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Spielabbruch beim FCH: Auch für den Schiri war es ein Debüt

Zweimal testete Schiedsrichter Benjamin Brand nach dem Unwetter den Platz, dann brach er die Partie ab.

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Als nach elf Minuten Spielzeit das Unwetter über Heidenheim hereinbrach, mussten schnelle Entscheidungen auf dem Feld getroffen werden.

Diese lagen in der Hand von Schiedsrichter Benjamin Brand und seinem Team. „Nachdem ich ein Foul gepfiffen hatte, ist es mir wegen der großen Regentropfen immer schwerer gefallen, meine Augen offen zu halten“, so der 28-Jährige, der aus Unterspiesheim in Bayern stammt.

Auch seine beiden Assistenten hätten ihm zu verstehen gegeben, dass sie das Spielfeld nicht mehr ausreichend im Blick haben. „Deshalb dann auch die Entscheidung, das Spiel zu unterbrechen“, erklärt Brand.

Falls ein solcher Fall in der Voith-Arena eintritt, seien sie als Schiedsrichter angewiesen, erst einmal 30 Minuten abzuwarten und danach die Begebenheiten auf Platz zu prüfen.

Und das taten sie: Nachdem der Himmel über Heidenheim wieder aufgeklart war, betraten die Unparteiischen binnen zehn Minuten gleich zweimal den Platz. Das Ergebnis: „Ein normales Rollen des Balles war aufgrund der Wassermassen nicht möglich, vor allem auch im Strafraum, wo viele spielentscheidende Dinge passieren.“

Außerdem gebe es zwei wesentliche Prämissen zu beachten: die Gesundheit der Spieler und die ordnungsgemäße Durchführung des Spiels. „Beides konnten wir hier nicht mehr gewährleisten.“ Somit sei der Spielabbruch alternativlos gewesen – auch für den Unterfranken ein Debüt.

Auf den Rängen in der Voith-Arena herrschte der Tenor: „Hätte man noch ein bisschen länger gewartet, hätte man doch weiterspielen können.“ Doch Brand kontert: „Irgendwo muss man ein Limit setzen. Man kann nicht ewig warten“ – schließlich stünden die Spieler im Kabinengang, würden kalt und die Verletzungsgefahr steige. Innerhalb des zeitlichen Rahmens, der ohnehin ausgereizt worden sei, sei keine andere Entscheidung möglich gewesen.

Weitere Fotos vom Unwetter am Wochenende gibt's hier.

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