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„60 Minuten Vollgas“

Das war sehr beeindruckend: Am vergangenen Spieltag fertigte Laupheim seinen hartnäckigsten Verfolger Alfdorf 37:26 ab. Nun gastiert der Spitzenreiter am Sonntag bei der HSG Oberkochen/Königsbronn (17 Uhr, Herwartsteinhalle). Zudem brennt der TV Steinheim am Samstag gegen Uhingen auf eine Revanche, die SHB muss nach Schorndorf.

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Die Meisterschaft in der Handball-Landesliga ist entschieden, so gut wie. Nach dem klaren 37:26-Erfolg gegen den Tabellenzweiten Alfdorf hat Laupheim neun Punkte Vorsprung auf seinen hartnäckigsten Verfolger – bei acht noch ausstehenden Spielen. Und ja, Überlegungen für eine Meisterfeier gebe es, geplant sei aber noch nichts, sagt Helge Stührmann.

Zugleich stellt der Laupheimer Torwart klar, dass sein Team sich keinesfalls Nachlässigkeiten erlauben wird. „Nach der Erfahrung aus der Vorsaison sind wir alle auf den Aufstieg fokussiert“, betont der 41-Jährige. Denn im Mai des vergangenen Jahres scheiterten die Laupheimer erst in der Relegation am TV Mundelsheim – und waren dadurch ganz unten.

Geprägt durch diese Erfahrung, und auch dank einigen Neuzugängen und Rückkehrern, ist Laupheim aktuell das Maß der Dinge in der Landesliga. Und gastiert nach dem gewonnen Spitzenspiel am Sonntag beim Vorletzten, HSG Oberkochen/Königsbronn (17 Uhr, Herwartsteinhalle). „Die Gefahr, so einen Gegner zu unterschätzen ist immer latent da“, gibt Stührmann zu und erinnert an die vergangenen Saison. „Damals haben wir beim Tabellenletzten verloren. Als einzige Mannschaft“, so der Laupheimer Keeper, der nach dieser Saison seine aktive Karriere beendet. Der IT-Organisator wird aber seiner Mannschaft als Teammanager erhalten bleiben.

Dass der Titelfavorit nicht hundert Prozent abruft, darauf spekulieren ein wenig die Gastgeber. „Ich rechne zwar nicht unbedingt mit einem Laupheimer Ausrutscher. Aber wir werden alles daran setzen, um sie zu ärgern“, erklärt HSG-Vorstandsmitglied Jörg Bielke. Zusammen mit Kapitän Tobias Schramek betreut Bielke die Mannschaft, die in Uhingen am vergangenen Samstag etwa 40 Minuten gut gespielt hat. „Danach haben wir viele Zeitstrafen kassiert und sind leider in alte Muster verfallen“, sagt Bielke zur 29:34-Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Diesen kann die HSG rein rechnerisch immer noch sichern, doch dafür müsste sie am besten auch gegen Laupheim punkten. „Wir haben auf jeden Fall nichts zu verlieren“, betont HSG-Kapitän Schramek und fügt an: „Alles andere als eine Niederlage wäre ja eine Überraschung. Aber gerade deswegen werden wir 60 Minuten Vollgas geben.“

Eine Reaktion erwartet Peter Pharion von seiner Mannschaft im Heimspiel am Samstag gegen Uhingen/Holzhausen (20 Uhr, Wentalhalle). „Die Jungs haben etwas gut zu machen“, sagt der Trainer des TV Steinheim und meint dies in doppelter Hinsicht. Zum einen gefiel dem 40-Jährigen der Auftritt seines Teams bei der 25:29-Niederlage gegen die SHB in der Vorwoche nicht.

„Vor allem die zweite Halbzeit schmerzt noch“, so Pharion. Die Ansprache in der Pause habe ihre Wirkung verfehlt. „Bei uns war einfach der Wurm drin. Wir haben zu viele Chancen vergeben und den gegnerischen Torhüter regelrecht zum Matchwinner gemacht.“

Zudem setzte es im Hinspiel für die Steinheimer eine 25:29-Niederlage in Uhingen, der damals noch Tabellenletzter war, nun jedoch als Elfter den Klassenerhalt vor Augen hat. „Für Uhingen ist jedes Spiel ein Endspiel. Wir sind gewarnt und werden die Partie nicht auf die leichte Schulter nehmen“, so Pharion, der mit seiner Mannschaft Rang fünf belegt.

Mit einem Punkt Rückstand auf Steinheim hat die Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim den siebten Platz inne. Und hofft insgeheim, am Ende der Saison die beste Mannschaft aus dem Kreis zu sein. „Endlich hat es geklappt“, sagt Sandro Jooß zum ersten Derbysieg gegen Steinheim in der Landesliga. „Er war verdient. An unserer Deckung haben sich die Steinheimer die Zähne ausgebissen. Und auch unsere Erfolgsquote bei Kontern war sehr hoch“, so der SHB-Trainer.

Mit den beiden Erfolgen gegen die HSG und Steinheim im Rücken sind die SHBler am Samstag beim Tabellenachten Schorndorf zu Gast (18 Uhr, Sporthalle Grauhalde). Jooß erwartet einen offenen Schlagabtausch gegen heimstarke Gastgeber, die bisher nur ein Heimspiel verloren haben (27:28 gegen Uhingen).

 

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