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HSG entscheidet Derby gegen Schnaitheim für sich

Bezirksliga: Im Lokal-Derby ließ die gastgebende TSG Schnaitheim alles vermissen und unterlag verdient der couragierten HSG Oberkochen/Königsbronn mit 21:30.

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Gut abgeschirmt wurde die TSG Schnaitheim (am Ball Steffen Sturm) im Bezirksliga-Derby von der HSG Oberkochen/Königsbronn.  Foto: 

Motivation, Entschlossenheit, Kampfkraft – all dies riefen im Derby zwischen Schnaitheim und der HSG nur die Gäste ab und siegten 30:21.

Bereits in den ersten Minuten zeigten sich die Gäste als die wachere und aggressivere Mannschaft. Die einzige Führung der Hausherren zum 1:0 glich die HSG schnell aus und legte dann los wie die Feuerwehr. Bis zur siebten Minute erzielte Oberkochen/Königsbronn aus einer sicheren Defensive heraus sechs Tore in Folge.

Der nervös wirkenden TSG fehlte im Angriff der nötige Druck, um die gut gestaffelte Gästeabwehr in Gefahr zu bringen. Dazu gesellten sich technische Fehler, wodurch die HSG ihre Außenspieler zu Tempogegenstößen auf die Reise schicken konnte. Schnaitheims Trainer Mühlberger sah sich zu einer frühen Auszeit gezwungen, doch wirklich besser wurde es nicht. In der Defensive, in den letzten Spielen durchaus eine Stärke der TSG, agierten die Gastgeber viel zu passiv, was vor allem Lars Huep auf der Gegenseite zu nutzen wusste.

Nach einer Viertelstunde war die HSG beim 5:10 weiterhin deutlich in Front. Dann flammte für die Fans der Heimmannschaft doch Hoffnung auf: Drei Zeitstrafen gegen die Gäste nutzte Schnaitheim zu vier Treffern in Folge und war beim 9:10 nach 20 Minuten wieder dran. Doch schnell verfiel das Team wieder in den alten Trott, erlaubte sich zu viele Fehler und war im Angriff erschreckend harmlos.

Nur kurz kam Hoffnung auf

Die HSG hingegen ließ sich von der kurzen Aufholjagd nicht beeindrucken und spielte konzentriert weiter. Sinnbildlich waren die letzten zehn Sekunden des ersten Durchgangs: Schnaitheim verpasste es mit einem schlecht vorgetragenen Angriff, den Rückstand vor der Pause zu verkürzen und verlor den Ball, die Spielgemeinschaft schickte Tim Hoga mit einem – eigentlich viel zu weiten – Gegenstoßpass auf die Reise, den dieser in einem erzwungenen Kempa zum 11:16 verwertete.

Nachdem Seitenwechsel wollte die TSG die ersten 30 Minuten schnell vergessen machen, doch die Hausherren knüpften eher nahtlos an diese an. Kai Lumpp erhöhte mit drei Treffern in Serie auf 12:19 und Schnaitheim lief nun einem noch größeren Rückstand hinterher. Zwischen der 35. und 40. Minute machte das junge Schiedsrichtergespann eine eigentlich einseitige Partie etwas hektisch, indem es auf beiden Seiten zahlreiche Zeitstrafen und eine rote Karte für die TSG verteilte.

Spielverlauf änderte sich dabei aber recht wenig: Schnaitheim blieb im Angriff viel zu harmlos. Einzig Patrick Chaudhari sorgte für Torgefährlichkeit und war am Ende mit 13 Treffern auch der Alleinunterhalter. Bei der HSG, die weiterhin eine sichere Defensive stellte, verteilte sich die Verantwortung im Angriff auf mehrere Schultern und so war nach einer Dreiviertelstunde beim 16:23 schon eine Art Vorentscheidung gefallen.

Die Grün-Weißen versuchten verzweifelt, Normalform zu erreichen, doch selbst drei Ballgewinne in Serie wurde in der Vorwärtsbewegung vertändelt. Oberkochen/Königsbronn nutzte hingegen die Chancen und bestimmte nun auch das Spieltempo nach Belieben. Beim 17:28 in der 52. Minute drohte der TSG ein richtiges Heimdebakel, doch nachdem die Gäste nun auch etwas fahrlässiger mit ihren Möglichkeiten umgingen, konnte Schnaitheim letztlich noch auf 21:30 verkürzen und war beim ertönen der Schlusssirene erlöst.

TSG Schnaitheim – HSG Oberkochen/Königsbronn 21:30 (11:16)

TSG: Brandecker, Schürle, Montag, Kraft, McLaughlan, Gruschka (2), Braumann (2), Herdener (1), Sturm (2/1), Häring, Wagner (1), Chaudhari (13/8), Racs

HSG: Diekmann, Ehresmann, Lumpp (6), Richardon (2), Hoga (4), Rube (5/2), Ludwig (4), Hug J., Hug B. (2), Simon (2), Asare, Schmid, Huep (5)

Siebenmeter: Schnaitheim 10/9 verwandelt – HSG 2/2

Zeitstrafen: Schnaitheim 3 (Kraft, Häring, Chaudhari) – HSG 6 (2×Richardon, 2×Schmied, Rube und Huep)

Rote Karte: Wagner (35.)

Schiedsrichter: Kiefner und Weiß aus Vaihingen

Zuschauer: 330

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