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Neue Mannschaft – neue Mentalität?

41 Tage nach dem 2:0-Sieg bei den Stuttgarter Kickers geht's für die Fußballer des 1. FC Heidenheim heute (14 Uhr, Voith-Arena) erstmals wieder um Drittliga-Punkte. Gegen die fünftplatzierte SpVgg Unterhaching, die fünf Zähler mehr aufweist als Verfolger FCH, kann das Ziel nur Heimsieg heißen.

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„Wir haben gut gearbeitet. Für uns zählen nur drei Punkte, wir wollen unbedingt gewinnen“, sagt Frank Schmidt unmissverständlich. Doch der Trainer weiß auch, dass mit Worten allein keine Punkte zu holen sind, sondern die entsprechenden Taten auf dem Spielfeld folgen müssen. Deshalb schloss er sich der Devise an, die Neuzugang Florian Niederlechner schon am Donnerstag im Interview mit unserer Zeitung vorgab: „Klappe halten – Vollgas geben.“

Um mit einem Punktspielsieg ins neue Jahr zu starten wird es gegen die Münchner Vorstädter ohne Frage erforderlich, eine hundertprozentige Leistung abzurufen. Entgegen vieler Unkenrufe spielen die Unterhachinger bis dato eine starke Saison, sind vor allem auswärts nur schwer zu besiegen. Erst ein einziges Mal kam der Ex-Bundesligist in der Fremde unter die Räder – das ist der Top-Wert der Liga – und kassierte in bislang zehn Auswärtsspielen gerade sechs Gegentore.

„Die Mannschaft ist taktisch und körperlich topfit, gut organisiert, beherrscht das Umschaltspiel in die Offensive und ihre Kontertaktik geht meist auf“, fasst Schmidt die Vorzüge des Gegners zusammen. In der grundsätzlich offensiv ausgerichteten Formation, in der auch die Außenverteidiger häufig marschieren, gehe es für den FCH vor allem auch darum, Taktgeber Yasin Yilmaz aus dem Spiel zu nehmen.

Bei allem Respekt für den Gegner wollen die Heidenheimer freilich auch ihr eigenes Licht nicht unter den Scheffel stellen. Die Mannschaft habe in der Vorbereitung sehr gut mitgezogen, bis auf die Partie gegen Regionalligist Havelse (1:1) während des Trainingslagers in der Türkei seien die Leistungen auch in den Testspielen gut gewesen.

„Ich habe großes Vertrauen in den jetzigen Kader“, sagt Schmidt und freut sich vor allem auch über die schnelle Integration der drei Neuzugänge Rouven Sattelmaier, Kevin Kraus und Florian Niederlechner. Es sei wichtig gewesen, Veränderungen herbeizuführen, ist Schmidt überzeugt und bezog sich dabei nicht nur auf personelle Wechsel. Auch die Mentalität soll sich mit Wiederbeginn des Punktspielbetriebs ändern.

„In der Vorrunde wurde viel gesprochen, aber vor allem in den knappen Spielen fehlte manchmal der letzte Biss“, sagte der Trainer, der in der Winterpause noch einmal die bisherigen 21 Spiele analysierte. 34 Punkte hat der FCH bislang geholt. Das ist einerseits mehr als je zuvor zum selben Zeitpunkt, andererseits ist der Abstand auf die vorderen Plätze deutlich größer als im Vorjahr. „Wir wissen alle: Gefühlt war mehr drin“, räumt Schmidt ein. „Vier bis fünf Punkte“ habe die Mannschaft liegengelassen.

Deshalb sieht der Trainer sein Team nun in der Bringschuld, will sich aber nicht dazu verleiten lassen, schon wieder Hochrechnungen anzustellen, wieviel Punkte notwendig sind, um den Anschluss nach ganz oben herzustellen. Der Fokus liege auf dem nächsten Spiel, betont Schmidt: „Wir sind nicht größenwahnsinnig und müssen weg von jeglichem Wunschdenken. Die 3. Liga ist ein hartes Brot, da geht es unheimlich eng zu.“

Personell stehen Schmidt voraussichtlich 20 Feldspieler plus Torhüter zur Verfügung, aus denen er sein 18-köpfiges Aufgebot fürs Unterhaching-Spiel wählen kann. Neben dem Langzeitverletzten Andreas Spann war Christian Sauter (Muskelfaserriss) bis gestern der einzige Spieler, der definitiv ausfallen wird. Patrick Mayer bekam allerdings im Training einen Schlag aufs Knie. Die Chancen, dass er eingesetzt werden kann, bezifferte Schmidt auf „50:50.“

Bedenken, wonach die heutige Partie den Witterungsverhältnissen zum Opfer zum Opfer fallen könnte, zerstreute Geschäftsführer Holger Sanwald im Vorfeld. Nachdem frühzeitig bereits die Drittliga-Spiele zwischen dem VfB Stuttgart II und Rot-Weiß Erfurt sowie Darmstadt 98 gegen Chemnitz abgesagt worden waren, kam kurzfristig das Gerücht auf, auch in Heidenheim drohe ein Ausfall. „Dem ist nicht so, das Spiel ist nicht gefährdet“, stellte Sanwald klar.

Das Spielfeld sei frei von Schnee und Eis, und da keine größeren Niederschläge mehr prognostiziert seien, stehe dem ersten Punktspiel im Jahr 2013 nichts mehr im Wege. Bereits am kommenden Mittwoch (18.30 Uhr) soll in der Voith-Arena das Nachholspiel gegen Erfurt ausgetragen werden.

Heute gegen Unterhaching wird das FCH-Team zu Ehren des verstorbenen Heidenheimer Fußball-Idols Walter „Bize“ Birkhold Trauerflor tragen. Zudem ist eine Gedenkminute vorgesehen.

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1. FC Heidenheim

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