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TSG Schnaitheim gewinnt Bezirkspokal

Durch zwei Treffer von Matthias Kolb gewann die TSG Schnaitheim am Donnerstag das Finale um dem Fußball-Bezirkspokal gegen den SV Neresheim mit 2:0 (1:0). Vor knapp 1000 Zuschauern im Oberkochener Carl-Zeiss-Stadion war die TSG gegen enttäuschende Neresheimer die klar bessere Mannschaft.

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„Ich denke, der Sieg war auf jeden Fall verdient für uns. Wir hatten sowohl läuferisch als auch spielerisch klare Vorteile. Und vorne machte eben Matze den Unterschied“, freute sich Schnaitheims Trainer Rainer Kosian. Zweimal gelang es TSG-Angreifer Matthias Kolb, den gut haltenden Neresheimer Torhüter Thomas Wenninger zu überwinden. In der 28. Minute profitierte er von einem Pass Sven Gesslers, den er direkt verwertete. Das 2:0 in der 65. Minute entsprang einer feinen Einzelleistung Kolbs mit finalem Flachschuss ins rechte untere Toreck.

„Wir haben heute unsere Stärke ausgespielt, und das ist nun mal das Konterspiel“, meinte der Matchwinner nach der umkämpften Partie bei hochsommerlichen Temperaturen: „Da tut am Ende jeder Schritt weh.“ Kolb hatte noch zwei weitere Großchancen, so dass das Ergebnis für Schnaitheim sogar noch deutlicher hätte ausfallen können. „Das ist schon in Ordnung so. Das 2:0 spiegelt die Verhältnisse richtig wider. Ein 4:0 wäre zu hoch gewesen“, wiegelte er ab.
 


 

Von Beginn an wirkte das Spiel der Schnaitheimer gefälliger als das des eigentlich favorisierten Bezirksliga-Rivalen aus Neresheim. Die TSG hatte in diesem typischen Pokalspiel, das vor allem vom Kampf geprägt war, schon nach acht Minuten eine vielversprechende Offensivaktion. Nach einem Freistoß von Theodor Nowacki konnte Kolb aus spitzem Winkel den Ball nicht mehr am gegnerischen Schlussmann vorbeischießen.

Nach knapp einer halben Stunde machte es der Schnaitheimer Stürmer dann besser und traf zum 1:0. Unmittelbar im Anschluss hatten die Neresheimer ihre beste Phase. TSG-Torhüter Heiko Karnisky zeigte sich aber gegen Manuel Riek auf dem Posten und konnte mit einer Faustabwehr klären. Doch gefährlicher wirkten weiter die Schnaitheimer. Eine Minute vor dem Pausenpfiff hätte Kolb das wohl schon vorentscheidende 2:0 schießen können, doch Wenninger reagierte glänzend.

Der hohe Einsatz forderte auf beiden Seiten schon früh Tribut, obwohl die Partie überwiegend fair verlief. So mussten Max Hörger und Denis Rama verletzungsbedingt ausgewechselt werden, und der Neresheimer Mittelfeldspieler Eduard Feidel konnte nach einem Zusammenprall nur noch mit einem Turban weiterspielen.

Auch hier steckte die TSG die „Verluste“ besser weg. „Wir hatten insgesamt 16 Spieler eingesetzt – und keiner war schlecht“, lobte TSG-Coach Kosian den Teamgeist seiner Truppe: „Die Jungs waren heiß. Das habe ich zuvor schon gespürt.“

Auch nach der Pause geriet der Schnaitheimer Sieg kaum einmal in Gefahr. Der SVN war angesichts der hohen Temperaturen offenbar auch physisch nicht mehr imstande, die Partie zu drehen. Und auf Seiten der Schnaitheimer wurde clever verteidigt – und schnell gekontert. Auch wenn am Ende sicherlich bemängelt werden kann, dass so mancher schnelle Gegenangriff einen besseren Abschluss verdient gehabt hätte.

Nach Kolbs 2:0 in der 65. Minute hatten die Neresheimer nur noch einmal ernsthaft Gelegenheit zum Anschlusstreffer. Nach Didis Zuspiel scheiterte Bernd Klein an Karnisky. Am Ende war dem SVN der Frust deutlich anzumerken, und so handelte sich Tobias Kaschek kurz vor Schluss auch noch eine rote Karte ein, weil ihm eine Entscheidung des insgesamt gut leitenden Gmünder Schiedsrichters Manuel Krieger nicht gepasst hatte. Den sportlichen Schlusspunkt hätte kurz zuvor abermals „Matze“ Kolb setzen können. Seinen Schuss wehrte aber Wenninger reaktionsschnell ab.

Auch ohne Leistungsträger Marcel Kässmeyer, der als Polizist beim G-7-Gipfel im Einsatz war und trotz aller Hoffnungen im Vorfeld nicht kurzfristig frei bekam, gelang den Schnaitheimern der Pokalsieg. „Er hat gesagt, die ersten beiden Tore gehen auf ihn“, sandte Rainer Kosian unmittelbar nach dem Spiel Grüße an den verhinderten Kässmeyer.

Heidenheims Bürgermeister Rainer Domberg überreichte gemeinsam mit Bezirkspokal-Spielleiter Helmut Vogel Urkunde, Medaillen und schließlich den begehrten Pokal, den TSG-Kapitän Nowacki entgegennahm. Eine stattliche Kulisse von rund 900 Besuchern hatte das Finale vor Ort miterlebt. Mancher Zuschauer sah gleich zwei Pokal-Endspiele, denn unmittelbar vor den Herren hatten die Damen ihren Cup-Gewinner ermittelt. Der hieß TSV Ruppertshofen – nach einem 6:2-Sieg gegen den VfB Ellenberg.

Mit der Eroberung des Bezirkspokals – erstmals wieder nach rund 40 Jahren – hat sich die TSG auch für den WFV-Pokalwettbewerb qualifiziert. Terminlich, so musste Kosian eingestehen, passt dieser Wettbewerb den Schnaitheimern noch nicht so recht in den Plan. Am vorgesehenen Wochenende (31. Juli bis 2. August) befinde sich seine Mannschaft nämlich im Trainingslager in Gundremmingen.

Die Lösung des Problems konnte gestern noch warten. Stattdessen ist zumindest eine Personalie für die neue Saison inzwischen geklärt: Benny Kolb, Bruder des zweifachen Torschützen von gestern, wird zur TSG zurückkehren.
 


 
TSG Schnaitheim – SV Neresheim 2:0 (1:0)
TSG: Karnisky – Gentner, Nowacki, Bosch, Spahr, Strahl (86. F. Eckardt), Hörger (18. T. Peichl), Gessler (54. S. Peichl), J. Eckardt (79. May), Jäger (57. Braig), Kolb
SV: Wenninger – Abele (85. Kaplan), Rama (40. Wirth), Brückel, Feidel, Palinkas (78. Maurer), Kaschek, Riek (63. Weidmann), Klein, Frosch, Didi
Tore: 1:0 Kolb (28.), 2:0 Kolb (65.) Schiedsrichter: Krieger (Schwäbisch Gmünd)
Gelbe Karten: Kolb, Bosch – Didi
Rote Karte: Kaschek (89.)
Zuschauer: 900

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