Im Viertelfinale nach Minsk

Tatabanya, Odorheiu, jetzt Minsk. Mit dem Viertelfinal-Gegner aus der weißrussischen Hauptstadt bleibt Titelverteidiger Frisch Auf im EHF-Cup auf Ost-Kurs. Gleichzeitig erfüllte sich Trainer Petkovics Wunsch.

"Das ist jetzt alles genau so gekommen, wie ich es mir vorgestellt hatte", freute sich Velimir Petkovic über den Auslosungs-Volltreffer von Frisch Auf Göppingen. Der Titelverteidiger trifft im Viertelfinale des EHF-Pokals auf Dinamo Minsk, das erste Spiel findet am 17. oder 18. März in der weißrussischen Hauptstadt statt, die Entscheidung um den Einzug ins Halbfinale fällt am 24. oder 25. März in der Göppinger EWS-Arena, wobei die Grün-Weißen traditionell gern am Samstagabend antreten.

Die mit einigen Nationalspielern aufwartenden Weißrussen sind aktuell mit 28:0 Punkten Tabellenführer ihrer Liga, in der Vergangenheit waren sie mehrmals in der Champions League vertreten und gewannen dort beispielweise im letzten Jahr bei den Kadetten Schaffhausen mit 35:30. "Das ist natürlich eine starke Mannschaft, die wir nicht unterschätzen werden", stellte Petkovic schnell klar, "meine Freude bezieht sich vor allem darauf, dass es zu keinem Bundesligaduell für uns kommt und wir auch nicht erneut auf Velenje treffen."

Der Vorjahresgegner aus Slowenien bekommt es vielmehr mit den Rhein-Neckar-Löwen zu tun, Magdeburg trifft auf Tatran Presov (Slowakei) und in einem französischen Duell stehen sich Saint Raphael und Dunkerque gegenüber. Es könnten also wie in der vergangenen Saison drei deutsche Mannschaften das Halbfinale erreichen.

Frisch-Auf-Kontrahent Dinamo Minsk hat in den beiden Runden zuvor den spanischen Erstligisten Granollers und das französische Team von HBC Nantes ausgeschaltet, wobei Nantes in eigener Halle Minsk mit 28:32 unterlag, um dann in Weißrussland mit 37:34 zu gewinnen. Gegen die Spanier legte Dinamo ein 35:27 vor und verlor dort mit 25:27.

Nicht nur über die Europapokal-Auslosung, auch über die Punkte aus dem zunächst verlorenen Spiel in Wetzlar konnte sich Velimir Petkovic freuen. "Das war die einzig richtige Entscheidung, Wetzlar muss für seinen Fehler bezahlen", kommentierte der Frisch-Auf-Trainer das gestrige HBL-Urteil, rechnet aber mit einer Fortsetzung des Verfahrens. "Die HSG wird sich wehren, aber ich werde mich nicht weiter damit beschäftigen."

Petkovic will vielmehr die Entscheidung der Liga - Frisch Auf kletterte durch die zwei Punkte um zwei Plätze auf Rang neun, Wetzlar fiel auf Position elf zurück - als Vorlage für das eminent wichtige Heimspiel am Samstag gegen TuS N-Lübbecke (15 Uhr in der EWS-Arena, live in Sport 1) nutzen. Seit gestern bereiten sich die Frisch-Auf-Handballer nach der strapaziösen Europapokal-Reise nach Rumänien auf ihr nächstes Pflichtspiel vor, auch der zuletzt von schmerzenden Rückenwirbeln blockierte Dalibor Anusic ist wieder ins Übungsprogramm eingestiegen.

Info Die Reise zum Viertelfinale nach Minsk wird von Frisch-Auf-Fans geplant. Sie benötigen dafür ein Visum, ab Stuttgart gibts keine Direktflüge.


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Autor: HARALD BETZ | 22.02.2012

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