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FCH im Jahr 2017: Nur ein Sieg in acht Spielen

2. Liga: 2017 ist bislang nicht das Jahr des 1. FC Heidenheim. In acht Spielen war man nur einmal siegreich. Dazu kommt ein seit Wochen anhaltendes Verletzungspech.

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Als hätte der FCH nicht schon verletzte Spieler genug – auch Kapitän Marc Schnatterer musste sich in Braunschweig angeschlagen auswechseln lassen, ebenso wie Tim Skarke. Beide hoffen, nach der Spielpause am kommenden Wochenende wieder fit zu sein.  Foto: 

Es könnte derzeit wahrlich besser laufen für den Fußball-Zweitligisten 1. FC Heidenheim. Sechs Punkte nach acht Spielen – die Bilanz für das Jahr 2017 ist ausbaufähig. Neben drei Unentschieden in Folge ging die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt lediglich einmal als Sieger vom Platz. Auswärts ging es auch gegen die Eintracht in Braunschweig, und zwischenzeitlich sah es tatsächlich so aus, als könne der FCH dort endlich den zweiten Dreier der Rückrunde einfahren.

Artikel: FCH verliert in Braunschweig im letzten Moment mit 2:3

Doch die Spieler gaben eine zweimalige Führung aus der Hand und verloren in letzter Minute mit 2:3. Frank Schmidt fand im Anschluss an das hart umkämpfte Spiel deutliche Worte und übte harsche Kritik am Abwehrverhalten seiner Mannschaft. Diese mache es 2017 den Gegnern zu leicht, Tore zu schießen.

Auch Kapitän Marc Schnatterer betonte: „Wir müssen uns schon fragen, warum wir es einfach nicht schaffen, den Ball hinten wieder raus zu kriegen. Wir haben im Grunde ein gutes Spiel gemacht. Zwei Tore gegen Braunschweig zu schießen, schafft auch nicht jede Mannschaft. Aber die Führung darf man dann nicht so leicht wieder hergeben. So eine Niederlage tut unheimlich weh.“

Die Mannschaft müsse in der Defensive wieder stabiler werden und auch bei Heimspielen künftig „von der ersten Minute an Gas geben.“ Denn mit dem Jahr 2017 könne der aktuell Tabellensiebte bislang alles andere als zufrieden sein. „Jetzt haben wir Zeit, uns Gedanken zu machen, durchzuatmen und dann müssen wir endlich mal wieder liefern“, sagte Schnatterer im Hinblick auf die nun bevorstehende Länderspiel-Pause, die dem FC Heidenheim ein spielfreies Wochenende beschert.

Eben dieses dürfte der Mannschaft noch aus einem anderen Grund gelegen kommen. Denn der FCH ist von einem seit Wochen anhaltenden Verletzungspech geplagt. Mit Kevin Kraus (Reha nach Kreuzbandriss), Dominik Widemann (Reha nach Knöchel-Operation), Timo Beermann (Reha nach Schulter-Operation), Ben Halloran (Reha nach Innenbandanriss) und Robert Strauß (Bandscheibenvorfall) gibt es allein fünf bereits länger verletzte Spieler im 23-Mann-Kader von Frank Schmidt.

„Aber deshalb brauchen wir jetzt nicht rumzuheulen. Das ist eben so“, sagte Marc Schnatterer, der selbst aufgrund einer Verletzung nach 66 Minuten zum Zuschauen verdammt war. Eine ungewohnte Perspektive für den FCH-Kapitän. „Ich bin umgeknickt und habe schnell gemerkt, dass ich nicht weiterspielen kann. Klar ist das bitter. Aber so etwas passiert im Fußball. Ich hoffe jetzt einfach, dass es in zwei Wochen wieder geht.“

Doch damit nicht genug: Nach Schnatterer musste auch noch Tim Skarke in Braunschweig verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Der Youngster war zwar bereits nach Spielende guter Dinge, schnell wieder fit zu werden, doch auch ihm dürfte die Pause am kommenden Wochenende gelegen kommen.

Wiedersehen mit Radoki

So scheint die Entscheidung des FCH, ein ursprünglich anberaumtes Freundschaftsspiel gegen den schweizerischen Erstligisten FC St. Gallen abzusagen, doppelt weise. „Das macht bei dieser angespannten Personalsituation für uns einfach keinen Sinn“, erklärte FCH-Trainer Schmidt schon vor dem Braunschweig-Spiel.

Damit heißt der nächste Gegner des 1. FC Heidenheim Greuther Fürth, der am Sonntag, 2. April, auf dem Schlossberg gastiert. Die Spielvereinigung gewann am Wochenende vor heimischer Kulisse gegen Tabellenführer VfB Stuttgart mit 1:0 und will mit dem ehemaligen Heidenheimer Athletiktrainer Janos Radoki auf dem Schlossberg an diese Leistung anknüpfen. Doch auch der FCH wird alles daran setzen, zu Hause endlich wieder zu siegen.

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