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SHB mit einem deutlichen Lebenszeichen

Württembergliga: Die SG Herbrechtingen/Bolheim besiegt die HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf klar mit 26:19 und schöpft im Kampf um den Klassenerhalt wieder Mut.

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Starker Auftritt: Die SHB-Handballer um Tim Albrecht (am Ball), der neun Treffer erzielte, feierten gegen die HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf einen Heimsieg. Weitere Fotos gibt's auf www.hz-online.de/bilder  Foto: 

Dieser Sieg gegen den Tabellendritten am Sonntagabend war in zweierlei Hinsicht Gold wert für die Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim. Vorrangig, um den Anschluss in der Tabelle wieder herzustellen, aber auch, um das zuletzt angeknackste Selbstvertrauen zu stärken. Somit geht man zuversichtlicher in das Derby gegen Steinheim am kommenden Samstag.

Grundlagen für den Sieg waren eine toll arbeitende 6:0-Deckung und ein wieder einmal überragenden Torhüter Steffen Stängle zwischen den Pfosten. Nur 42 Gegentreffer in den letzten beiden Spielen gegen die Spitzenteams Wolfschlugen und WiWiDo sprechen hierbei eine deutliche Sprache.

Einige Spieler waren vor der Partie angeschlagen, bissen aber für den Erfolg buchstäblich auf die Zähne. Vor voll besetzten Rängen in der Bibrishalle startete die SHB hoch motiviert und zielstrebig. Die Gäste stellten zu Beginn ebenfalls eine körperlich kompakte, defensive Deckung und hatten mit dem Marius Nagel (ehemals bei Frisch Auf Göppingen) einen starken Torhüter als Rückhalt.

SHB elf Minuten ohne Tor

Der wieder toll aufspielende Linkshänder Albrecht setzte Rugaci mit feinem Zuspiel in Szene und erzielte den ersten Treffer für die Hausherren. Nach sehenswerten Paraden von Stängle erhöhten Schütz per Gegenstoß sowie Albrecht von der Linie und aus dem Rückraum auf 4:1 nach knapp sieben Minuten. Die Abwehr der Dreier-Spielgemeinschaft stellte sich dann aber besser auf die SHB- Schützen ein und Nagel entschärfte zudem reihenweise die Würfe der SHBler.

Beim 4:6 hatte Trainer Jooß genug gesehen und stoppte mit einer Auszeit den Fünf-Tore-Lauf der Gäste. Routinier und Mannschaftskapitän Wurelly fasste sich ein Herz und beendete die über elf Minuten dauernde Torflaute seines Teams. Erneut Wurelly sowie der flinke Klotzbücher per Gegenstoß holten die Führung für ihre Farben zurück.

Die Gäste warfen in dieser Phase einige Fahrkarten und nach Albrechts Treffer zum 8:6 nahm WiWiDo die Auszeit. Doch der SHB-Motor lief weiter heiß und der gewohnt agile und umsichtige Spielmacher Hamza Bayik sowie Albrecht von der Linie konnten Dank einer Überzahlsituation erhöhen.

Fabelhafte Leistung von Stängle

Stängle krönte anschließend mit einer Doppelparade seine fabelhafte Leistung in der ersten Halbzeit und Bayik schickte Klotzbücher mit dem eroberten Ball zielgenau auf die Reise zum 11:7-Halbzeitstand. Die „blaue Wand“ ließ damit die wenigsten Gegentreffer in einer Halbzeit in der bisherigen Saison in allen Spielen zu.

Nach der Pause erhöhte die SHB durch Albrecht von der Strafwurflinie weiter auf 12:7 ehe die Gäste aus dem Lautertal mit einem Doppelschlag verkürzen konnten. Mit lang ausgespielten Angriffen, teilweise bis Zeitspiel angezeigt wurde, wartete die SHB geduldig auf ihre Chancen im Angriff. Albrecht hinterließ mit seinem Geschoss aus knapp zwölf Metern zum 16:11 gehörig Eindruck beim Gästeanhang.

Wie aus einem Guss waren jetzt die Angriffe der SHB, weiter gestützt auf „Teufelskerl“ Stängle im Tor. Albrecht mit genialem Zuspiel auf Schütz, der den Ball im Winkel versenkte, und Sprungwunder Bayik aus dem Rückraum erhöhten auf 18:12 nach knapp 44 Minuten. Auch eine weitere Auszeit der Gäste brachte nichts, Albrechts Strafwurf und der feine Heber von Schütz zum 20:12 bedeuteten 13 Minuten vor dem Ende schon so etwas wie die Vorentscheidung.

Eine doppelte Unterzahl überstand die SHB relativ schadlos. Die Lautertäler stellten dann in der Folge nochmal die Deckung um. Bayik und Wurelly bekamen eine Sonderbewachung.

Jooß-Team agiert gefestigt

Den kurzzeitigen Überraschungseffekt nutzten die Gäste zur kleinen Ergebniskosmetik (21:16) und man hatte das Gefühl, die SHB würde eventuell den Faden doch noch verlieren. Aber zu gefestigt agierte die komplette Mannschaft an diesem Abend.

SHB-Keeper Stängle vernagelte wieder sein Tor und Albrecht per Strafwurf sowie Schütz aus vollem Lauf ließen am Ausgang der Partie keinen Zweifel. Die letzten Minuten waren ein Schaulaufen gegen spürbar resignierende Gäste. Albrecht, der Mann des Spiels, zog noch einmal trocken aus dem Rückraum ab und bediente anschließend Klotzbücher zweimal nacheinander zum 26:19-Endstand. Mit diesem letztlich sicheren Erfolg hatte man zuvor nicht unbedingt gerechnet. Zu erwähnen ist noch die gute Leistung der beiden Unparteiischen.

SHB – WiWiDo 26:19 (11:7)

SHB: Stängle, Winnen; Bauer, Kling, Klotzbücher (4), Bayer, Rugaci (1), Albrecht (9/5), Wurelly (4), Bayik (2), Schütz (5), Hug, Aeugle, Möller (1)

Siebenmeter: SHB 5/5 verwandelt – WiWiDo 2/2

Zeitstrafen: SHB 6 (2×Möller, 2×Wurelly, Klotzbücher, Bayik) – WiWiDo 4

Zuschauer: 450

Schiedsrichter: Ernst und Banzhaf von der SG Ober/Unterhausen

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