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Mittelfeldspieler Gerrit Müller ist neu beim FC Heidenheim

Am Ende ging alles ganz schnell: Am Sonntag trainierte Gerrit Müller erstmals beim 1. FC Heidenheim, am Dienstag Abend spielte er bereits gegen Chemnitz. FCH-Manager Holger Sanwald hatte den 28-jährigen Offensiv-Allrounder, der einen Einjahresvertrag unterschrieben hat, schon lange im Auge.

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„Ich kenne ihn seit seiner Zeit als A-Jugendlicher beim VfB Stuttgart. Er ist uns damals schon extrem aufgefallen, und wir haben seinen Weg seitdem intensiv verfolgt“, berichtete Sanwald.

Gerrit Müller stand bis Ende der vergangenen Saison bei Dynamo Dresden unter Vertrag, kam beim Zweitligisten aber nicht mehr zum Einsatz, nachdem er sich ausgerechnet im zweiten Relegationsspiel gegen Osnabrück in der Verlängerung einen Kreuzbandriss am linken Knie zugezogen hatte.„In der 98. Minute ist mir ein Gegenspieler reingerutscht“, erinnert er sich an die schmerzvolle Szene, die ihn just in dem Moment weit zurückwarf, als er in der Zweitklassigkeit Fuß fassen wollte. Schon vor sieben Jahren hatte er mit der selben schweren Verletzung zu tun– damals am rechten Knie.

Der mühsame Weg zurück forderte seinen Preis: Der zum Saisonende auslaufende Vertrag wurde in Dresden nicht verlängert. In den vergangenen Wochen war der gebürtige Schwetzinger vereinslos, es fehlte aber nicht an Interessenten.„Ich hatte mehrere Angebote, Heidenheim hat mir am meisten zugesagt“, erzählt der 28-Jährige, dem auf der Ostalb auch entgegenkommt, der alten Heimat wieder näher zu sein. Zudem sprach für den FCH, dass er einige Spieler bereits aus gemeinsamen Zeiten kennt: Mit Marc Schnatterer beispielsweise spielte er früher beim Karlsruher SC II.

Müller, der sich seit Ende Mai im Reha-Zentrum des VfB Stuttgart und beim Oberligisten Freiberg fit hielt, hat seine schwere Verletzung von 2011 komplett auskuriert und will nochmals voll angreifen.„Die 3. Liga ist stärker als im vergangenen Jahr. Aber wenn man konstant spielt, ist einiges drin“, sagt er. Für Dresden bestritt er zwischen 2008 und 2012 insgesamt 85 Drittligaspiele und erzielte acht Tore. Dreimal traf er im Trikot der Sachsen auch schon auf den FCH.

„Sein großes Plus ist, dass er variabel einsetzbar ist“, sagt Holger Sanwald. Bevorzugte Position Müllers ist das rechte offensive Mittelfeld, der beidfüßige Allrounder kann aber auch zentral oder auf der linken Seite spielen– und soll künftig vor allem die FCH-Spitzen mit Vorlagen versorgen. Seine schnelle Verpflichtung wurde aus Heidenheimer Sicht insbesondere notwendig, nachdem mit Alper Bagceci, Patrick Mayer, Andreas Spann und Nico Frommer mehrere Offensivkräfte für teilweise unbestimmte Zeit auf Eis liegen.

Müller, der zum Ausgleich gerne Tennis und Basketball spielt, wohnt derzeit noch im Hotel und will sich gemeinsam mit seiner Frau so schnell wie möglich eine Wohnung in Heidenheim suchen. Sportlich verfügt der Neuzugang über reichlich Erfahrung. Sein Weg führte ihn über Heilbronn und Spaichingen schon in jungen Jahren zum VfB Stuttgart, mit dem er 2003 als Stürmer an der Seite von Mario Gomez deutscher A-Jugend-Meister wurde.

In seiner aktiven Zeit schnürte er für den KSC II, die Sportfreunde Siegen und Dresden die Fußballschuhe– und träumt nun mit dem FCH davon, zumindest mittelfristig den Sprung in die Zweite Liga zu schaffen.

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