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Frank Schmidt bleibt beim FCH

Eine ganze Reihe personeller Themen beschäftigten den FCH im Vorfeld des Heimspiels gegen Chemnitz (Dienstag, 19 Uhr, Voith-Arena). Frank Schmidt stand als Trainer-Wunschkandidat beim Zweitligisten MSV Duisburg zur Debatte, Stürmer Patrick Mayer muss erneut operiert werden. Und: Es soll umgehend Verstärkung für die Offensive geben.

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Was das angebliche Liebeswerben des MSV Duisburg um Heidenheims Trainer betrifft, der laut „Revier-Sport online“ Wunschkandidat für die Nachfolge des entlassenen Oliver Reck gewesen sei, gab Frank Schmidt gestern schnell Entwarnung: „Ich bleibe in Heidenheim. Mehr gibt's dazu nicht zu sagen.“

Laut „Revier-Sport“ soll es Kontakte zwischen Duisburgs Sportdirektor Ivica Grlic und Schmidt gegeben haben, schließlich hätten die beiden jahrelang bei Alemannia Aachen zusammengespielt. Ob das reine Spekulation ist oder nicht: Nach Schmidts klarem Bekenntnis zum FCH muss nun an der Wedau vorerst Grlic selbst zusammen mit Duisburgs Kultfigur Bernard Dietz zumindest vorübergehend das Traineramt übernehmen.

Auch FCH-Geschäftsführer Holger Sanwald zeigte sich erleichtert, dass das Thema schnell vom Tisch war: „Frank Schmidt ist inzwischen dienstältester Trainer der 3. Liga. Es ist fast schon ein Automatismus, dass er immer gleich als Kandidat bei höherklassigen Trainerwechseln im Gespräch ist. Natürlich ist das auch eine Auszeichnung für seine erfolgreiche Arbeit in Heidenheim.“

Deutlich weniger erfreulich ist die zweite Nachricht aus dem Heidenheimer Personal-Lager: Patrick Mayer muss sich erneut einer Operation am Sprunggelenk des rechten Fußes unterziehen. Der FCH-Torjäger hatte sich Ende Februar in Jena Innen- und Außenband gerissen, klagte aber auch nach seiner Rückkehr aufs Spielfeld in den letzten Wochen immer wieder über Schmerzen. Am Donnerstag sollen nun in Augsburg freie Gelenkkörper aus dem Sprunggelenk entfernt werden. Sechs Wochen wird Mayer wohl auf jeden Fall pausieren müssen.

Damit werden die Alternativen im Offensivbereich immer dünner. Mit Alper Bagceci (Bänderriss am Ellbogen) gab's vor kurzem einen weiteren längerfristigen Ausfall zu beklagen, Nico Frommer hat mit einem Bandscheibenvorfall zu kämpfen, bei Andreas Spann verläuft der Heilungsverlauf bislang nicht so optimal wie bei dessen Leidensgenossen David Schittenhelm (beide Kreuzband-OP).

Deshalb gibt es Überlegungen, möglichst schnell personell nachzurüsten. Sanwald bestätigte gestern intensive Kontakte zu einem neuen Spieler, die möglicherweise schon so weit gediehen sind, dass sich vor dem heutigen Spiel gegen Chemnitz Vollzug melden lässt. Schnelles Handeln ist vor allem auch schon deshalb gefragt, weil am 31. August die Wechselfrist abläuft.

Gegen Chemnitz wird Schmidt wohl derselben Formation das Vertrauen schenken, die am Samstag beim 1:1 in Münster die Startelf bildete. „Die Mannschaft hat ihre Sache gut gemacht“, sieht der Trainer wenig Veranlassung, Veränderungen vorzunehmen. Deshalb ist wohl auch damit zu rechnen, dass Marc Endres als Innenverteidiger zu seinem zweiten Punktspieleinsatz kommt. Zudem schloss Schmidt gestern nicht aus, David Schittenhelm erstmals nach rund achtmonatiger Pause ins Drittliga-Aufgebot zu nehmen. Der defensive Mittelfeldspieler spielte zuletzt im WFV-Pokal über die volle Distanz und kam am Samstag in der zweiten Mannschaft für 55 Minuten zum Einsatz.

Auch wenn der Chemnitzer FC in dieser Saison bislang zwei Gesichter zeigt – zu Hause gab es drei Siege, auswärts erst einen Punkt – erwartet Schmidt heute einen „unbequemen Gegner“, der vor allem über die Außenpositionen gefährlich anzugreifen weiß. Am Wochenende drehte Chemnitz gegen Wiesbaden einen 0:2-Pausenrückstand in einen 3:2-Sieg um, was für eine intakte Moral spricht.

Allerdings mussten die Sachsen ihren jüngsten Erfolg teuer erkaufen. Mit Toni Wachsmuth (Innenbandanriss) und Christoph Buchner (Gehirnerschütterung) fallen zwei wichtige Abwehrspieler aus, weshalb Frank Schmidt mit einem eher defensiv eingestellten Gegner rechnet. In der vergangenen Saison gab's einen 3:2-Heimsieg gegen das Team von Gerd Schädlich, das sich dann aber in der Rückrunde mit einem 3:0-Sieg revanchierte. Derzeit rangiert Chemnitz nur einen Zähler hinter dem FCH auf Rang acht.

Das Feld ist noch sehr dicht beisammen, aber in dieser Woche könnte sich die Spreu etwas vom Weizen trennen. Dabei müssen die Heidenheimer gleich zweimal zu ungewöhnlichen Zeiten um Drittliga-Punkte streiten: Dem Duell am heutigen Dienstag gegen Chemnitz folgt am Sonntag das Auswärtsspiel in Darmstadt.

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