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Heidenheims Fußballwelt trauert um Walter Birkhold

Heidenheims Fußballwelt und viele Freunde trauern um Walter Birkhold. Der 18-fache deutsche Amateurnationalspieler starb am Montag in einem Pflegeheim in Ballendorf im Alter von 77 Jahren.

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Absolvierte über 1000 Partien für den VfL Heidenheim: der frühere Amateur-Nationalspieler Walter Birkhold, der am Montag verstarb.

Nur wenige Fußballer aus dem Kreis Heidenheim haben es zu einer internationalen Karriere geschafft, Walter Birkhold war einer von ihnen. Helmut Schön, damals Assistent von Bundestrainer Sepp Herberger, hatte den „Bize“, wie ihn seine Freunde nannten, 1963 in die neu gegründete Nationalmannschaft der Amateure berufen. Am 13. April desselben Jahres trug Walter Birkhold in Alassio erstmals das Trikot mit dem Bundesadler. Beim 1:2 gegen Italien kam er als rechter Läufer zum Einsatz.

17 weitere Berufungen folgten. Zu den Höhepunkten zählte das vorolympische Turnier 1963 in Japan, das die deutsche Mannschaft gewann. Kaiser Hirohito begrüßte damals per Handschlag die Spieler. Walter Birkhold erinnerte sich immer wieder gern an die Begegnung mit dem Tenno.

Seinem VfL Heidenheim hielt der „Bize“ stets die Treue, ließ sich auch von Angeboten des VfB Stuttgart und von Bayern München nicht weglocken. Über 1000 Spiele absolvierte er für den VfL, für den er mit 17 Jahren bereits in der ersten Mannschaft stand und nach dem Aufstieg 1954/55 bis zum Karriereende 1971 in der 1. Amateurliga Württemberg spielte.

Seine erstaunliche Ausdauer trug dem 29-fachen WFV-Auswahlspieler die Bezeichnung „Mann mit zwei Lungen“ ein. Walter Birkhold war zudem ein guter Sprinter, was er bei Heidenheimer Stadtläufen unter Beweis stellte. Die 100-Meter-Distanz lief er in elf Sekunden, weshalb ihn Freunde auch „Schnurri“ nannten.

Zurückgezogen verfolgte Walter Birkhold in den letzten Jahren das Fußballgeschehen in seinem Haus in Gerstetten, freute sich trotz zunehmender gesundheitlicher Probleme über die jüngsten Erfolge der Heidenheimer Kicker. Sein Stammverein dankte ihm die Treue, indem er Walter Birkhold zum Ehrenspielführer ernannte. Der DFB heftete dem zweifachen Vater und zweifachen Großvater die silberne Ehrennadel ans Revers. Bei der Feier „100 Jahre Fußball in Heidenheim“ vor zwei Jahren im Congress Centrum stand „Bize“ letztmals auf der Bühne, die er nun endgültig verlassen musste.

Mit seiner Frau Helge, seinen zwei Kindern und zwei Enkelkindern trauern viele, die ihn als sympathischen und trotz seiner Erfolge stets bescheiden gebliebenen Menschen schätzten

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Kommentare

23.01.2013 20:43 Uhr

Trauer um Walter Birkhold

Wer ihn nicht erlebte auf dem VfL-Platz in der Wilhemstraße, hat etwas versäumt! Das war Fußball, das war Stimmung! Ohne den heutigen Firlefanz.

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