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FCH zeigt beim 2:1 gegen Unterhaching zwei Gesichter

Beim 2:1-Jahreseinstieg des Fußball-Drittligisten 1. FC Heidenheim gegen die SpVgg Unterhaching spiegelte sich das Resultat auch in der Grobanalyse von Frank Schmidt wider: Sieg und Leistung in der ersten Halbzeit erfreuten den FCH-Trainer, die Vorstellung nach der Pause allerdings nicht mehr.

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  • Jubel (2): Tim Göhlert (Zweiter von rechts) hat zur 1:0-Führung für den FCH abgezogen. 1/2
    Jubel (2): Tim Göhlert (Zweiter von rechts) hat zur 1:0-Führung für den FCH abgezogen.
  • Jubel (1): Nach Flanke von Dennis Malura köpft der freistehende Marc Schnatterer (links am Boden) ins weit geöffnete Tor von Hachings Keeper Stefan Riederer ein. 2/2
    Jubel (1): Nach Flanke von Dennis Malura köpft der freistehende Marc Schnatterer (links am Boden) ins weit geöffnete Tor von Hachings Keeper Stefan Riederer ein. Foto: 
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Man kann so ein Fußballspiel wie am Samstag ganz einfach erklären, indem man es in zwei Bestandteile zerlegt. „Für uns gab's heute zwei Halbzeiten: die erste und die zweite“, sagte Claus Schromm.

Wer hätt's gedacht?

Der Unterhachinger Trainer schob anschließend nach, wie er seine Binsenweisheit verstanden wissen wollte: „Die erste Halbzeit haben wir völlig verdient mit 0:2 verloren, die zweite mit 1:0 gewonnen.“

Das Duell des Tabellensechsten gegen den Fünften war ein Spiel, bei dem beide Mannschaften höchst unterschiedliche Gesichter präsentierten – wobei die Pause nach 45 Minuten als Schnittstelle galt. Tim Göhlert, der mit seinem fünften Saisontor für die frühe Führung gesorgt hatte, sprach von einer „richtig guten ersten Halbzeit“, in der der FCH „alles umsetzte, was wir uns vorgenommen haben“, und von einem zweiten Abschnitt, „in dem wir alles das, was wir gut gemacht haben, überhaupt nicht mehr zeigten.“

Kein Wunder also, dass es Frank Schmidt lieber gewesen wäre, „wir hätten heute 90 Minuten durchgespielt.“ Bei den 7500 Zuschauern im Kühlschrank Voith-Arena hielt sich der Bedarf an zusätzlichem Zittern angesichts ungemütlicher Minus-Temperaturen jedenfalls stark in Grenzen.

Erklärungsversuche für das Heidenheimer Plus-Minus-Gefälle fielen unmittelbar nach Spielschluss schwer. Frank Schmidt sprach von der „trügerischen Zufriedenheit“, die eine 2:0-Pausenführung auslösen kann und dann zu Aktionen führe, bei der die hundertprozentige Konzentration fehle.

Marc Schnatterer, der per Kopfball nach Flanke von Dennis Malura sein zehntes Saisontor erzielte, redete unterdessen jedem Anflug von Überheblichkeit das Wort: „Wir haben uns zur Pause gesagt: Weiter Vollgas. Aber dann haben wir häufig einen Schritt zu wenig gemacht, und dadurch baut man eben eine spielstarke Mannschaft wie Unterhaching wieder auf.“

Auch Tim Göhlert bekräftigte, man habe „zur Halbzeit fünf Mal angesprochen, was wir nicht machen dürfen“. Doch der FCH ließ sich zu tief zurückfallen, hatte offensiv nur noch wenig Zugriff ins Spiel. Die Hachinger konnten sich zwar nur in sehr begrenztem Umfang Chancen erspielen, hatten aber Pech, als Stephan Thee in der 71. Minute die Latte traf. So blieb der Anschlusstreffer durch den gerade eingewechselten Janik Haberer zum Glück für die Heidenheimer die einzig zählbare Ausbeute der Gäste. „Uns muss klar sein, dass so etwas auch mal ins Auge gehen kann“, sagte Schnatterer.

Letztlich blieb die FCH-Premiere 2013 eine zweigeteilte Angelegenheit. An den starken Eindruck der ersten 45 Minuten, der ohne Weiteres noch durch ein drittes Tor hätte gekrönt werden können, sollte am Mittwoch gegen Erfurt angeknüpft werden. Der zweite Abschnitt hat Schmidt unterdessen klar gemacht, „dass wir noch genügend Arbeit vor uns haben“.

FCH – Unterhaching 2:1 (2:0) FCH: Sabanov – Malura, Göhlert, Kraus, Sirigu – Strauß (69. Bagceci), Wittek, Titsch-Rivero, Schnatterer – Niederlechner (79. Heidenfelder), Thurk (61. Mayer) Unterhaching: Riederer – Schwabl, Hofstetter, Drum, Odak – Thee, Welzmüller, Yilmaz, Kauffmann (61. Willsch) – Voglsammer (46. Schweinsteiger), Rohracker (75. Haberer) Tore: 1:0 Göhlert (18.), 2:0 Schnatterer (31.), 2:1 Haberer (76.) Schiedsrichter: Bandurski (Oberhausen) Zuschauer: 7500 Gelbe Karten: Thurk – Yilmaz, Drum, Schweinsteiger
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