele“ leichte Fehler. Vielleicht sei es eine Kopfsache gewesen, vermutet Jooß. Manche Spieler hätten eventuell gedacht, bei einem Sieg wäre man „durch“. Und dies hätte sich durchaus hemmend auswirken können.

Nun geht's gegen Mitaufsteiger Bad Saulgau, der sich am vergangenen Spieltag den Klassenerhalt gesichert hat. „Wenn wir in der Liga drin bleiben wollen, müssen wir gewinnen“, ist sich Jooß sicher. Eine Niederlage dagegen würde „zu 90 Prozent“ den direkten Abstieg bedeuten.

Damit steht die SHB unter einem sehr hohen Druck. Ob sie denn damit klar kommt? Daran hat Jooß keine Zweifel. „Die Mannschaft hat immer ihr Potenzial abgerufen, wenn sie musste“, betont der Trainer mit dem Verweis auf die Derbys gegen Steinheim oder das letzte Relegationsspiel in der vergangenen Saison in Fridingen. Durch ein 25:25 schafften die SHBler doch noch den Aufstieg. Gegen Bad Saulgau werde Max Schütz ausfallen (Bänderriss im Sprunggelenk), dafür sind Steffen Zeiher und Marcel Hug wieder dabei.

Ungeachtet der Liga gehen die Planungen für die kommende Saison natürlich voran. Laut Jooß, der beruflich stark eingebunden ist, liege die Chance, dass er Trainer bleibt, bei „95 Prozent.“

Der TV Steinheim ist derweil auf der Suche nach einem neuen Trainer für die kommende Spielzeit, offiziell ist aber noch nichts. Von Beginn an stand fest, dass Dietmar Kässer nur bis Saisonende einspringen wird. Kässer selbst freut sich auf mehr Freizeit, in der er dann mehr Sport treiben könnte. Doch auch dessen ungeachtet hat der Steinheimer Coach gute Laune. „Mir macht's immer Spaß. Sonst würde ich diesen Job nicht antreten“, erklärt er. Schließlich sei Handball sein „Lebenselixier“. Allerdings räumt auch Kässer ein: „Die Spiele bedeuten Stress. Danach bin ich fix und fertig.“

Ausgleichende Gerechtigkeit?

Momentan haben die Steinheimer allen Grund zur Freude. Schließlich sind sie nach zwei Siegen in Folge auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz geklettert. Kässer bezeichnet es als „ausgleichende Gerechtigkeit“, dass seine Mannschaft zuletzt zwei enge Spiele jeweils knapp für sich entschied (25:24 bei der HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf und 29:28 bei der MTG Wangen). „Vorher haben wir solche Spiele knapp verloren.“ Momentan laufe es auch besser, weil der TV Steinheim schneller auswechselt. „Dann sind wir in den letzten zehn Minuten frischer“, hat Kässer festgestellt.

Am Samstag erwarten die Steinheimer um 20 Uhr (Wentalhalle) hohen Besuch: Der TV Weilstetten, im Vorjahr „nur“ Zweiter, steht bereits länger als Meister fest. Und wie es sich gehört, erschien bereits Mitte April eine Doppelseite im „WOM“, dem Anzeigenblatt des „Schwarzwälder Boten“. Tenor: „Lochenfüchse werfen sich in Feierlaune“.

Auch Kässer macht keinen Hehl aus seiner Bewunderung für den souveränen Meister. „Die sind extraklasse in der Liga. Es macht einfach Spaß, ihnen zuzuschauen“, sagt der Steinheimer Coach anerkennend.

Wie ist es denn dann um die Chancen bestellt? Kässer zumindest will die Partie noch nicht abschenken. Natürlich liege die Favoritenrolle bei Weilstetten, allerdings sieht er sein Team nicht chancenlos.

Weiterhin verzichten muss der Steinheimer Coach jedoch auf Dennis Kaumann, der aufgrund einer langwierigen Schulterverletzung noch länger ausfällt.

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