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Vom G-7-Gipfel zum Pokalfinale?

Das Finale möge beginnen: Am Donnerstag kämpfen im Oberkochener Carl-Zeiss-Stadion die TSG Schnaitheim und der SV Neresheim um den Bezirkspokal (16 Uhr). Bei angekündigt hohen Temperaturen werden beide Teams sicher an ihr Limit gehen müssen. Dabei ist fraglich, ob die TSG auf ihren Kapitän Marcel Kässmeyer zurückgreifen kann.

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Kommt er? Der Einsatz von Schnaitheims Kapitän Marcel Kässmeyer (vorne) im Pokalfinale gegen Neresheim steht auf der Kippe.  Foto: 
Wissen wir schon: Die Staats- und Regierungschefs der größten Wirtschaftsnationen (Gruppe der Sieben) treffen sich am 7. und 8. Juni im bayerischen Hotel Schloss Elmau. So weit, so gut. Doch gehört das in den Sportteil? Auf jeden Fall, denn ausgerechnet beim Saisonhöhepunkt, dem Bezirkspokalfinale gegen den SV Neresheim am Donnerstag, 4. Juni, wird die TSG Schnaitheim wohl oder übel auf Marcel Kässmeyer verzichten müssen. Dem G-7-Gipfel sei Dank.

Denn der Kapitän und zugleich Top-Angreifer der TSG (23 Tore) ist nämlich zurzeit beruflich im Rahmen des Treffens im Einsatz. „Wir hoffen natürlich, dass wir Marcel in einer Hau-Ruck-Aktion doch noch zum Finale bekommen“, erklärt Rainer Kosian. Der Plan: Kässmeyer könnte für Donnerstag frei bekommen, müsste aber am Freitag wohl wieder arbeiten. Die Erfolgschancen dafür sieht Kosian bei „10 Prozent“. Im Laufe des Mittwochs wird Kässmeyer erst Bescheid bekommen, ob er frei bekommt.

Bereits am vergangenen Sonntag fehlte der Stürmer aus beruflichen Gründen. Doch auch ohne den 28-Jährigen spielte Schnaitheim groß auf und fegte den TV Lindach mit 9:0 vom Platz. Zugegen, die Gäste gehören sicher nicht zu den Topteams der Liga und sind durch die Niederlage definitiv abgestiegen. Allerdings präsentierte sich die Mannschaft des ehemaligen HSB-Spielers Bernd Maier (übernimmt in der kommenden Saison den Landesliga-Absteiger SG Bettringen) zuletzt formstark und holte in den vier Begegnungen zuvor zehn von möglichen zwölf Punkten (darunter ein 1:1 gegen Waldhausen).

Die wichtigste Erkenntnis für Schnaitheims Trainer Kosian war dabei, dass seine „Jungs richtig Spaß am Fußball hatten“. Nun muss sich zeigen, ob die TSG damit rechtzeitig zum Saisonfinale noch einmal die Kurve gekriegt hat. Zuvor gab's nämlich vier Niederlagen in Folge, darunter auch ein 1:2 bei der „Generalprobe“ in Neresheim.„Auch da haben wir gut mitgehalten und nur aufgrund einer etwas seltsamen Elfmeterentscheidung verloren“, erinnert sich Kosian. Denn Druck sieht der 50-Jährige im Finale dabei beim SV. „Neresheim kann innerhalb einer Woche alles verlieren“, so Kosian.

Damit spielt der Schnaitheimer Coach auf den vergangenen Spieltag in der Bezirksliga an. Denn durch ein 0:2 gegen die TSG Hofherrnweiler ist der SV Neresheim vom ersten auf den vierten Tabellenplatz abgerutscht. Die Heimniederlage bezeichnet Peter Krusche dabei als „verdient“, auch wenn die Gegentreffer nach Standards gefallen seien. „Insgesamt waren wir aber nicht so zielstrebig wie sonst“, erklärt der Neresheimer Trainer.

„Meiner Mannschaft kann ich aber keinen Vorwurf machen“, so Krusche weiter, der das Meisterschaftsrennen noch nicht ganz entschieden sieht. „Wir haben es zwar nicht mehr selbst in der Hand. Aber auch Ebnat ist noch nicht durch“, erklärt der 58-Jährige im Hinblick auf den neuen Tabellenführer. Ein so „extremes“ Saisonfinale habe auch er schon lange nicht mehr miterlebt. „Das zeugt eben von der Ausgeglichenheit der Spitzengruppe“, so Krusche.

Sein Team freue sich zunächst jedoch auf das Pokalfinale gegen die TSG Schnaitheim. „Die haben neun Tore gegen Lindach erzielt. Das sollte uns Warnung genug sein“, betont dabei der Neresheimer Coach. Bereits die beiden Duelle in der Liga seien „enge Kisten“ gewesen. Auch morgen erwartet Krusche – bei vorausgesagten 27 Grad – ein Duell auf Augenhöhe. „Auch sie sind sicher heiß auf den Titel.“

Zum Liveticker des Pokalfinales geht es HIER.

Info Die Heidenheimer Zeitung lässt das Bezikspokalfinale zwischen dem SV Neresheim und der TSG Schnaitheim filmen. Die Video-Zusammenfassung gibt es ab Freitagmittag auf www.hz-online.de/videos.

Die G 7 ist ein eher informelles Treffen der Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Italien, Japan, den USA und Kanada. Zudem ist neben der Europäischen Union in der Regel auch Russland (G 8) beteiligt, dieses Mal allerdings nicht. Einmal im Jahr stimmen sich die Länder zu wichtigen globalen Fragestellungen (Weltwirtschaft, Außen- und Sicherheitspolitik) ab.
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