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FCH: Sanwald dementiert Niederlechner-Wechsel

Die am Samstag verbreitete Nachricht, dem Wechsel von FCH-Torjäger Florian Niederlechner zum Bundesligisten FSV Mainz 05 stehe nichts mehr im Wege, dementierte Heidenheims Geschäftsführer Holger Sanwald am Sonntag umgehend und bezeichnete die Meldung als „nicht korrekt“.

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Hebt er bald ab in Richtung Bundesliga? Mainz und Ingolstadt haben offenbar Interesse an Heidenheims Torjäger Florian Niederlechner.  Foto: 

Das Fachmagazin „Kicker“ hatte am Samstagnachmittag über Internet wissen lassen, der FSV Mainz 05 sei sich mit Florian Niederlechner und dessen aktuellem Arbeitgeber 1. FC Heidenheim einig geworden. Der Wechsel des Angreifers stehe kurz bevor. Niederlechner werde bei den Domstädtern einen Dreijahresvertrag unterschreiben. Die Ablösesumme belaufe sich auf 1,5 Millionen Euro.

Niederlechner selbst, der im Augenblick noch in Mexiko Urlaub macht, wollte die Meldung auf telefonische Anfrage weder bestätigen noch dementieren. „Ich will dazu momentan nichts sagen“, erklärte der 24-Jährige. Vielleicht gebe es in ein paar Tagen mehr zu berichten.

Deutlicher positionierte sich am Sonntag FCH-Geschäftsführer Holger Sanwald. Unmittelbar nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub bestätigte er zwar, dass inzwischen mehrere Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga Interesse an einer Verpflichtung Niederlechners bekundet hätten. Von einer Einigung mit einem der Klubs sei man aber noch weit entfernt.

„Die bisherigen Angebote waren zu schlecht“, redete Sanwald Klartext. Der FCH-Geschäftsführer, der die Namen der Interessenten nicht nennen wollte und damit auch indirekt den Mainzer Abwerbeversuch nicht bestätigte, sieht keinerlei Veranlassung, Niederlechner allzu schnell aus seinem bis 2016 laufenden Vertrag zu entlassen. Schließlich habe der in der Winterpause 2012/13 von der SpVgg Unterhaching geholte Stürmer seinen hohen sportlichen Stellenwert für den FCH mit 15 Toren und 10 Vorlagen im Zweitliga-Premierenjahr deutlich unter Beweis gestellt.

Nach aktuellem Stand gehe er davon aus, dass Niederlechner seinen Vertrag beim FCH erfülle. Sollten sich die Wechselabsichten jedoch konkretisieren, werde man „hart verhandeln“. Die in den Raum gestellte Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro wäre aus Sanwalds Sicht „nicht angemessen“ und stelle demzufolge „keine Verhandlungsbasis“ dar.

Vor allem zwei Bedingungen sollten aus Heidenheimer Perspektive im Falle einer vorzeitigen Vertragsauflösung erfüllt sein. Die finanziellen Rahmenbedingungen müssten passen und der FCH sollte entsprechenden Ersatz für den Torjäger in Aussicht haben. „Erst dann würden wir in aller Ruhe darüber nachdenken“, gibt sich Sanwald nach wie vor gelassen.

Ungeachtet der Personalie Niederlechner halte man weiter „Augen und Ohren offen“, um sich für 2015/16 sinnvoll zu verstärken. „Der Prozess ist im Laufen, die Dinge entwickeln sich in die richtige Richtung, um eine gute Mannschaft für die neue Saison präsentieren zu können“, versprach Sanwald.

Der 1. FC Heidenheim habe durch den Zweitliga-Klassenerhalt und den hervorragenden achten Platz noch mehr an Attraktivität gewonnen, sei inzwischen durchaus eine gefragte Adresse für gestandene Fußballprofis und hochtalentierte Spieler. „Wir haben uns den jetzigen Stand hart erarbeitet und erwarten auch, dass andere Vereine uns gegenüber Respekt bekunden. Wir schenken mit Sicherheit nichts her“, bekräftigte Sanwald.

Zu den anhaltenden Gerüchten, der Leipziger Mittelfeldspieler Daniel Frahn und der Aalener Verteidiger Arne Feick seien in Heidenheim ernsthafte Kandidaten für die neue Saison, nahm der Geschäftsführer wie gewohnt nicht Stellung: „Wir äußern grundsätzlich keine Wasserstandsmeldungen zu irgendwelchen Spekulationen.“

Was die Abgänge betrifft, steht inzwischen fest, dass Manuel Janzer zum Drittligisten Holstein Kiel wechseln wird. Auch von Mittelfeldspieler Philipp Riese wird sich der Verein – trotz des noch laufenden Vertrages – voraussichtlich trennen. Er spiele aus sportlicher Sicht keine Rolle mehr für die künftigen Planungen, sagte Sanwald.

So ist wohl davon auszugehen, dass in den nächsten Tagen nochmals Schwung in die Transfergeschäfte kommen wird. Wobei Sanwald betont, dass man sich hier nicht unter unnötigem Zeitdruck sieht: „Bis zum 31. August läuft die Wechselfrist. Es kann gut sein, dass bis zum Trainingsbeginn am 17. Juni noch nicht alle Transfers erledigt sind.“

 

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