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Hoher Unterhaltungswert beim 3:2-Sieg gegen Chemnitz

Es war das gleiche Resultat wie im Vorjahr, aber was für eine verrückte erste Halbzeit: Der FCH ging dreimal in Führung, kassierte zweimal den Ausgleich und schlug jeweils postwendend wieder zurück. Der 3:2-Sieg gegen den Chemnitzer FC hatte einen außergewöhnlich hohen Unterhaltungswert.

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Schon vor dem Spiel gab's Neues zu vermelden: Die Heidenheimer gaben die Verpflichtung von Gerrit Müller (zuvor Dynamo Dresden) bekannt, der nicht nur auf der Bank saß, sondern nach gut einer Stunde auch auf dem Spielfeld zeigen durfte, dass er für den FCH die erhoffte Verstärkung sein kann.

Der herausragende Spieler der ersten Halbzeit aber war ohne Frage Heidenheims Kapitän Marc Schnatterer, der nicht nur mit seinen beiden Toren glänzte. In der 19. Minute leitete der Mittelfeld-Stratege einen Konter selbst ein, passte auf Dennis Malura, der erneut Schnatterer anspielte. Der Heidenheimer Torschütze ließ auch noch den Chemnitzer Fabian Stenzel stehen und zog zum 1:0 ab, wobei Torhüter Philipp Pentke nicht besonders gut aussah.

So erfreulich die Offensivaktionen im ersten Abschnitt waren, um soärgerlicher war das Abwehrverhalten bei den beiden Gegentoren. Kaum war der Jubel übers 1:0 richtig verklungen, hatte Chemnitzs einzige Sturmspitze Anton Fink den Ausgleich erzielt. Ein Pass von Florian Hörnig ließ die FCH-Deckung schlecht aussehen.

Doch das Wellenbad der Gefühle ging mit hohem Tempo weiter. Fast im Gegenzug unterstrich Schnatterer seine außergewöhnlichen Schussqualitäten, nachdem er von Michael Thurk in Szene gesetzt worden war– 2:1, Schnatterers fünfter Saisontreffer. Und das Pulver war noch lange nicht verschossen.

Immerhin: Es dauerte bis zur 42. Minute, ehe die Lederkugel wieder im Netz zappelte. Aus Heidenheimer Sicht leider auf der falschen Seite. Sascha Pfeffer sorgte mit dem 2:2 für zusätzliche Würze, nachdem er am Strafraum zwei Heidenheimer hatte aussteigen lassen.

Doch wieder schlug der FCH postwendend zurück– und erneut war Schnatterer der Wegbereiter. Seinen Eckstoß verwertete Mathias Wittek, indem er sich umdrehte und den Ball vom Rücken ins Chemnitzer Tor prallen ließ– der Höhepunkt des Kuriositäten-Festivals.

Nach der Pause ging's nicht mehr so rasant weiter. Chemnitzübernahm die Initiative, die besseren Chancen hatte aber weiter der FCH, der bei Kontern allerdings bisweilen auch etwas schlampig agierte. Noch dreimal durfte Marc Schnatterer gefährlich aufs Chemnitzer Tor schießen– zum Ergebnis-Ausbau hat's nicht mehr gereicht. Am Ende war auch dies kurios: Chemnitz sah viermal gelb, Heidenheim kein einziges Mal. Eine einseitige Kartenverteilung war's trotzdem nicht. Schiedsrichter Sebastian Schmickartz bot eine gute Leistung– auch wenn sich Chemnitz-Trainer Gerd Schädlich nach der Pause fast durchgehend als Rumpelstilzchen gebärdete.

Wie gesagt: Der Unterhaltungswert des Spiels war außergewöhnlich hoch.

FCH– Chemnitz 3:2 (3:2) FCH: Lehmann– Malura, Göhlert, Endres, Feistle– Strauß (78. Krebs), Wittek, Sauter, Schnatterer– Sailer (63. Müller), Thurk (88. Groß)

Chemnitz: Pentke– Stenzel (75. Förster), Wilke, Birk, Landeka– Sträßer, Kegel (75. Jansen)– Pfeffer, Hörnig, Aydemir– Fink Tore: 1:0 Schnatterer (19.), 1:1 Fink (22.), 2:1 Schnatterer (24.), 2:2 Pfeffer (42.), 3:2 Wittek (44.) Schiedsrichter: Sebastian Schmickartz (Berlin) Zuschauer: 8000

Gelbe Karten: Pfeffer, Aydemir, Wilke, Landeka

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