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Sebastian Halenke beim Weltcup in Wujiang auf Platz 6

Beim Weltcup im chinesischen Wujiang (in der Nähe von Shanghai) erreichte der Giengener Sportkletterer Sebastian Halenke erneut das Finale, war mit dem sechsten Rang am Ende aber letztlich nicht ganz zufrieden.

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Wie immer spektakulär: Sebastian Halenke aus Giengen war dies Mal in China gefordert, war aber nicht ganz zufrieden.  Foto: 

Die Zeitumstellung gut im Griff, ging Halenke positiv gestimmt in den Wettkampf. Auch die Wettkampfwand mit ihren lediglich 15 Metern Höhe und einigen Wandwechseln schien ihm entgegenzukommen. Die erste Qualifikationsrunde verlief noch ohne Schwierigkeiten. Halenke konnte zusammen mit elf weiteren Athleten das Top einhängen. Einige Stunden später ging es dann in voller Mittagshitze in Qualiroute Nummer zwei, die ihm nicht mehr so leicht von der Hand lief.

Schon am Einstieg rutschte er beinahe von einem Griff, fand anschließend kaum seinen gewohnten Kletterfluss und fiel schließlich noch am Topgriff von der Wand. Obwohl er damit nicht zufrieden war, reichte diese Höhe, um problemlos als Siebtplatzierter in das am kommenden Tag stattfindende Halbfinale einzuziehen.

Bei der Halbfinal-Route gestalteten sich bereits die ersten Züge deutlich härter als erwartet, viele Trittpositionen erwiesen sich als abdrängend und zum Teil sehr unsicher. Halenke versuchte, möglichst zügig und effektiv über die unangenehmen Meter wegzukommen, in der Hoffnung, nach dem ersten Drittel eine kleine Ruheposition zu finden.

Aber auch diese Hoffnung trog: Mit zunehmender Höhe wurden die Züge kontinuierlich schwerer. Schließlich, bei gut der Hälfte angelangt, erreichte der Giengener eine schwierige Einzelstelle und musste sich an diesem schwer haltbaren Griff geschlagen geben.

Nun hieß es abwarten und bangen, denn nur ein Patzer von einem der noch ausstehenden Starter würde ihm den Weg ins Finale ebnen. Und tatsächlich konnte Halenke von den Fehlern der Konkurrenten profitieren, erreichte als Sechster die Finalrunde.

Seine Ausgangssituation war allerdings nicht ideal, da ihm während des Halbfinales die Fingerspitze des rechten Zeigefingers aufgeplatzt war und bei Belastung stetig leicht blutete. Halenke kletterte dennoch von Beginn an zügig und entschlossen und fand trotz des lädierten Fingers einen guten Fluss.

Auch eine kritische Stelle innerhalb des ersten Drittels konnte er solide meistern und befand sich bereits nach etwa zwei Minuten auf der Wandhälfte. An diesem Punkt geschah es jedoch: In einer etwas wackeligen Position stehend versuchte Halenke, an einem prismenförmigen Griff die richtige Stelle zum Greifen zu finden. Dabei rutschte ihm der rechte Fuß, weshalb er einen leichten Schwung zur Seite bekam und aus der Route kippte.

„Wieder einmal hatte ich meine durchaus realistischen Podest-Chancen verspielt und blieb im Endeffekt auf Rang sechs, mit welchem ich die Finalrunde erreicht hatte, hängen“, meinte der Kletterer. Manchmal seien die vielen Lehrerfahrungen, die man als junger Athlet sammeln muss, nicht ganz leicht zu verarbeiten. Nichtsdestotrotz wolle er weiter Geduld bewahren, denn nur mit der Zeit belohne das Glück den Tüchtigen.

 

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