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Maximilian Thiel wechselt von Union Berlin zum 1. FC Heidenheim

Im Hinblick auf einen möglichen Bundesligaufstieg verstärkt der 1. FC Heidenheim seinen Kader. Mit Maximilian Thiel kommt ein schneller und torgefährlicher Spieler von Union Berlin dazu.

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Schnelllebig ist einer der Begriffe, der im Zusammenhang mit dem Fußballgeschäft gerne verwendet wird. Soll heißen: Was heute gut ist, muss es morgen nicht mehr sein – und umgekehrt. Dabei sind es in der Regel Negativerlebnisse, die Vereinsverantwortliche zum Handeln verleiten.

So ist das auch beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim der Fall. Während Holger Sanwald nach acht sieglosen Spielen in Serie Mitte April noch betonte: „Unser Vertrauen in die Mannschaft ist grenzenlos“, revidierte der Vorstandsvorsitzende diese Meinung offiziell im Vorfeld des Auswärtsspiels in Berlin. Die Erfahrung der Rückrunde habe gezeigt, dass der FCH auf allen Positionen Alternativen brauche. „Die haben wir jetzt nicht zur Verfügung.“

Insgesamt wollen die Verantwortlichen den Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders erhöhen. Gestern gab der FCH die Verpflichtung von Maximilian Thiel (Vertrag beim Heidenheimer Ligakonkurrenten Union Berlin läuft aus) offiziell bekannt. Erste Gerüchte darüber kamen am Montag auf. Diese wollte man da von Vereinsseite nicht kommentieren – ein Dementi gab es allerdings auch nicht.

Thiel erhält einen Vertrag bis 2019

Zwei Tage später wurde nun Vollzug gemeldet. Der 24-Jährige erhält in Heidenheim einen Vertrag über zwei Jahre bis 30. Juni 2019. „Wir freuen uns mit Maxi, den wir noch aus Drittligazeiten im Trikot des SV Wacker Burghausen kennen, einen variabel einsetzbaren Außenbahnspieler verpflichtet zu haben. Das sorgt mit Blick auf die kommende Saison für mehr Optionen in der Offensive bei uns“, erklärt Bastian Heidenfelder, sportlicher Leiter beim FCH.

Thiel gilt als schnell und torgefährlich – wenn er fit ist. Der Oberbayer, der in Altötting geboren wurde, hat nämlich eine längere Leidenszeit hinter sich. Einige Verletzungen zwangen Thiel seit Anfang Februar des vergangenen Jahres zu einer langen Zwangspause. In der aktuellen Saison lief der Mittelfeldspieler bislang lediglich in den vergangenen beiden Spieltagen für Berlin auf. Bei seiner Rückkehr gegen Braunschweig gelang dem Linksfuß allerdings gleich ein Treffer.

Sanwald will angreifen

Bereits vor den letzten beiden Saisonspielen (in Berlin gab es einen 1:0-Sieg, am kommenden Sonntag empfängt der FCH, der den Klassenerhalt sicher hat, den abstiegsbedrohten TSV 1860 München/15.30 Uhr), zeigte sich FCH-Vorstandsvorsitzender Sanwald angriffslustig: „Ich bin voller Selbstbewusstsein und Überzeugung: Wir greifen an.“ Gemeint sind mögliche personelle Verstärkungen im Hinblick auf die kommende Zweitliga-Saison, die laut dem so ausgeglichen sein wird, wie schon lange nicht mehr.

So verfügten Stuttgart und Hannover, die beiden letztjährigen Bundesliga-Absteiger, laut Sanwald über völlig andere finanzielle Mittel, als etwa die aktuellen Bundesliga-Absteiger Darmstadt und Ingolstadt. „Nächstes Jahr kann in der Liga wahrscheinlich nahezu jeder auf- und absteigen“, sagt Sanwald im Hinblick auf die Ausgeglichenheit der Liga. Darin liege „eine brutale Chance“, aber auch „ein unglaubliches“ Risiko.

Der FCH wolle es aber „offensiv“ angehen. „Wer das jetzt verschläft, den wird's nächste Saison richtig hart treffen“, erklärt der FCH-Vorstandsvorsitzende die Motivation zum Handeln. Zugleich versichert Sanwald: „Wir werden nächste Saison eine tolle Mannschaft zur Verfügung haben.“

Von überall Spieler angeboten

Es wird auch nicht ausbleiben, dass der FCH in den kommenden Monaten mit weiteren Fußballern in Verbindung gebracht werden wird. „Wir bekommen jeden Tag Spieler von überall auf dieser Welt aus allen Spielklassen angeboten. Es ist ein leichtes die Mannschaft zu verändern“, so Sanwald beim Pressegespräch vor dem Union-Spiel.

Dabei gibt es durchaus absurde Spekulationen. So berichtete Anfang März die „Kronen Zeitung“, der FCH soll an Florian Flecker vom SV Kapfenburg (2. österreichische Liga) interessiert sein. Vorstandsvorsitzender Sanwald kannte allerdings nicht einmal den Namen des betreffenden Spielers.

Ein Iraner nach Heidenheim?

Aktuell soll der FCH laut der „Tehran Times“, Irans erster englischsprachiger Tageszeitung, an Soroush Rafiei vom iranischen Erstligisten Persepolis interessiert sein. Der 27-Jährige wäre ablösefrei zu haben. Auch dieses Gerücht möchte der FCH nicht kommentieren.

Dabei trifft auch im Fußball eines zu: Qualität kostet Geld. „Und je mehr finanzielle Mittel wir haben, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit den Kader qualitativ besser aufzustellen“, sagt Sanwald.

Daher sei die endgültige Platzierung auch so wichtig. Auch vor diesem Aspekt kommt dem Heimspiel gegen München eine besondere Bedeutung zu. Je höher der FCH, der aktuell Achter ist, in der Tabelle klettert, umso mehr Einnahmen aus der TV-Vermarktung kann er generieren. Aktuell sind es knapp 6,3 Millionen Euro.

Es gebe aber auch Spieler, die auf dem Markt günstig seien und die „keiner so richtig auf dem Zettel“ habe, sagt Sanwald. Diese gelte es dann einzubauen. Wie das geht, habe der FCH „oft genug bewiesen.“ Ob Maximilian Thiel so ein Glücksgriff wird?

Robert Glatzel (1. FC Kaiserslautern) erhielt bereits im März einen Vertrag beim FCH. Der Vertrag des 23-jährigen Stürmers hat eine Laufzeit bis 30. Juni 2020. Zudem stattete der FCH die beiden A-Junioren Kevin Lankford und Ibrahim Hajtic mit Profiverträgen aus.

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