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Spielabbruch: Saisonauftakt gegen Aue nach Unwetter abgebrochen

Das gab's auch noch nie: Das Auftaktspiel des 1. FC Heidenheim gegen Erzgebirge Aue wurde in der zwölften Minute wegen Starkregen und Hagel unterbrochen und schließlich ganz abgesagt.

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Kein Durchblick mehr: Als das Unwetter über die Voith-Arena hinweg zog, konnten Spieler und Unparteiische kaum noch die Augen offen halten.  Foto: 

Mitten im Unwetter sangen sie immer noch: . . . ganz egal wie weit, ob es stürmt oder schneit, FC Heidenheim . . . – nie passte die Hymne der Fans so gut wie am Sonntag beim vermeintlichen Saisonauftakt der Heidenheimer Zweitligafußballer gegen Erzgebirge Aue. Doch ganz egal war's dann leider doch nicht, nachdem der Platz unter Wasser stand, wurde die Partie abgebrochen.

Genau 11:04 Minuten durften die Mannschaften nach wochenlanger intensiver Vorbereitung ihr Können zeigen. Viel passiert ist dabei nicht, der FCH kam gegen die wie erwartet gutes Pressing spielenden Gäste schwer in die Gänge, hatte aber auch die einzige halbwegs nennenswerte Chance während der Minimalspielzeit: Nach einer Flanke von Tim Skarke auf Robert Glatzel war ein Auer Verteidiger noch einen kleinen Tick eher mit dem Kopf dran und klärte zum Eckball.

Das Spielgeschehen trat aber schnell in den Hintergrund. Sieben Minuten nach dem Anpfiff begann es zu regnen, weitere vier Zeigerumdrehungen später prasselte und stürmte es so sehr, dass Schiedsrichter Benjamin Brand nichts anderes übrig blieb, als die Partie zu unterbrechen.

Hier lesen Sie einen ausführlichen Bericht über die Entscheidung, das Spiel zu unterbrechen und später abzubrechen.

Gerade noch rechtzeitig schafften es die Spieler in die Kabinen, dann kam ein heftiger Hagelschauer. Während sich die meisten Zuschauer auf die oberen Ränge flüchteten, wurde auf der Osttribüne weiter munter gesungen, zwei ganz begeisterte Fans nutzten den in kürzester Zeit völlig durchnässten Rasen gar zum Rutsch-Wettbewerb.

So heftig das Unwetter war, so plötzlich hörte es nach 20 Minuten auch wieder auf. Der Rasen war aber so schnell nicht mehr bespielbar, an vielen Stellen rollte der Ball kaum oder gar nicht mehr. So musste Brand zur Enttäuschung der Zuschauer die Partie komplett abbrechen.

Das war auch für Holger Sanwald in seiner langen Karriere als Spieler und Funktionär neu. „Zweimal habe ich es erlebt, dass Spiele unterbrochen werden mussten, aber da konnten wir jeweils nach der Unterbrechung weiter spielen“, berichtet der Vorstandsvorsitzende des 1. FC Heidenheim, dem natürlich eine Fortsetzung der Partie lieber gewesen wäre.

„Wir hätten auch noch gewartet, aber nach den Statuten war das wohl richtig. Der Schiedsrichter hat entschieden und wir akzeptieren die Entscheidung logischerweise.“

Wann wird neu gespielt?

Wann das Spiel neu angesetzt wird – es geht übrigens wieder mit Minute eins los –, war am Sonntag noch nicht klar. „Das setzt die DFL jetzt neu an, da müssen wir abwarten. Wir sind daran interessiert, dass es so schnell wie möglich stattfindet“, so Sanwald, der auf eine Wiederholung vielleicht schon in dieser Woche hofft.

Wahrscheinlicher ist aber wohl, dass die Partie nächste Woche vor der ersten DFB-Pokalrunde wiederholt wird.

Mannschaftskapitän Marc Schnatterer macht sich über den Zeitpunkt der Neuansetzung keine Sorgen. „Wir haben so gut gearbeitet, dass wir jetzt auch mit einer englischen Woche zurecht kommen.“ Der Abbruch war aber natürlich auch für ihn nicht schön. „Schlimmer wär's, wenn wir geführt hätten. Aber klar, wir haben uns sechs Wochen auf dieses Spiel fokusiert, dann spielst du elf Minuten und das war's.“

Für die Spieler sei dies einfach bitter, man habe auch bis zur letzten Sekunde gehofft, dass der Schiedsrichter doch wieder anpfeift. Besonders bitter, da zum Zeitpunkt von Schnatterers Statement schon wieder die Sonne schien.

„Aber es gibt da ja auch ein gewisses Zeitfenster für den Schiedsrichter. Zu dem Zeitpunkt war's einfach schwierig, da hätte es so viele Situationen geben können, bei denen der Ball einfach liegen bleibt, die du einfach nicht berechnen kannst. Ob das dann so viel mit Zweitligafußball zu tun gehabt hätte ist die andere Frage.“

Torwart Kevin Müller, für den es ebenfalls der erste komplette Spielabbruch war, bestätigt dies. Regen und Wind waren so stark, dass der Keeper des FCH teilweise nicht mehr die Augen aufhalten konnte. Nicht die besten Voraussetzungen, um die Bälle zu halten.

Eintrittskarten bleiben gültig

Auch wenn Sonntagabend noch kein neuer Termin feststand, eines ist schon klar: Die Eintrittskarten vom Spiel gegen Aue behalten ihre Gültigkeit.

Weitere Fotos vom Unwetter am Wochenende gibt's hier.

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