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Walter Eschweiler: Ein Name, zwei Männer – mit demselben Hobby

Fußball: Der eine ist eine Schiedsrichter-Legende, der andere Abteilungsleiter beim SV Eglingen-Demmingen. Und beide heißen sie gleich.

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Zweimal Walter Eschweiler: links der Abteilungsleiter der Eglinger Fußballer, rechts der einstige WM-Schiedsrichter.  Foto: 

Wie das wohl ist, ständig auf einen berühmten Namensvetter angesprochen zu werden? Diese Erfahrung macht zumindest Walter Eschweiler seit frühester Kindheit. Walter Eschweiler? Nein, nicht die Schiedsrichter-Legende aus Bonn, sondern Walter Eschweiler, der Fußballabteilungsleiter des SV-Eglingen-Demmingen.

Kein Wunder, schließlich kann sich die Vita des Fußballschiedsrichters Eschweiler sehen lassen: 286 Bundesligaspiele, 89 Länderspiele und etliche Europapokalspiele. Darunter auch die Leitung des Uefa Super-Cups 1979 zwischen dem FC Barcelona und Nottingham Forest oder des Finales im Europapokal der Pokalsieger in der Saison 1981/82 zwischen Barcelona und Standard Lüttich.

Eschweilers kuriosestes Spiel war aber wohl die Partie Italien gegen Peru bei der Weltmeisterschaft 1982. Damals war Eschweiler vom Peruaner José Velásquez versehentlich umgerannt worden, er fiel nach hinten und verlor dabei seine Pfeife und die Karten. Nach kurzer Behandlungspause pfiff er doch noch das Spiel zu Ende.

Mittlerweile ist die Schiedsrichter-Legende 81 Jahre alt, taucht aber immer wieder als Tribünengast in der 1. oder 2. Bundesliga auf.

Ganz so ruhmreich ist die aktive fußballerische Karriere von Eschweilers Namensvetters vom SV Eglingen-Demmingen allerdings nicht. Schon nach der C-Jugend bei der TSG Schnaitheim hängte der heute 50-Jährige die Fußballstiefel an den Nagel, ging dann in den folgenden Jahren zwar nach wie vor sonntags gerne auf den Sportplatz – nur eben als passiver Zaungast.

Zumindest so lang, bis er sich vor vier Jahren entschloss, beim SV Eglingen-Demmingen, einem Team aus der Kreisliga B 5, den Posten des Abteilungsleiters anzutreten. „Der vorige Trainer des Vereins hatte gleich mehrere Posten inne, daher habe ich gemeinsam mit meinem Cousin Karl-Heinz Pfeiffer, dem heutigen Trainer, die Aufgaben übernommen“, erklärt Eschweiler. Und die Aufgaben erfüllt der 50-Jährige auch jetzt noch mit großem Elan, auch wenn er inzwischen aus Eglingen weggezogen und von Nattheim aus aufs Härtsfeld pendeln muss.

Eschweiler hier, Eschweiler dort. „Ich werde ständig darauf angesprochen“, sagt der Nattheimer Walter Eschweiler. Schon dessen Vater hieß Walter mit Vornamen. „Früher war das oftmals gang und gäbe, dass man den Namen seines Vaters erhält.“

Und weil das so ist, wurde Walter Eschweiler schon als Kind und Jugendlicher regelmäßig auf seinen berühmten Namensvetter angesprochen. „Die Leute sagen zu mir, ich solle doch auch Schiedsrichter werden.“ Aber das sei nichts für ihn, ihm genüge es, wenn er beim Eglinger Gauditurnier einige Spiele leite. „Was ich mir da anhören muss, reicht mir dann wieder für längere Zeit“ sagt er, und lacht.

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