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Handball-Derby: Schnaitheim besiegt den HSB vor 800 Zuschauern

Schnaitheim entschied das Stadtderby gegen den HSB mit 28:21 für sich. Auch, weil die Gastgeber sich zu viele Schwächephasen leisteten.

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Nicht alle Tage kommt so etwas in der Handball-Bezirksliga vor: Knapp 800 Zuschauer sahen das Stadtderby zwischen dem HSB und der TSG Schnaitheim, das die Gäste deutlich mit 28:21 gewannen.  Foto: 

X-beliebig war dieses Spiel bei Leibe nicht. Vor knapp 800 Zuschauern, für eine Bezirksligapartie ungewöhnlich viele, sorgten beim Kreisderby zwischen dem HSB und der TSG Schnaitheim in der Karl-Rau-Halle für eine besondere Atmosphäre. „Die Kulisse war beeindruckend“, sagt daher Bayram Somogyi.

Ob angesichts des großen Zuschauerinteresses seine Spieler zu nervös waren und deshalb von Beginn an einem Rückstand hinterherliefen, wollte der HSB-Trainer aber nicht bestätigen. „Ich denke, dass Nervosität auf beiden Seiten gegeben war. Allerdings haben mir meine Jungs vor dem Spiel versichert, dass sie richtig Lust darauf hatten“, so Somogyi.

Schnaitheim erzielt einfache Tore

Auch bei den Gästen war dies der Fall. „Die Atmosphäre hat uns nicht belastet. Im Gegenteil, wir haben sie förmlich aufgesagt. Aber meine Jungs haben sich auf den Punkt genau konzentriert“, lobt Schnaitheims Coach Daniel Köpf.

Das Spiel selbst, das nur von einem Schiedsrichter geleitet wurde (ein weiterer war erkrankt), konnten die HSBler nur in den ersten Minuten offen gestalten. Aus einer gut arbeitenden Abwehr und mit einem starken Torhüter im Rücken erzielte die TSG über die zweite Welle einfache Tore.

Beim Stand von 3:8 aus HSB-Sicht sah Konstantin Rendle nach knapp 16 Minuten für einen Trikotzupfer eine berechtigte rote Karte. Dennoch holten die Gastgeber in Unterzahl zwei Tore zum 5:8 auf. In den letzten zwölf Minuten der ersten Halbzeit bauten die Schnaitheimer ihre Führung allerdings vorentscheidend auf sieben Tore aus (15:8).

HSB-Trainer Somogyi stellte in der Halbzeit auf drei Positionen um, die aus Heidenheimer Sicht erhoffte Aufholjagd blieb allerdings aus. Im Gegenteil, nach 34 Minuten leistete sich der HSB eine erneute Schwächephase, sodass sich der Rückstand auf elf Tore vergrößerte (11:22).

In einer erneuten Auszeit wurde es bei den Gastgebern ziemlich laut, worauf Heidenheim fünf Tore in Folge erzielte. Letztlich reichte es aber nicht mehr, um Schnaitheim in Bedrängnis zu bringen.

„Wir haben uns leider zu viele leichte Fehler geleistet, die die TSG bestraft hat“, bedauerte HSB-Coach Somogyi. Besonders kurz vor der Halbzeitpause sei bei seinem Team nichts zusammengelaufen. „Wir konnten auch nicht an die Leistung anknüpfen, die wir im Spiel gegen Bettringen gezeigt haben“, so Somogyi weiter, der zudem Rendles Disqualifikation als „ersten Genickschlag“ bezeichnete. „Nun müssen wir den Kopf frei bekommen“, fügte der HSB-Trainer an. Der HSB hat am kommenden Wochenende spielfrei, bevor er am Samstag, 26. November, Treffelhausen empfängt.

Abwehr Schlüssel zum Erfolg

Zufrieden äußerte sich dagegen Daniel Köpf. „Wir haben das Spiel von Beginn an im Griff gehabt“, so der Schnaitheimer Coach, der besonders die starke Abwehrleistung hervorhob. „Wir haben nur 21 Tore zugelassen. Das war sicherlich der Schlüssel zum Erfolg.“ Am kommenden Samstag rechnet Köpf übrigens wieder mit einer vollen Halle, wenn die HSG Oberkochen/Königsbronn zu Gast ist (19.30 Uhr, Ballspielhalle). Die Gefahr eines möglichen Spannungsabfalls bei seinen Spielern sieht er dabei nicht. „Wir treffen dann ja auf alte Bekannte“, so Köpf, der beispielsweise mit HSG-Akteur Viktor Rube einst zusammenspielte.

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